Dawn Of Disease
Dawn Of Disease

Interview

Mit „Through Bloodstained Eyes“ veröffentlichten DAWN OF DISEASE Ende letzten Jahres ihre erste MCD. Obwohl die Band erst 2003 mit ihrem Dienst begann, konnten sie bereits eine interessante Veröffentlichung vorweisen. Grund genug einmal Sänger Thomas und Gitarrist Alex näher auf den Zahn zu fühlen.

Dawn Of DiseaseEure MCD ist ja schon ein Weilchen draußen. Was gab es für Reaktionen seitens der Presse/Fans?

Thomas: Bisher überwiegend gute Reaktionen. Vor allem bei der Presse scheint das Teil recht gut angekommen zu sein. An den Fans arbeiten wir grad, müssen ja erstmal alle auf uns aufmerksam werden, aber da scheint es auch überraschend vielen zu gefallen. Man kann also nicht meckern.

Habt ihr schon die Schnaue voll von Interviews oder gehts noch? ;D

Thomas: Haha. Es geht. Also wir sind froh über jedes Interview was wir kriegen können. Sind auch gar nicht so wenige was mich einerseits freut, andererseits es doch schon eine Art von „Anstrengung“ mit sich bringt und man manchmal einfach keine drauf Lust hat.

Als junge Band hat man es ja nicht einfach, jedoch bist Du ja ein Typ, der überall
seine Ohren nach Gigs und weiteren Möglichkeiten für die Band offen hält. Wie sind da
Deine Erfahrungen mit Veranstaltern, Magazinen, etc.?

Thomas: Meine Erfahrungen?! Naja, ich glaube wenn man den Leuten lang genug aufn Sack geht, geben die irgendwann mal auf, hahaha. Nein, also man muss manchmal schon wirklich oft nachhaken, um überhaupt irgendwas zu erreichen. Dann sollte man versuchen zu allen regelmäßigen Kontakt zu halten, aber das ist irgendwann wirklich verdammt schwierig. Genau so gehts den Veranstaltern. Die kriegen doch tausende von Bewerbungen, wie sollen die da noch den Überblick behalten?! Da geht auch schon mal die eine oder andere E-Mail von einer Band verloren bzw. man wird vergessen. Ärgerlich, sicherlich, aber irgendwie kann mans auch verstehen. Ganz tolle Erfahrungen waren Angebote sich in ein Package „einzukaufen“. Dass Support-Acts bei Touren blechen müssen ist ja gängig, aber dass die Bands die bei einem Date als lokaler Support spielen wollen, bezahlen müssen, verstehe ich nicht…

In wieweit nehmt ihr euch etwaige Kritik in Reviews etc. zu Herzen? Ist das ein
Ansporn für euch Aspekte eurer Musik zu verbessern oder bleibt ihr eurer Linie treu?

Alex: Genrell ist es so, dass wir als Band mit der Musik, die wir machen, zufrieden sein müssen. Das soll aber nicht heißen, dass wir uns komplett gegen Kritik von außen abschotten. Wenn jemand eine fundierte Meinung zu unserer Musik hat, kann er sie gerne äußern und man kann darüber diskutieren. Genauso verhält es sich mit Reviews, wenn man erkennt, dass der Autor sich differenziert mit der Scheibe auseinandergesetzt hat, können wir auch mit negativer Kritik leben. Leider ist es aber so, dass uns auch Reviews erreichen, bei denen es offentsichtlich ist, dass sich der Autor nicht die Mühe gemacht hat oder keine Lust hatte, die Musik genau anzuhören. Insgesamt ist es so, dass wir unseren Stil bestimmt nicht ändern werden, nur weil jemand von außen das gerne hätte.

Ihr habt ja bereits einige Konzerte mit DOD absolviert, wie verliefen diese? Seid
ihr eher eine Proberaum-Band oder macht euch das Spielen auf der Bühne Spaß?

