The Ugly Kings - Strange, Strange Times

Review

Die australischen Alternative-Rocker THE UGLY KINGS stellen ihr neues Album “Strange, Strange Times“ vor. Mit einer gewagten Mischung aus modernem Alternative-Rock und düsteren Blues-Elementen betitelt die Band ihr Genre als “Darkened-Power-Blues“.

THE UGLY KINGS: Zwischen Rock, Punk und Blues

“Strange, Strange Times“ beginnt mit einer sehr energetischen Nummer. Die Vocals setzen erst nach über einer Minute ein. Doch durch den instrumentalen Aufbau fällt es dem Zuhörer erst gar nicht auf, dass etwas fehlt. Die erzeugte Stimmung ist sehr düster und atmosphärisch. Der Track wäre wunderbar als Soundtrack für einen Indiefilm geeignet. Der Sound befindet sich zwischen Rock, Punk und Blues, wodurch THE UGLY KINGS ihren ganz eigenen Klang entfalten.

Der darauf folgende Song “Technodrone“ bleibt sofort im Kopf. Das Songwriting ist hier etwas nachvollziehbarer als beim Rest des Albums. Außerdem handelt es sich um den mit Abstand punkigsten und energetischsten Song auf „Strange, Strange Times“.

Zeitlich relevante Texte: “Do you feel like you’re paranoid?“

Sowohl “Technodrone“, als auch das folgende “Do You Feel Like You’re Paranoid?“ lassen sich gut auf die aktuelle gesellschaftliche Situation übertragen. Die Welt ist durch die vergangenen zwei Jahre von Angst und Paranoia geprägt. Eine unbekannte Gefahr lässt die Menschen in Furcht erstarren. Lyrics wie “Or do you see the pattern, hidden in the make believe/ You’re running on a wheel/ Scared of everything you see“, repräsentierten diese nicht greifbare Gefahr.

Misstrauen macht sich in unserer Gesellschaft breit und die Welt scheint gespalten. Die beiden Songs beschreiben dissoziative Zustände und die Entfremdung der Menschen von ihrem Selbst. Diese schwebende Stimmung wird durch den sphärischen Klang von THE UGLY KINGS transportiert.

Eine einzigartige Stimme auf “Strange, Strange Times“

Die größte Stärke von THE UGLY KINGS ist jedoch ihr Sänger, Russell Clark. Seine Stimme ist so tief und warm, dass sie in jedem Track ein Highlight bildet. Besonders eindrucksvoll kommt sie im letzten Track “Another Fucking Day“ hervor. Durch die zunächst minimalistisch klingenden Instrumente entfaltet sich die Klangfarbe besonders gut.

THE UGLY KINGS fangen mit “Strange, Strange Times“ den Zeitgeist ein. Lyrisch passt das Werk wunderbar in den gesellschaftlichen Kontext dieser Dekade. Klanglich dürfen sich besonders Fans von QUEENS OF THE STONE AGE oder THE WHITE STRIPES auf ein fantastisches Album freuen. Das einzige Manko des Albums ist, dass nicht alle Songs ihr volles Potenzial ausschöpfen. Der Titeltrack ist jedoch der perfekte Beweis dafür, dass die Australier ihren ganz eigenen Sound gefunden haben.

 

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09.08.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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