This Ending - Needles Of Rust

Review

Die schwedischen Melodeather THIS ENDING veröffentlichen mit „Needles Of Rust“ zwar ‚erst‘ ihr viertes Studioalbum, haben aber mit ihrer Vorgängerband THE CANOROUS QUINTET ebenfalls schon drei Scheiben auf dem Buckel und dürften einigen noch unter diesem Namen bekannt sein. Mit ihren bisherigen drei Platten „Garden Of Death“, „Dead Harvest“ und „Inside The Machine“ konnten sie bei metal.de bereits ordentlich punkten, jedoch wurde ihnen mehr als einmal eine gewisse Eigenständigkeit abgesprochen. Auch „Needles Of Rust“ liefert klassisches Schwedengeknüppel, wie man es sicher vielerorts schon gehört hat, was prinzipiell aber kein Problem ist, solange es gut gemacht ist.

THIS ENDING steigen stark ein

Den Anfang macht „My Open Wound“ mit wenig Vorgeplänkel, bevor es rasant einsteigt und fast black-deathig losballert. Nach dem Ausstieg von Fredrik Andersson (unter anderem Ex-Drummer von AMON AMARTH) während der Aufnahmen, ist Gitarrist Peter Nagy ans Schlagzeug gewechselt. Wer genau nun was eingespielt hat, bleibt offen, aber beschweren kann man sich über das Schlagwerk nicht, und vor allem die Blast Beats sind druckvoll, jedoch nicht zu penetrant. Besonders positiv fallen außerdem die Gitarrenmelodien auf. Fast stumpf geht es dafür mit „Annihilate“ weiter, was nach dem guten Opener wirklich überrascht. Sowohl musikalisch als auch textlich erinnern THIS ENDING hier doch sehr an AMON AMARTH, was das Stück etwas abgedroschen wirken lässt.

„Needles Of Rust“: Stark, mit Schwächen

Bereits mit dem nächsten Track „Embraced By The Night“ reißen THIS ENDING das Ruder wieder herum und trumpfen mit stellenweise herrlich tief gestimmten Gitarren. Im Folgenden zeigt sich die Band mal balladesk angehaucht, schleppend-doomig oder stampfend-thrashig, ohne dabei den Melodeath-Grundton zu verlieren. Anspieltipps bilden hierbei der Titeltrack sowie der Rausschmeißer „Hell To Hell“. Trotz der einwandfreien handwerklichen Umsetzung und des insgesamt abwechslungsreichen Songwritings bleiben wirkliche Hingucker und Highlights aber aus. So ein wenig 08/15-Trott schleicht sich zudem mehr als einmal ein, was die Spannung zwischendurch immer wieder etwas abflachen lässt. „Needles Of Rust“ ist somit ein grundsätzlich starkes Album geworden, das aber ab und an schwächelt und irgendwie einfach nicht richtig zünden will.

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06.06.2021

headbanging herbivore with a camera

Der metal.de Serviervorschlag

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