Warmen - Japanese Hospitality

Review

Mit Soloprojekten ist das so eine Sache. Zwar kann der Künstler neue Wege beschreiten und Musik schreiben, die in der Haupt-Band undenkbar wären. Andererseits merkt man den Songs oft an, dass sie nicht mit einer eingespielten Band entstanden sind. So ist auch der neue Output „Japanese Hospitality“ des CHILDREN OF BODOM-Keyboarders Janne Wirman eher ein professionelles Sammelsurium von Ideen als ein stringentes Album.

WARMEN setzen den eingeschlagenen Weg fort: Instrumentals werden weniger und Songs mit GastsängerInnen mehr. Das namensgebende Instrumental „Japanese Hospitality“ eröffnet mit einem pumpernden Keyboardsample und einem trockenen Gitarren-Riff das Album. Die Gebrüder Wirman liefern sich ein typisches musikalisches Duell, aber auch der Drummer und der Bassist dürfen mal ein kurzes Solo spielen. Auf dem Rest des Albums haben sie keinen nennenswerten Auftritt mehr. Ein netter Auftakt, aber kein besonderes Instrumental, von dem es auch nur noch ein weiteres auf dem Album gibt. Das ist auch gut so, denn die Instrumentalstücke gehören zum schwächeren Material des Albums. Gehen Janne „Warmen“ Wirman langsam die Ideen aus?

Dafür dürfen gleich fünf GastsängerInnen auf „Japanese Hospitality“ ihre Stimme verewigen: Jonna Kosonen (die sang schon auf dem Vorgängeralbum), Timo Kotipelto (STRATOVARIUS), Pasi Rantanen (ex-THUNDERSTONE), Alexi Laiho (CHILDREN OF BODOM) und Marko Waara (ex-TUNNELVISION). Die Songs, sei es „Eye Of The Storm“ mit Kotipelto oder das gute-Li-La-Laune-Stück „Don’t Bring Her Here“ mit Kosonen, haben einen starken Power Metal-Einschlag und bewegen sich allesamt im mittleren Tempo-Bereich. Allein „High Heels On Cobblestone“ mit dem CHILDREN OF BODOM-Frontmann Laiho hat etwas mehr Biss. Etwas mehr Biss hätte auch den zwei Coversongs „Black Cat“ (JANET JACKSON) und „Seperate Ways“ (JOURNEY) gut getan, denn die klingen im Großen und Ganzen wie die Originale.

Wer an den WARMEN-typischen Duellen zwischen Keyboard und E-Gitarre seine Freude hat, findet die auch auf „Japanese Hospitality“ wieder. Janne Warman macht im Prinzip da weiter, wo er mit „Accept The Fact“ aufgehört hat. Professionell spult er sein Repertoire runter, Ausrutscher leistet er sich nicht. Eine Empfehlung kann ich dem Album trotzdem nicht aussprechen, denn dafür bleibt es etwas zahnlos. Mitreißende Songs oder Gänsehautmomente gibt es nicht und das sind für ein Power Metal-Album nun mal Pflichtkriterien.

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25.08.2009

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