
VERMOCRACY ist eine Melodic-Death-Metal-Band aus Wien, die mit „Of Failing And Fading“ ihr drittes Album veröffentlicht. Der Vorgänger „Age Of Dysphoria“ erschien über MDD Records – die neue Platte bringt die Band in Eigenregie heraus. Stilistisch bleibt sich die Gruppe treu: ein klar definierter, puristischer Ansatz, der stark von den 90er- und frühen 00er-Jahren geprägt ist. Damit richtet sich das Album vor allem an Fans klassischer Vertreter des Genres wie DARK TRANQUILLITY oder AT THE GATES, ohne dabei wie eine bloße Kopie zu wirken.
VERMOCRACY singen vom Scheitern und Verschwinden
Der Sound der Österreicher verbindet klassische Elemente mit einem zeitgemäßen Produktionsansatz. Auf Keyboards oder Klargesang verzichtet die Band vollständig und legt den Fokus auf melodisch ausgearbeitete Gitarrenarbeit sowie variantenreiche Screams, die zwischen Aggression und Emotion wechseln. Die Rhythmussektion sorgt für ein stabiles Fundament, bleibt präzise und unterstützt die Dynamik der Songs, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Inhaltlich kreisen die Texte um Themen wie Scheitern, Selbsttäuschung und Vergänglichkeit. Die Stücke sind abwechslungsreich arrangiert und variieren in Tempo und Intensität, wodurch das Album über die gesamte Laufzeit hinweg spannend bleibt. Zwar fehlt ein klarer Hit mit Single-Potenzial, doch die gleichbleibende Qualität sorgt für einen geschlossenen Gesamteindruck.
Die Produktion von „Of Failing And Fading“ ist gut, erdig und zeitgemäß. Statt auf Bombast und omnipräsenten 7.1-Sound setzt VERMOCRACY auf einen reduzierten, professionellen Ansatz, der besonders die flinken, einprägsamen Leadgitarren hervorhebt.
„Of Failing And Fading“ ist ein gutes drittes Album
Wer die Aussage vom „wegweisenden dritten Album“ geprägt hat, möge sich melden. VERMOCRACY haben mit „Of Failing And Fading“ eine gute Scheibe veröffentlicht, die sich Melodic-Death-Fans problemlos anhören können. Ob sie zum Klassiker wird, bleibt offen, doch im Vergleich zum Vorgänger, den wir damals im Regal stehen ließen, ist dieser Output definitiv ein Ohr wert.

Jannik Kleemann































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