Thomas: Das Spielen auf der Bühne macht auf jeden Fall Spaß. Proberaum-Band sind wir also eher nicht. Die Konzerte verliefen bisher gut, allerdings ist da in Zukunft noch eine Steigerung zu erwarten (wäre schlimm wenn nicht, haha). Ich glaube mir persönlich haben die Gigs in Köln-Hürth, in Dortmund, sowie in Lörrach am besten gefallen. Wobei vor allem die Resonanzen in Köln-Hürth und Lörrach sehr gut waren. Dann gibts natürlich noch die Gigs wo man sich freut überhaupt mit den Bands auf der selben Bühne stehen zu dürfen, wie zum Beispiel bei SUFFOCATION und VADER.

Dawn Of Disease

Wie sieht es auf dem Live-Sektor aus? Habt ihr noch weitere Konzerte in Planung?

Thomas: Weitere als die, die schon feststehen?! Ne, da ist nix weiteres geplant. Wir spielen noch die anstehenden Gigs (@ Leser: siehe Homepage) und kümmern uns vorerst nicht um weitere, um somit genügend Zeit zu haben neues Material zu schreiben um vielleicht noch Ende des Jahres was Neues zu veröffentlichen. Vielleicht kriegen wir ja aber noch eine Zusage für ein Sommer Open Air Festival?! Haben noch nicht von allen eine Antwort bekommen, aber ich glaub nicht daran, dass da noch was (positives) kommt…aber dann 2006 mit neuem Material vielleicht, hehe.

Das Cover eurer MCD ist ja recht blutig ausgefallen. In wieweit unterstreicht es
euer Bandkonzept bzw. eure Lyrics?

Thomas: Lyrics wohl sehr, da die Texte auch in diese „Gore“-Schiene gehen, also typisch Death Metal eigentlich. Mir gefällts und es passt einfach zur Musik. Alles recht old school. Ich denke, wenn man sich Titel und Cover unserer CD anguckt, kann man sehr gut abschätzen was einen musikalisch erwartet. Für das Cover hatten wir selber nicht so wirklich eine genaue Idee, sondern haben einigen Leuten gesagt wir brauchen ein Cover und die sollen mal schauen, was die so zaubern und haben uns letztendlich für dieses entschieden, ohne bewusst zu wollen, dass es so aussieht. Unter dieser Seite (www.bestial.brutaldeath.de) könnt ihr auch andere Arbeiten von Marian Waibl anschauen, welcher unser Cover designt hat.

Ihr habt ja hier und da auch ein paar griffige Melodien eingebunden. Welche Bedeutung haben sie für euch oder eure Musik? Im Grunde ballert ihr mit DOD ja sonst ganz gut durch.

Alex: Da ich fast alle Riffs schreibe, kann ich sagen, dass die Melodien, von den du sprichst eher ganz von alleine und zufällig kommen. Wenn ich Songs schreibe setze ich mich meistens hin und spiele einfach drauf los und probier Verschiedenes aus. Wenn mir dann etwas gefällt arbeite ich weiter daran. Dabei kommen dann sowohl Melodien als auch groovige Passagen oder „Geballer“ heraus. Ich setz mich also nicht hin, mit der Absicht eine griffige Melodie zu schreiben, zumal Melodien bei DAWN OF DISEASE nur eine untergeordnete Rolle spielen, wie man bei dem größten Teil unserer Songs hören sollte.

Mit Unstoppable Media habt ihr ja gleich ein kleines Label an eurer Seite. Erzähl
doch bitte etwas mehr über UM und wie kam der Kontakt zu stande?

Thomas: Der Kontakt bestand bereits schon vor den Aufnahmen zur MCD. Den Peter von Unstoppable Media bzw. auch Unstoppable Force kennt man hier im Raum recht gut. Er hat uns auch schon mal bei sich in Steinfurt spielen lassen, wo er jeden Monat ein Konzert veranstaltet. Bis vor kurzem hat der Peter sich ja auch noch nicht als Label betätigt, hat jetzt aber in recht kurzer Zeit 6 Veröffentlichungen rausgebracht (davon sind wir Nummer 6). Ich bin ja mal sehr gespannt, was aus dem Label wird. Noch fehlts denke ich an Erfahrung und Kontakten.

