Unchain - Unchain

Review

Das Leben eines Redakteurs ist schon teilweise hart. Zwischen Scheiben die man nach einigen intensiven Durchläufen rezensionistisch in Worte fassen, mischen sich auch immer wieder merkwürdige Bastarde die man so absolut in kein Schema stecken kann und oftmals etliche Wochen vom ersten Hören bis zum endgültigen Review brauchen. Umso schöner ist es dann, wenn man mal wieder auf den schweizer Hardrock aufmerksam gemacht wird: Einmal hören und der finale Eindruck steht – zweimal hören und das Review ist fertig.
Die Ehre erweist uns heute der 5-köpfer von ‚Unchain‘. Beim Anblick des Bandfotos denkt man schnell an eine typische Gute-Laune-Truppe mit Frauengesang und moderner Attitüde, doch wie sich schnell herausstellt ist das sympathisch lächelnde Mädel nur für den Bass zuständig und sorgt mit ihren männlichen Kollegen für eine Musik die nicht moderner ist, als Rock nunmal allgemein. Gute Laune macht das selbstbetitelte Debut aber trotzdem; sei es wegen den angenehm bratenden Gitarren, dem fröhlich aufgelegten Sänger, oder daran dass man in dieser 3/4 Stunde genau das bekommt was man sich wünscht: Klassischen Rock mit hoher Livetauglichkeit.
Dementsprechend ist der Innovationsfaktor auch relativ gering, und wenn man an den sympathischen Kompositionen irgendetwas auszusetzen hat, dann wohl am ehesten die mangelnde eigene Note. Erfreulicherweise muss man aber auch entgegensetzen, dass die Band zu den locker rockig/fröhlichen Songs wie den tollen ‚Secret Garden‘, ‚Dark City‘ oder ‚Sabrina‘ mit der sechseinhalbminütigen Bluesnummer ‚Yesterday‘ (welchen anderen Titel sollte ein Stück Blues auch haben?) auch einen kräftigen Gegenpol haben. Auch hier wurde das Rad nicht neu erfunden, aber so sorgfältig geschliffen dass es gleich beim ersten Durchlauf direkt ins Trommelfell rollt.
Fazit: Unchain haben eindeutig Potential und dürften live kaum Zeit für Zweifel lassen. Wer sich gut gelaunt in den Sommer rocken will, oder noch einen jugendfreien Soundtrack für ein Grillbesäufnis im Garten sucht, ist mit dem selbstbetitelten Album gut bedient. Ansonsten gefiel mir im melodischen Hardrock Bereich die letzte Charade doch noch etwas besser…

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30.04.2005

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