
Afsky und Yoth Iria
Die nordisch-ost-europäische Entourage in München
Konzertbericht
Mit dem 2025 erschienen „Fællesskab“ ist die One-Man-Show AFSKY noch einmal auf Headliner-Tour. Natürlich geben sich auf der Bühne Mitstreiter neben Bandchef Ole Pedersen Luk die Ehre. Denn auch wenn der Mann mit seiner Musik tieftraurige Atmosphäre schafft, klingen die Produktionen nicht nach kaputtem Kinderradio und fehlender Kunstfertigkeit. Im Gegenteil.
Unterstützung aus Griechenland
Heute werden die Dänen mit freundlicher Unterstützung aus Südeuropa angeheizt, beziehungsweise natürlich das Publikum. YOTH IRIA sind auf dem Papier zwar mitnichten die älteste aller griechischen Black-Metal-Bands. Mit gestandenen Musikern haben wir es aber trotzdem zu tun. Der Fokus richtet sich dabei natürlich auf Jim Mutilator (ROTTING CHRIST, VARATHRON, uva.), aber auch das Gesamtbild stimmt.
Die Backstage Halle füllt sich recht gut, die Stimmung ist hervorragend und wir zucken ein paar Mal zusammen, als Frontmann He zu den Clean-Vocals ansetzt, die nicht unbedingt en pointe sind. Aber egal: YOTH IRIA präsentieren ihre neue Platte „Gone With The Devil“ vorbildlich und machen uns Appetit auf mehr.
Unbegründete Sorgen
Während dem Changeover denken wir mit Schrecken an die 2024er Show von AFSKY zurück. Damals als Opener für 1349 und KAMPFAR, hatten die Dänen mit einem wahrlich unterirdischen Sound zu kämpfen, was sich wiederum auf die Performance übertrug. Luk ist allerdings ein Sonnenschein, der ohne Allüren auskommt und stattdessen ungefiltert auf die Bühne tritt und mit seinem Habitus also die tiefschürfende Musik visuell konterkariert.
Das ist aber immer wieder schön, zumindest wenn man auf schnörkellose Gitarrenmusik abfährt, die eben auch ohne Show-Elemente (und sei es nur ein Bühnenoutfit) auskommt. Während dem Mann hinter AFSKY zwei Gitarrensaiten auf einmal reißen (was wir eventuell als Zeichen für sein Engagement werten), steigt das Publikum schnell in das Konzert ein. Die Stimmung schwillt an und bleibt vorzüglich. Was jetzt noch fehlt, ist ein neues AFSKY-Album und eine weitere Tour, denn in dieser Qualität kann Ole Pedersen gerne regelmäßig zu Besuch kommen.
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Oliver Di Iorio
































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