Ihr seid ja auch auf dem Schwermetall-Sampler vertreten. Wie beurteilst Du die Reichweite solcher Sampler, bzw. rechnet ihr euch damit größere Chancen aus?

Thomas: Ne, also gar nicht unbedingt größere Chancen, aber da der Sampler in der Schweiz gut im Umlauf ist, hoffe ich, dass so in der Schweiz einige Leute auf uns aufmerksam werden. Immerhin machen wir nicht wirklich Promotion in der Schweiz, im Gegensatz zu Deutschland wo wir an sehr viele Mags Promomaterial schicken und Gigs spielen. Vielleicht bekommt den Sampler ja auch ein Veranstalter in die Hand und lädt uns darauf hin in die Schweiz?! Dat wäre doch mal was, habe bisher nur gutes über die Schweiz und deren Konzerte gehört. Hinzu kommt, dass es immer was anderes ist, ob die Leute den Namen der Band in einem Mag lesen (Review/Interview) oder die Musik der Band ‚hören‘. Es gibt soviele Bands, dass sich die Leute nicht mehr auf Grund eines guten Reviews die Musik anhören bzw. die Scheibe kaufen.

Dawn Of Disease

Ihr habt auf dem OsFest ja schon einen neuen Song gespielt, gibt es schon weitere Gedanken Richtung Debüt-Album? Auf welche Veränderungen kann man sich einstellen?

Alex: Der Song den du meinst heißt „Fried Genitals“ und ist der erste, den wir nach den Aufnahmen zu unserer MCD geschrieben haben. Bei dem Text dazu hab ich mal meiner Fantasie freien Lauf gelassen und ich schein wohl eine recht kranke Fantasie zu haben, hehe. Momentan schreiben wir halt an weiterem Material und wir haben auch schon gewisse Ideen wie unser Debüt klingen soll, aber da das halt nur Ideen sind, wäre es noch verfrüht hier darüber etwas zu erzählen. Aber soviel kann ich schonmal verraten, wir werden auch in Zukunft den Weg weitergehn, den wir mit „Through Bloodstained Eyes“ eingeschlagen haben. Großartige Experimente sind von uns nicht zu erwarten. Wenn man irgendwo Dawn of Disease liest, kann man sich sichern sein, dass Death Metal drin ist.

Mach doch noch ein bisschen Werbung fürs Bowels Supper III! 😉

Thomas: Werbung fürs BS ist fein, kann ich auf jeden Fall gut gebrauchen, haha. Also am 5. März veranstalte ich im Eventcenter B51 (Ex-Dütehalle) in Georgsmarienhütte-Osnabrück das Bowels Supper III – Festival. Mit dabei sind My Darkest Hate, Quo Vadis (CAN), Obscenity, Fragments of Unbecoming, Prostitute Disfigurement (NL), Disinfect und Symbiontic. Alles sehr feine Bands, wie ich finde!!! Zu dem Ganzen gibts dann noch einen Metal Markt (u.a. mit Morbid Records, Else’s Metal Mailorder, Cudgel Agency etc.) und After Show Party (Dj Corpsegrind, Rainer – Embedded/The Vast). Weitere Infos findet man auf der Homepage (www.bowels-supper.de). Unbedingt vorbeikommen!!!

Noch letzte Worte oder irgendwelche Anmerkungen?

Thomas: Dir Danke für das Interview und auch für die Photos, die du für uns gemacht hast (schaut mal auf Proserpine’s Seite www.metalshot.com). All die Leser sollten mal auf unserer Homepage (www.dawn-of-disease.tk) für weitere Infos, sowie Hörproben schauen.

Galerie mit 8 Bildern: Dawn of Disease auf dem Ragnarök 2018
28.01.2005

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