Throne of Iron - Adventure One

Review

Wie viel Musik passt in knapp zwei Jahre? Wenn es nach THRON OF IRON geht, dann eine ganze Menge. Gegründet im Juni 2018, im Gedenken an den verstorbenen MANILLA ROAD-Chef Mark Shelton, hat die Band aus Indiana bereits mehrere Singles und Demos in Eigenregie veröffentlicht. Den Anfang machte folgerichtig ein Cover von „Crystal Logic“, um zu zeigen, wo die Reise hingeht. Mit dem ersten Langspieler, sinnig „Adventure One“ genannt, geht sie nun richtig los.

Eine Stimme vom Band ruft das Quartett einleitend zum Kampf. Die Jungs reagieren jedoch mit einem stilsicheren „Fuck It“ und öffnen die erste Bierkanne. Wer braucht schon Abenteuer, wenn er Heavy Metal hat? Ganz ohne Pathos, Reisen ins Ungewisse, heldenhafte Schlachten und Ausflüge in finstere Krypten kommen THRONE OF IRON dann aber doch nicht aus. Der lyrische Themenschwerpunkt liegt nämlich auf Fantasy-Welten und Dungeons-and-Dragons-Runden.

Das klingt ganz nach den glorreichen 80ern und klassischem Heavy Metal. Den liefern THRON OF IRON ohne Frage, stehen aber auch mit beiden Beinen in diesem Jahrhundert. So geben zwar MANILLA ROAD und ANVIL die grundlegende Inspiration, aber auch neue Bands wie GATEKEEPER und VISIGOTH haben bereits ihre Spuren hinterlassen.

Die Reise von THRONE OF IRON fängt mit „Adventure One“ erst an

An die Klasse der genannten Bands kommen THRONE OF IRON mit „Adventure One“ aber leider nicht ran. Trotz markanter Vocals bleiben die Refrains nicht hängen. Trotz hörbarer Spielfreude bleiben die Songs für sich stehend blass. Tatsächliche Mängel weist das Album aber auch nicht auf, abgesehen vom scheppernden Schlagzeugsound, durch den die restlichen Instrumente und der Gesang verwaschen klingen.

THRONE OF IRON sind einfach (noch) nicht auf dem Level, dass ihre Musik uneingeschränkt zu empfehlen wäre. Diese Ungeschliffenheit verleiht „Adventure One“ aber auch einen gewissen Charme. Ganz im Sinne des Intros gibt die Band ungezwungen Vollgas und lebt ihre Liebe zu Heavy Metal und dem Fantasy-Genre aus.

Wenn alles passt, gelingt ein epischer Song wie „The Fourth Battle of the Ash Plains“. Dies gelingt aber freilich nicht immer. Dennoch sollten Genrefans ein Ohr riskieren. Vielleicht klappt es ja mit „Adventure Two“, den gehobenen Durchschnitt hinter sich zu lassen.

Übrigens: Wer Bock auf mehr IRON in seinem Leben hat, schaut auch bei IRONSWORD und IRONFLAME rein, deren Alben ebenfalls dieser Tage erscheinen.

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02.03.2020

Der metal.de Serviervorschlag

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