Void Of Sleep - New World Order

Review

Mit ihrem zweiten Album „New World Order“ bringt das Quartett VOID OF SLEEP eine wahre Wucht an dissonanten, vertrackten Riffs mit sich. War das Debüt „Tales Between Reality And Madness“ deutlich Sludge-lastiger, begeben sich die Italiener mit ihrem Zweitwerk in deutlich progressivere und doomigere musikalische Landschaften.

Es gibt nur eine Handvoll Bands, die es schaffen, den Hörer von Anfang bis Ende des Albums in die Atmosphäre der Musik einzubinden. VOID OF SLEEP gehören zu dieser Handvoll. Mit dem ersten schleppend-dissonanten Gitarrenriff des Openers „The Devil’s Conjuration“ ist man von der okkulten, düsteren und mysteriösen Atmosphäre gepackt. Ein Problem bei der Verwendung vieler Dissonanzen ist oft die fehlende Eingängigkeit, doch auch hier können die Italiener glänzen. Die vertrackten Riffs des Openers oder auch von „Ordo Ab Chao“ prägen sich im Gehirn ein. Besonders eingänig ist die Gitarrenspur von „Slaves Shall Serve“, die als Harmonie-Lick gespielt wird.

Auffällig ist die überragende Leistung vom Bassisten Paso. Ein Merkmal des Albums ist, dass der Bass meist eine ganz andere, aber passende Spur als die Gitarre spielt. Somit wird nicht nur Dynamik ins Spiel gebracht, sondern auch das Klangfeld der Musik um ein Vielfaches erweitert. Am ehesten könnte man Pasos Basspiel mit einer Mischung aus TOOLs Justin Chancellor, RUSHs Geddy Lee und einer großen Menge an eigener VOID OF SLEEP-Note beschreiben.

Nach dem überaus mysteriösem Fill-in „Lords Of Conspiracy“, in dem Audioausschnitte unter anderem von US-Präsidenten verwendet werden, beginnt eine Veränderung in der Musik. War es auf den vorherigen Songs doomiger, tritt die progressivere Seite auf den letzten beiden Tracks deutlicher in den Vordergrund. Somit sind mit „New World Order“ und „Ending Theme“ zwei melodische Prog-Epen auf der Platte zu hören.

Zum Schluss ist „New World Order“ von VOID OF SLEEP ein großartiges Album voller eingängiger und vertrackter Riffs und klugem Songwriting. Zudem kreieren sich die Jungs ihren eigenen Sound auf der Platte, was heutzutage für neue Bands schwierig ist.

13.11.2015

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