The Raven Age - Conspiracy

Review

Galerie mit 10 Bildern: The Raven Age Rock am Ring 2017

Mit THE RAVEN AGE steht eine neue Generation von Musikern bereit, um euch ihre Interpretation von zeitgemäßem Metal näherzubringen. Viele von euch kennen die Jungs bereits, so war man schließlich Vorband auf der IRON-MAIDEN-Tour 2016. Der Bandgründer George Harris ist nämlich niemand geringeres als der Sohn des Bassisten Steve Harris, der jedem Metal-Fan ein Begriff ist.

Im Schatten der mächtigen Jungfrauen – THE RAVEN AGE

Das harmonische Intro leitet in einen kompromisslosen Song über. „Betrayal Of The Mind“ handelt von psychischen Krankheiten und deren Auswirkung auf das Leben der Menschen. Passend dazu verfügt dieser Beitrag über einige Wendungen, die man nicht vorhersehen kann. Ein beeindruckendes Eröffnungsstück. „Fleur De Lis“ durfte sich bereits bei YouTube vorstellen und sollte sich auch eine eigene Fanbase erschaffen haben. Hier hört man deutlich, dass die Jungs sich insbesondere von englischen Heavy Metal Bands beeinflussen lassen haben. Eine klare Melodiestruktur, die trotzdem noch genug Härte ausstrahlt und den Zuhörer direkt packt. Ebenfalls verspielt und ausschweifend opulent zeigt sich die Band mit „The Day The World Stood Still“. Während andere Tracks eher an die NWoBHM erinnern, zeigen sich hier jüngere Einflüsse von Bands, wie KILLSWITCH ENGAGE.

Das Gitarrenspiel wirkt hypnotisch, während die Vocals knallhart ihr Ziel treffen. „Stigmata“ könnte stellvertretend für das gesamte Album stehen, denn hier offenbaren sich die wahren Stärken dieser Band. So startet der Song eher etwas romantisch, ehe die Gitarren die Regie übernehmen und eine Vollgas-Nummer dem Zuhörer bescheren. Der Klargesang verleiht noch etwas mehr Tiefe. Gute Arbeit, Jungs. Wenn man schonmal bei den schnellen Tracks ist, bleibt man am besten auch gleich da und so bahnt sich  „Surrogate“ seinen Weg durch die Boxen in euer Gehör. Ein angenehm harter Beitrag, der allerdings ohne viel Wiedererkennungswert daherkommt.

„Tomb Of The Unknown Soldier“ ist eher ein Statement, als nur ein Song. Hier zeigt sich das ausgezeichnete Songwriting, das diese Band noch weiter ausbauen sollte. Stimmungsmäßig befindet sich dieser Track im Vollgas-Modus, der durch die peitschenden Vocals weiter nach vorne getrieben wird. Mit einem gut achtminütigen Epos wird die CD beschlossen. „Grave of the Fireflies“ beinhaltet krachende Gitarren, kraftvolle Drums und die harmonische Stimme des Frontmanns Matt. Ein würdiges Ende dieses Albums, das allerdings noch Luft nach oben lässt.

Unmenschlichkeit im Wandel der Zeit – Conspiracy

Fazit: THE RAVEN AGE machen schon vieles richtig. Da wäre das grandiose Songwriting und die Verliebtheit in Melodien und deren Härte. Allerdings fehlt es bei einigen Tracks am Wiedererkennungswert und auch die Songstrukturen könnten hier und da noch etwas Feintuning vertragen. Trotzdem sollte man diese Band im Auge behalten, es könnte sich um das nächste große Ding handeln.

15.04.2019

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1 Kommentar zu The Raven Age - Conspiracy

  1. BlindeGardine sagt:

    Fand das Debüt noch deutlich frischer. Die Mischung aus melodischem Metalcore-Unterbau mit Elementen aus dem klassichem Heavy Metal und entsprechendem Klargesang mit Lyrics, die tatsächlich auch eher richtung Power-/Heavy Metal gehen fand ich ganz gut und es hätte mir besser gefallen, wenn die Band diesen Pfad weiter ausgebaut hätte. Das neue Album ist zwar pofessionell gemacht, lässt sich aber leider auf „Metalcore+Klargesang“ reduzieren und klingt im Prinzip wie Bury Tomorrow ohne Shouts.

    6/10