Voodoo Circle - Locked & Loaded

Review

Galerie mit 6 Bildern: Voodoo Circle - Knock Out Festival 2011

Vor drei Jahren zeigte sich Gitarrist Alex Beyrodt noch begeistert von der Arbeit mit Sänger Herbie Langhans für das damals aktuelle VOODOO CIRCLE-Album „Raised On Rock“. Nach der plötzlichen und alles andere als glimpflich verlaufenen Trennung von Frontmann David Readman schien es so, als sei da eine Tür für immer zugegangen. Doch jetzt kommt „Locked & Loaded“. Wieder mit Readman.

Das ist aber noch nicht alles. Am Schlagzeug sitzt nämlich Markus Kullmann, womit VOODOO CIRCLE wieder in der Besetzung agieren, die 2011 das grandiose „Broken Heart Syndrome“ vorlegte. Und verdammt noch mal, ist das gut so.

VOODOO CIRCLE waren nie besser

Nicht falsch verstehen, sowohl „Raised On Rock“ als auch dessen Vorgänger „More Than One Way Home“ und „Whisky Fingers“ waren gelungene Hardrock-Alben. Aber was VOODOO CIRCLE heuer auf „Locked & Loaded“ abfeuern, ist auf einem anderen Level. Das Quartett verströmt eine Spielfreude, als sei hier eine aufstrebende Rockband in ihren 20ern am Werk, nicht gestandene Männer, die längst wie Vollprofis agieren.

Der unwiderstehliche Groove von „Wasting Time“, die leicht psychedelische Schlagseite im Intro von „Magic Woman Chile“ oder der straight nach vorne rockende Opener „Flesh & Bone“ machen schon früh klar, dass VOODOO CIRCLE in voller Stärke zurück sind. Beyrodts Riffs sitzen so tight wie lange nicht mehr. Seine Soli sind – wie immer – nicht von dieser Welt.

Readman zeigt derweil, warum das Stelldichein mit Langhans nicht lange gehalten hat. Letzterer leistete zwar solide Arbeit, klang aber schlussendlich wie ein zweitklassiger David Coverdale. Readman ist da ein ganz anderes Kaliber. Mit seiner rauchig-bluesigen Stimme sorgt der für Gesangslinien, die unter die Haut gehen. Hinter alten Helden wie Ian Gillan oder Glenn Hughes braucht sich dieser Mann nicht verstecken. Er spielt in der selben Liga.

„Locked & Loaded“ hat nur minimale Schwächen

Ganz perfekt ist „Locked & Loaded“ bei aller Begeisterung über die neue, alte Frische aber nicht. In den mehr als 50 Minuten Laufzeit haben sich auch Nummern eingeschlichen, die maximal solide sind. So hängt die etwas unspektakuläre Singleauskopplungen einem Kracher wie dem Titelsong hinterher. Das trübt den Gesamteindruck aber nur minimal.

Nach dem Scheißjahr 2020 eröffnen VOODOO CIRCLE das neue Jahr mit einem absoluten Hardrock-Hammer. „Locked & Loaded“ ist ein absolutes Muss für alle Genrefans und die, die es noch werden wollen.

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06.01.2021

"Irgendeiner wartet immer."

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