Unrest - Back To The Roots

Review

Hmm? Hab ich irgendetwas verpasst? Haben UNREST auf ihren letzten Scheiben die Experimente für sich entdeckt? Ich glaube nicht, besser gesagt ich weiß, dass dem nicht so ist. Warum dann „Back To The Roots“? Okay, das Album wird als Comeback angepriesen, kann man machen, muss man aber nicht. Denn schließlich kam das letzte Lebenszeichen noch 2001 in Form von „Bloody Vodoo Night“ in die Läden.

Nun, fünf Jahre später, sind die Mannen um Sänger Sönke Lau wieder am Start. Verändert hat sich die Mucke von UNREST jedoch nicht. Im Gegensatz zu den Meisterwerken „Cold Steel Whisper“ oder „By The Light Of The Moon“ wollen die Tracks des neuen Albums teilweise aber nicht so ganz zünden. Die Band bietet klischeevollere Texte denn eh und je. Z.B. bei „A Legend Is Born“, wo textlich etwas dreist von IRON MAIDENs „Run To The Hills“ geklaut wurde, gewollt oder ungewollt. Auf Dauer nervt dieser rote Faden etwas, wenn immer wieder die gleichen Phrasen benutzt werden. Dennoch, Fans dieses teutonischen Themas kommen natürlich voll auf ihre Kosten.

Die Produktion ist wuchtig, aber etwas ungleichmäßig ausgefallen, die Gitarren geraten teilweise zu sehr in den Hintergrund, dafür ist der Bass sehr präsent, was schlussendlich jedoch Geschmackssache ist. Sönke Lau hat auch schon mal mit mehr Power und Emotion gesungen, hier besteht Verbesserungsbedarf.

Dennoch sind ein paar Perlen auf dem Album zu finden. Als Anspieltipp ist der Opener „Go To Hell“ zu nennen. Auch „Don´t Stop“, welches schön stampfend agiert, ist nicht von der Bettkante zu stoßen. Als klarer Sieger geht jedoch „We Will Rock“ aus dem Kampf heraus. Coole, UNREST-typische, Nummer, die sich als Hit erweisen könnte. Leicht bekommt man den Eindruck, dass die wirklichen Kracher zum Schluss aufgehoben worden sind. Denn die B-Seite ist definitiv stärker als die A-Seite. Merkwürdig, aber Fakt. So auch „Breaking The Chains“, bei dem straighter Metal gespielt wird. Starke Nummer.

UNREST sind wieder auf dem richtigen Kurs. Mit „Back To The Roots“ werden vielleicht keine neuen Fans gewonnen, die alten aber auch nicht enttäuscht, im Gegenteil. Wer auf PRIMAL FEAR, WIZARD, SINNER und Co. abfährt, kann hier rein gar nichts falsch machen.

Ach ja, die im Handel erhältliche Version beinhaltet noch das vergriffene Album „Watch Out“ aus dem Jahre 1997. Value for money!

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21.11.2006

Der metal.de Serviervorschlag

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