Tri State Corner - Hero

Review

Galerie mit 17 Bildern: Tri State Corner - BrainRage Over Europe Tour 2022 in Stuttgart

Um sich mit ihrem an und für sich sehr konventionellen Heavy Rock von der Masse abzuheben, setzen TRI STATE CORNER ganz auf die Einbindung des traditionellen griechischen Saiteninstrumentes Bouzouki in ihre Songs. Drei Jahre nach Veröffentlichung des letzten Studioalbums setzt die multinationale Truppe (Deutschland, Polen, Griechenland – gesungen wird aber in englischer Sprache) dieses Konzept auch auf ihrem neuen Streich „Hero“ (im Artwork selbstverständlich auf den griechischen Buchstaben „Omega“ endend) konsequent fort.

Textlich sind TRI STATE CORNER wenig virtuos unterwegs

Und das ist auch nötig, denn über die exotische Instrumentierung hinaus bietet „Hero“ wenig bis gar nichts, was aufhorchen lässt oder in irgendeiner Weise in Erinnerung bleibt. Angefangen beim Albumcover, das sicherlich Geschmacksache ist und in gewissen Power-Metal-Kreisen noch goutiert werden könnte, gibt es aber auch in Sachen Gesang, Lyrik und Produktion eindeutige Baustellen auf „Hero“.

Vor allem die Kombination aus nicht-muttersprachlichen und dadurch häufig unbeholfenen und wenig metaphorischen englischen Texten und den trocken klingenden und oft merkwürdig in den Hintergrund gerückten Instrumenten lässt TRI STATE CORNER an vielen Stellen nicht gut aussehen. Wo im Heavy Metal und im Power Metal noch fette Instrumentals und das Kokettieren mit dem Außerweltlichen und Sagenhaften eine gewisse Cheesiness rechtfertigen mögen, sorgt die wenig virtuose Abhandlung des überwiegend Weltlichen auf „Hero“ für so manchen Fremdscham-Moment.

Ein Bouzouki allein wiegt nicht alles auf

Es ist tatsächlich einzig das Bouzouki, das es stellenweise schafft, den Hörer wirklich in die Songs reinzuziehen. Zwischen IN EXTREMO und ORPHANED LAND machen TRI STATE CORNER vornehmlich in diesen Momenten Spaß. Auf der Kehrseite der Medaille fällt das Fehlen des lautenartigen Instrumentes an fast allen Stellen, an denen es mehr im Hintergrund agiert, umso schmerzlicher auf.

„Hero“ ist ein relativ gutes Beispiel dafür, dass sich mit einem herausstechenden Alleinstellungsmerkmal allein als Band noch lange nicht alle Punkte von selbst einfahren – egal wie sehr man es vermarktungstechnisch und in der Musik selbst in den Vordergrund rückt. TRI STATE CORNER täten gut daran, künftig mehrgleisig zu fahren und sich neben dem Bouzouki vermehrt auf gute Texte und spannendes Songwriting zu konzentrieren.

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23.05.2018

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