Black Listed Friday
Die 6+6+6 der Woche

Special

Dying Victims! Der „Black Listed Friday“ Nr. 33 opfert die Langeweile wie immer der metallischen Bildung. Die „6+6+6 der Woche“ benennen Ersterbenswertes unterschiedlicher Genres und gedenken auch einer Zeit, in der „Opfer“ noch kein Schimpfwort war.
In der Regel.

Die 6 zentralen akustischen Attacken in KREATORs „Dying Victims“

1. Your scream for: your lives/your god (no one will hear you!/he is dead!)
2. Ugh (!)
3. Sounds of battle
4. Sounds of death
5. Sounds of hellish pain
6. Sounds of metal

Die 6 zentralen akustischen Attacken von Florian Grills „Dying Victims“

1. VENATOR – „Psychodrome“ (2025)
Themen laut Metal-Archives: berechtigt (Fighting, Rebellion, Horror). Oberlippen laut Bandfotos: bewachsen. Freundinnen und Freund des klassischen Heavy Metal: begeistert. (Denn gegen W.A.S.P. in gut ist nichts zu sagen oder auszurichten.)
2. ARMORY – „Mercurion“ (2022)
Wie auf den Alben zuvor gehen die Schweden mit einer verbeulten Fünf-Mann-Rakete und überdimensionaler Abgaswolke rumpelnd auf ihre Entdeckungstour ins All. Das schon lange nicht mehr minderjährige Gefährt ist optimistisch betankt mit dem Adrenalin der alten (AGENT STEEL, Berufsschul-BLIND-GUARDIAN) und einiger jüngerer Helden (RANGER), deren Logos das Fenster des Cockpits bis auf kleine Sicht-Schlitze rigoros zukleben. Nach links und rechts schaut niemand.
3. FREEWAYS – „Dark Sky Sanctuary“ (2024)
Wer seit langem nur mit THIN LIZZY und WISHBONE ASH bekleidet eine Rocksacktour durch die Weiten Kanadas vorhatte und noch auf der Suche nach Ortskundigen war: bitte sehr.
4. NAEVUS – „Back Home“ (2025)
Melodisch-melancholisch-emotionaler Doom ohne pathetischen Kitsch bzw. kitschiges Pathos ist sowohl selten als auch eine Königsdisziplin. Und zu Hause in Bietigheim-Bissingen.
5. ZERRE – „Rotting On A Golden Throne“ (2026)
Vollkontakt-Thrash mit dem Tanzbein im Hardcore zieht spätestens seit MUNICIPAL WASTE und POWER TRIP auch in diesem Jahrtausend vor jeder Bühne rabiat seine Kreise. Die Könige wären ZERRE, gelänge ihnen auch noch ein Beitrag von … dem Sänger von TANKARD.
6. KONTACT – „Full Contact“ (2024)
Welche Welt VOIVOD als kauzige Heavy-Metal-Variante braucht? Wir v-e-r-s-t-e-h-e-n die Frage nicht. Und allen anderen halbwegs normalen Spinnern in allen anderen Welten geht es auch so.

Die 6 akustischen Attacken, für die man a) eher sterben würde, als sie zu opfern – oder b) andersherum

1. a) Metal (MANOWAR)
2. a) Metal von MANOWAR (Manowarriors)
3. a) Früher Metal von MANOWAR (erstaunlich viele/„ganz eigene Atmosphäre“, „der wahre Spirit – wie bei mittleren BATHORY“, „heute kommen da höchstens noch ATLANTEAN KODEX ran“ etc. pp)
4. b) Metal (Wimps)
5. b) Metal von MANOWAR (Posers)
6. b) Mittlerer und später Metal von MANOWAR (Wimps and Posers)

10.07.2026

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6 Kommentare zu Black Listed Friday - Die 6+6+6 der Woche

  1. motley_gue sagt:

    Hach, in den 90ern war sogar Crematory noch hörbar, auch wenn diese Nummer zu den schlechteren von Trabsmigration gehört.

    Hat hier irgendwo jemand Manowar gesagt?

  2. destrukt. sagt:

    Ich glaub, ich bin für den Metal schon gestorben, weil ich Manowar echt kacke finde. 🤷‍♂️

  3. metal-maniac sagt:

    Ja, das dürfte dann wohl sein. Die Alben bis zur Kings of Metal sind einfach großartig und in ihrem Einfluss wahrscheinlich kaum zu überbieten auch wenn das heute verständlicherweise keiner mehr zugeben möchte. Vom Image her konnte ich das aber auch noch nie für voll nehmen 😀

  4. Lysolium 68 sagt:

    Manowar oder auch Virgin Steele sind halt langjährige Begleiter und gute Freunde. Denen kündigt man nicht die Freundschaft selbst wenn Sie sich mal daneben benehmen und Stuss reden. Ich stehe auch noch auf die Scorpions selbst wenn ich heute nur noch die Siebziger Phase mag egal wie oft danach Wind of Change gepfiffen wurde.

    „Welche Welt VOIVOD als kauzige Heavy-Metal-Variante braucht? Wir v-e-r-s-t-e-h-e-n die Frage nicht. Und allen anderen halbwegs normalen Spinnern in allen anderen Welten geht es auch so.“
    Für mich die einzig richtige Antwort.

  5. destrukt. sagt:

    Ja, manchmal kannst halt nichts machen, wenn der Funke nicht überspringt. Crematory hingegen hör ich auch heute immer noch gerne. Meine damit aber natürlich die Schweden, die irgendwann in den Endnullern wie viele andere Bands (Epitaph, Utumno, Nirvana2002, Excruciate etc.) Ihre Demos/EPs nochmal als gesammelte Compilation rausgebracht haben. Sehr hörenswert. Versöhnungsangebot für den Metal.

  6. turbohorst sagt:

    Hab mir soeben Kontact angehört. Das geht irgendwie gar nicht…oder doch?! Das ist sowas von gegen den Strich gebürstet und bescheuert.
    Ich bin eigenartig fasziniert. Kann mir vorstellen, dass mich das doch nicht loslässt. Das Albumcover vom genannten Full Contact ist auf jeden Fall eine klare 10.