Zirakzigil - Worldbuilder (Re-Release)

Review

ZIRAKZIGIL aus Portland, Oregon, sind ein Trio von Tollkien-Enthusiasten, wie der Name ja schon erahnen lässt. Der Name des Debüts „Battle Of The Peak“ unterstützt diesen Eindruck natürlich, auch wenn man sich auf dem Folgewerk „Worldbuilder“ thematisch etwas freier bewegt.

Das Trio spielt eine Art progressiven Sludge, als dessen progressivere Einflüsse Klassiker wie KING CRIMSON, RUSH und YES genannt werden. Auch klassische Musik diente der 2013 formierten Gruppe als Inspiration. Und tatsächlich vermengen die US-Amerikaner diese Elemente in origineller Art und Weise.

ZIRAKZIGIL – eine Sludge-Symphonie?

Das besondere nämlich am Stil von ZIRAKZIGIL ist, dass die Songs, allesamt überlang natürlich, zusammen hängen und sich durch wiederkehrende Motive und geradezu expressives Songwriting auszeichnen. Es wirkt fast so, als seien sie wie eine Symhonie geschrieben, wobei Symphonie hier natürlich kein Geigengefidel meint.

Natürlich spielen ZIRAKZIGIL in bester Prog-Tradition nur zu gerne mit den Erwartungen der Hörer, ganz besonders im einleitenden „Kategoria“, dessen Anfang Erinnerungen an YES‘ „Heart Of The Sunrise“ wach werden lässt – inklusive schöner Steve-Howe-Gedenk-Gitarre. Sie spielen ein Motiv an und scheinen dieses zu wiederholen, schlagen dann aber einen fiesen Haken entweder durch das Wechseln der Harmonie oder des Tempos.

Kontrastiert wird die überraschend lebhafte Instrumentierung durch den genretypisch aggressiven Gesang, der sich jedoch wunderbar ins Klangbild einfügt. Man könnte ihn im Grunde als ein zusätzliches Instrument betrachten.

Eine sinnvolle Wiederveröffentlichung

Mit „Worldbuilder“ haben ZIRAKZIGIL ein wirklich interessantes Werk aus der Taufe gehoben – ein Album, in dem man versinken und auf Entdeckungsreise gehen kann. Es hat durchaus seine unrunden Momente, als da wären unnötige Längen im dritten Stück „Will And Presentation“. Dennoch bieten die US-Amerikaner über eine knappe Stunde beste Unterhaltung, die nun durch den Bonustrack „Prolegoria“ ergänzt worden ist.

„Worldbuilder“ erschien eigentlich schon 2015 und wurde von der Band selbst vertrieben. Allerdings sind Prosthetic Records auf die Leistung von ZIRAKZIGIL aufmerksam geworden und haben das ursprünglich in kleiner Auflage erschienene Album neu aufgelegt. Und wir können den Damen und Herren beim Label nur danken, dass sie das getan haben. Denn es wäre sehr schade gewesen, wenn dieses Album im Strom der Zeit verloren gegangen wäre. In diesem Zusammenhang wäre natürlich auch eine kräftigere Produktion denkbar gewesen.

Wer weiß, was ZIRAKZIGIL nun mit Label im Rücken zu bewirken imstande sein werden…

19.06.2016

Sitzt, passt, wackelt, hat Luft.

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