Legend Of The Seagullmen
Das Denken einfordern

Interview

Mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum sind LEGEND OF THE SEAGULLMEN erst ganz frisch in See gestochen. Die Band besteht natürlich aus erfahrenen Haudegen, die ihr Handwerk selbstredend verstehen. Und doch stellt eine Band mit einem Konzept, das über die Musik hinaus geht und sich unter anderem in der auffälligen Kostümierung der Bandmitglieder äußert, durchaus auch für Veteranen ein Stück Neuland dar. Wie es überhaupt hierzu gekommen ist und welche Abenteuer möglicherweise noch auf die Band (und damit ihre Hörer) warten, dazu stand uns Jimmy Hayward, Gitarrist der Band sowie Regisseur von Filmen wie „Jonah Hex“, Rede und Antwort.

Legend Of The Seagullmen

Jimm Hayward von LEGEND OF THE SEAGULLMEN sprach mit uns…

… über die Geschichte der Band

Unser Sänger David „The Doctor“ Dreyer ist ja in Florida aufgewachsen, ich in Kingston. Irgendwie war er schon immer von maritimen Themen fasziniert und so ist er als erstes auf die Idee gekommen, ein solches Projekt ins Leben zu rufen. Zunächst lief es erst einmal „nur“ auf ein Album mit Brent [Hinds, Anm. d. Red.] hinaus und alles drehte sich um diese Idee, ein Album, gar eine Band mit nautischer Thematik aufzustellen. Diese thematische Fokussierung ist natürlich eine Herausforderung, erlaubt gleichzeitig aber konzises Arbeiten. Danny [Carey, Anm. d. Red.] und ich haben ebenfalls schon lange gemeinsam Musik gemacht und auch sonst im Studio viel Zeit miteinander verbracht. Der Rest hat sich dann mehr oder weniger einfach so ergeben. Es hat natürlich ein bisschen Zeit in Anspruch genommen, bis die Sache ins Rollen gekommen ist. Am Anfang stand ironischerweise der abschließende Track „Ballad Of The Deep Sea Diver“, auch „The Fogger“ ist einer der früheren Tracks unseres Albums. Als wir schließlich als vollständige Band da standen, nahmen die Dinge schließlich ihren Lauf.

… über das Konzept hinter LEGEND OF THE SEAGULLMEN

Wir denken, dass es immer sehr spannend ist, sich die Geschichte, die in einem Album oder einem Song erzählt wird, selbst zu erschließen. Ich etwa höre gerne alles kreuz und quer, sei es „The Number Of The Beast“ oder eines der klassischen YES-Alben. Das ist eine fantastische Art der Interaktion zwischen Band und Hörer, letztere dazu zu bewegen, ihre eigenes Denken anzustregend. Das ist unsere Absicht: den Verstand des Hörers einzufordern. Wir wollen das bei unseren Hörern auslösen und möchten das in Zukunft auch noch weiter unterstützen durch visuelle Elemente, sei es live oder als Musikvideo. Genauer arbeiten wir bereits im Rahmen des kommenden Albums daran, diese miteinander verbundenen Themen weiter zu erforschen. Das hat’s uns wirklich angetan.

… über den abenteuerlichen Bandsound und dessen Ursprünge

Es ist eher einfach so, dass wir durch unseren Sound Geschichten erzählen möchten. Immerhin steckt im Sounddesign allein eine Menge Potential. Unser Ansatz beinhaltet natürlich tonnenweise Gitarren. (lacht) Darüber hinaus machen wir uns zunutze, dass verschiedene Musiker verschiedene, musikalische Fingerabdrücke hinterlassen. Und als Regisseur sehe ich es als meine Aufgabe an, diesen Sound letzten Endes auf ein großes Ganzes hin zu dirigieren. Einen guten Unterstützungsbeitrag leisten da natürlich auch die Keyboards, die den Aspekt des „Theaters im Verstand“ noch einmal untermauern. Das zumindest ist die Idee dahinter.

… über die Kostümierung der Band

Wir haben eine erste Show mit PRIMUS gespielt, was im Lichte unserer Kompositionen auch Sinn ergeben hat. Schon da sind wir kostümiert aufgetreten. Unsere Fotos haben wir natürlich jeweils vor einem Green Screen schießen lassen, um dann am Ende die Bilder unseren Vorstellungen vom Band- und Albumkonzept gemäß anpassen zu können. Unsere Charaktere haben natürlich jeweils eine feste Rolle in der Geschichte, welche sie allesamt miteinander verbindet. Und ich kann an dieser Stelle schon vorausschicken: Die Geschichte wird weitergehen.

… über das Debüt einer Supergroup als Neuanfang

Ich denke das kann man so sagen. So ein Projekt wie LEGEND OF THE SEAGULLMEN ist immer etwas anderes, egal wer daran beteiligt ist. Aber in so einem Projekt habe ich noch nie gespielt. Also ja, ist tatsächlich wie ein Neuanfang. Und wir sind schon ganz gespannt, wie es bei den Hörern ankommen wird. Und das wird auch keine einmalige Sache sein, wir möchten da schon unsere Energie darauf aufwenden und diese Gelegenheit, die sich uns jetzt geboten hat, nicht verschwenden. Wir möchten das Talent, das sich in der Band befindet, richtig einsetzen. Wir sind immerhin alle gut miteinander befreundet. Doch aus der Zusammenarbeit ist mehr daraus geworden, sodass die konsequente Arbeit an Material wie selbstverständlich schien. Und es werden richtige Shows, Alben und Videos folgen.

09.02.2018

Sitzt, passt, wackelt, hat Luft.

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