Voodoma - Reign Of Revolution

Review

Da sind sie wieder! Vor etwa zwei Jahren hatte ich schon einmal eine Scheibe der Düsseldorfer VOODOMA auf dem Tisch. Was damals auf „Dimension V“ noch grundsolider Hard Rock mit zahlreichen Zitaten und eingängigen Melodien war, präsentiert sich heute deutlich power-metallischer und zupackender. Musikalisch bieten die Westfalen, wie schon auf dem Vorgänger, noch immer solide Hausmannskost, ohne große Ausreißer nach oben oder unten. Wirklich gestört hat das zwar nie, ewig kann man aber nicht mehr auf dem Sympathiebonus herumreiten, den die eingängigen Songs damals mitbrachten.

Besonders jetzt, wo man nach der Kurskorrektur deutlich härtere und ernstere Töne anschlägt, sollte auch spielerisch und kompositorisch nachgelegt werden. Wenig zu meckern gibt es an den melodischen Leads, die schön klassisch die Nähe zu MAIDEN’schen Glanztaten suchen, und an einigen wirklich gelungenen Arrangements, die ganz in der Tradition deutscher Heavy Metal-Heroen stehen. Ein wenig zu weit lehnt man sich neuerdings dagegen bei den Vocals aus dem Fenster. Besonders in den höheren Lagen und bei den Backing Vocals (gar nicht schön in „Vive Le Roi!“) steht man da teilweise auf ziemlich wackligen Beinen.

Wie schon bei der letzten Scheibe geizt das Quintett auch diesmal nicht mit der Spielzeit. Ganze 17 Tracks (incl. dreier Bonustracks, von denen allerdings nur einer ernstzunehmen ist) bringen eine Spieldauer von einer knappen Stunde auf die Waage. Und das bringt uns direkt zum Knackpunkt: gemessen an der Qualität der Songs hätte es die Hälfte auch getan. Denn „Reign Of Revolution“ weiß nicht so recht, was es will. Auf der einen Seite wissen die ganzen GRAVE DIGGER- und HELLOWEEN-Anleihen (z.B. in „Under The Gun“ oder „Brotherhood“) und die catchy Songs zu gefallen, auf der anderen Seite stehen den Höhepunkten auch genug fade Tracks (z.B. „White Lies“, „Rude Awakening“, „Fallen Heroes“) gegenüber, die der Platte den Wind aus den Segeln nehmen. „Dimension V“ konnte da mit einem besseren Verhältnis überzeugen.

Insgesamt konnte ich mit dem Vorgänger mehr anfangen, da der Band der etwas ungezwungenere Hard Rock meiner Meinung nach besser zu Gesicht stand als das „neue“ Power Metal-Gewand. Schade drum!

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07.01.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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