Ironflame - Blood Red Victory

Review

Wenn Andrew d’Cagna nicht gerade mit ICARUS WITCH oder einer seiner zahlreichen anderen Bands beschäftigt ist, widmet er sich seinem Solo-Projekt IRONFLAME. Dort huldigt er dem Heavy Metal in seiner reinsten Form und bringt mit „Blood Red Victory“ bereits das dritte Album unter diesem Banner heraus.

Ein Blick auf seine bisherige Vita zeigt, dass d’Cagna bereits an so ziemlich jedem Instrument aktiv war und oft auch am Mikro stand. Bereits die ersten Songs auf „Blood Red Victory“ verdeutlichen, dass sich diese Erfahrung voll und ganz auszahlt. IRONFLAME ist das Projekt eines Musikers, der sich auf sein Handwerk versteht und auch im Alleingang ein sehr gutes Album stemmen kann.

Es ist aber auch die positive, kämpferische Stimmung, welche die Zuhörer sofort mitreißt. „Es gibt ein wiederkehrendes Thema des Sieges in den Lyrics dieses Albums“, merkt d’Cagna an. „Manche Songs verbreiten Selbstvertrauen, andere handeln davon, Widersacher zu überwinden oder gar die Zwietracht selbst. Dass die Songs aus einer ‚Wir‘-Perspektive geschrieben sind, soll die Zuhörer spüren lassen, dass sie nicht allein sind.“

IRONFLAME – Die Kraft des Metals

Diese Stimmung entsteht nicht zuletzt aber auch dank der kraftvollen und melodischen Songs. Einprägsame Refrains und charismatische Vocals, getragen von treibenden Riffs, lassen „Blood Red Victory“ ausgesprochen kurzweiligen ausfallen und machen Lust darauf, das Album direkt noch einmal durchlaufen zu lassen.

Der glatte Sound mag stellenweise etwas poliert und kantenlos wirken, passt aber perfekt zu den klaren Vocals. Bands wie FALCONER oder gar IRON MAIDEN lassen grüßen, letztere vor allem in den zahlreichen Dave-Murray-Gedenkriffs. Die melodische Härte, die Spielfreude und Epik, welche die Eisernen Jungfrauen perfektioniert haben, klingt auch bei IRONFLAME an, vor allem in Songs wie „Blood Red Cross“ oder „On Ashen Wings“

Was IRONFLAME jedoch abgeht, ist das Gefühl, dem Werk einer kompletten Band zu lauschen. Trotz, oder gerade wegen ihrer ausgefeilten Struktur, wirken die Songs auf „Blood Red Victory“ auf das gesamte Album betrachtet zu gleichförmig. Dennoch kann die Qualität überzeugen. Es gelingt zudem, Heavy-Metal-Klischees völlig ironiefrei und positiv aufzuarbeiten. Insgesamt stellt das Album somit ein klares Genre-Highlight dieses Jahres dar.

Übrigens: Wer Bock auf mehr IRON in seinem Leben hat, schaut auch bei IRONSWORD und THRONE OF IRON rein, deren Alben ebenfalls dieser Tage erscheinen.

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02.03.2020

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