Warp Chamber - Implements of Excruviation

Review

Soundcheck Dezember 2020# 29

Die US-Amerikaner WARP CHAMBER sind große Old-School-Fans, genauer des europäischen beziehungsweise finnischen Todesstahls während der 90er (CONVULSING, ABHORRENCE). Groove, Raserei, ein wenig Gefrickel, aber auch Friedhofsgeröchel finden hier statt. 2016 bereits gegründet, erblickt Debüt „Implements Of Excruciation“ tatsächlich erst 2020 nach einem Demo aus dem Jahr 2018 das Licht der Welt. Nur vier Songs bei 30 Minuten Spielzeit lassen schon erahnen, dass WARP CHAMBER sich Zeit nehmen. Death-Doom gibt es hier trotzdem nicht, zumindest nicht in gleichmäßiger Gewichtung. Eher kommen längere Tracks von MORBID ANGEL, INCANTATION oder FUNEBRARUM in den Sinn. Gerade auch kleine Einfälle, wie das angetäuschte Fade-Out beim Opener „Abdication Of The Mind“, welches kurz vor Schluss noch einmal in eine Mid-Tempo-Passage ausgewalzt wird, die BOLT THROWER Konkurrenz macht, sind sehr gelungen.

„Implements of Excruciation“ ist ein schwarzes Loch – nicht viel zu sehen, trotzdem anziehend und verschlingend

Auch der Sound kommt authentisch daher: Die klasse produzierten, aber nicht sterilen Gitarren mit den Pinch-Harmonics und auch das präsente, aber nicht klinisch tote Schlagzeug und der hörbare Bass tragen zum Höhlensound erfolgreich bei. Die Songs haben oftmals keine klar abgegrenzte Vers/Strophe-Struktur, Soli sind rar gesät. Es wird ganz auf das Erzeugen der morbiden Atmosphäre gesetzt, was außerordentlich gut gelingt. Ein wenig mehr Wiedererkennungswert oder schmissige Riffs wären aber trotzdem nicht verkehrt. Wobei „Exultant In Chthonic Blasphemy “ mit seinen sehr an DEMILICH erinnernden Riffs, die kreuz und quer schlagen, sich schon ziemlich gut macht.

WARP CHAMBER dürften jeden 90er Jahre Death-Metal-Fan zufrieden stellen

Wie man es dreht und wendet: Auch WARP CHAMBER erfinden das Rad nicht neu, bringen aber grundsoliden Todesstahl nach ihren Vorbildern auf Platte und halten sehr viel Potential für folgende Alben bereit. Gleichzeitig erzeugen sie eine unglaublich einnehmende und auch sehr authentische Atmosphäre, die anderen Konkurrenten einfach abgeht. Jeden Fan von 90er-Jahre-Death-Metal müssten WARP CHAMBER mit ihrem Debüt „Implements of Excruciation“ also zufrieden stellen.

10.12.2020

"You can't spell Funeral without Fun!"

Der metal.de Serviervorschlag

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