Reverend Bizarre
Albert über Harbringer Of Metal

Interview

Seit Ihrem Debüt sind Reverend Bizarre innerhalb kürzester Zeit zu einem Stern am Doom Himmel geworden, der laut vieler Aussagen gleichen neben dem von Cathedral leuchten soll. Diese Meinung teilen die Jungs aber auch nur bedingt, genau wie man zu vielen alltäglichen Sachen ein ganz besondere Einstellung hat. Reverend Bizarre zählen in meinen Augen wohl zu den kontroversesten Bands des Genres. Warum dies so ist und warum man sich innerhalb der Band schon beinahe hassen muss um gute Musik zu erfahrt ihr in den folgenden Zeilen. Viel Spass beim Lesen und Schmunzeln.

Reverend Bizarre

Norman: Hallo Jungs – ich hoffe bei euch ist alles roger soweit – was ist im Hause Reverend Bizarre Aufregendes seit dem Release von Harbringer Of Metal passiert?

Albert: Haha ich hab eben erst einmal richtig gut geschlafen, was für für mich eine ziemlich seltene Angelegenheit ist, von daher gehts mir jetzt richtig wach und ausgegelichen. Seit Harbringer Of Metal sind schon wieder einige Dinge passiert, vor allem aus musikalischer Sicht. Wir haben hauptsächlich neue Musik aufgenommen für das kommende Album Thulsa Doom. Außerdem planen wir den Re-Release unseres Debüts, für das wir noch einiges an Bonusmaterial aufgenommen haben. Wie sich das für eine Band gehört wird es auch bald ein erstes offizielles T-Shirt geben, das noch auf seinen letzten Schliff wartet. Andere Projekte sind natürlich auch nicht zu kurz gekommen.

Void: Danke – ich denke mir geht’s auch soweit ganz gut…haha. Naja Spaß beiseite meine Hauptzeit verbringe ich gerade mit Thulsa Doom. Wir haben mit ein wenig Hilfe von einem Freund aufgenommen, der ein 8-Spur Aufnahmegerät und einen Computer sein Eigen nennt. Aber wie es immer so schön ist mit der Technik, gab es einige Probleme, die uns immer wieder ein wenig nach hinten geworfen haben. Naja so sind die Rechner…haha. Natürlich gab es dann noch eine Menge Arbeit, was das Herumschieben von einigen Spuren anging oder ich war einfach damit beschäftigt, verloren gegangene Songs irgendwie wieder ausfindig zu machen in diesem digitalen Dschungel. Es war schon ne Aufgabe immer wieder herauszufinden, was zum Teufel wieder schief gelaufen war – diese Musik ist einfach nicht für das digitale Zeitalter bestimmt (lacht laut).

N: Das hört sich ja ziemlich aufregend an, wenn auch nicht gerade im positiven Sinne. Dann lass uns mal ein wenig über die Entstehung des Albums reden und welche Probleme ihr noch damit hattet.

A: Oh ja wem sagst du das, wir hatten mit so vielen Problemen zu kämpfen ich kann es dir sagen. Ich will gar nicht daran denken. Um ehrlich zu sein, hab ich keine Lust mehr über diese Misere nachzudenken. Die Aufnahmen waren schon zu Beginn zum Scheitern verurteilt. Gegen Ende war ich psychisch derart fertig, dass ich beinahe den Spaß am Leben verloren hätte. Aber ich bin echt froh, das Ganze bis zum Ende durchgezogen zu haben. Aber glaub mir, an ähnlichen Sessions werde ich sicher nie mehr teilnehmen, das weiß ich sicher. Wir werden bestimmt noch einige harte Momente in der Zukunft zu überstehen haben, aber wenn es die Möglichkeit gibt gewisse Probleme zu umschiffen, dann werden wir es tun. Diese ganzen Probleme kamen einfach nur daher, weil wir zu wenig Zeit hatten und eben wegen der verdammten modernen Technik.

V: Ich kann mich da nur anschließen – Thulsa Doom ist da keine Ausnahme. Auch ein richtiges Studio hätte daran nichts geändert.

N: Das hört sich wirklich nicht besonders lustig an, deshalb auch weg von diesem Thema und zurück zu der Musik.

A: Danke…haha

N: Was würdet Ihr sagen ist der Unterschied zwischen In The Rectory Of The Bizarre Reverend und Harbinger Of Metal?

A: Oh da gibt’s einige Unterschiede. Hauptsächlich wohl der wesentlich härtere Sound auf Harbringer und auch der Umstand, dass wir komplexer und vielfältiger auf Harbringer zu Werke gegangen sind. Oder sagen wir mal so, vielleicht nicht komplexer aber experimenteller. Auch wenn mir die Songs auf unserem Debüt besser gefallen, muss ich sagen, dass das gesamte Paket auf Harbringer einfach stimmiger ist.

V: Da muss ich aber etwas einsteigen…haha…auch wenn ich weiß, dass Albert nicht ganz mit mir konform geht. Für mich klingt Harbringer einfach mehr an den 70ern orientiert, wobei Rectory eher eine Mischung aus dem Doom der 80er und 90er ist. Um es kurz zu machen: Rectory ist eine Offenbarung im Doom Bereich. Das Album ist genau das geworden, was auch die ursprüngliche Bestimmung war: Eine Lehrstunde in wahrem Doom-Metal. Harbringer ist dagegen eher ein Experiment und wurde von der Doom Szene sehr wohlwollend aufgenommen, was ich persönlich ziemlich verblüffend finde. Wir haben eigentlich gedacht mehr kontroverse Reaktionen zu provozieren.

N: Interessante und klare Worte kann ich da nur sagen. Harbringer hat über 70 Minuten Spielzeit und wird von euch doch nur als EP angepriesen. Auch nicht gerade eine typische Länge für eine EP oder?

A: Naja schon, aber für uns ist es noch immer eine EP. Der Grund dafür ist einfach, dass ich mich bei der Länge des Albums einfach verschätzt hatte. Ich dachte es würde so eine Stunde sein, aber als die Aufnahmen abgeschlossen waren, hatten wir 86 Minuten zusammen. Obwohl wir einen Song opfern mussten, waren es genau 74 Minuten, was ein ziemlicher Zufall ist. Aber ich muss sagen, für mich als Okkultist kann es kein Zufall gewesen sein. Etwas muss uns geführt haben.

V: Wir haben bis zum fünften Album schon alles geplant und Harbringer war in diesen Plänen nie vorgesehen. Da es als Experiment gedacht war, tauchte die Scheibe also nie neben den Full-Length Alben auf. Und außerdem sind darauf nur 3 wirkliche RB Songs zu hören, was auch für eine EP spricht.

N: Das mag schon sein, aber ist es nicht ungewöhnlich 74 Minuten auf einer EP zu verbraten? Andere Bands machen daraus mehrere Alben

A: Wir mögen eben ungewöhnliche Dinge.

V: Eben und wenn das nicht ein wirklich extensiver Hörgenuss ist, dann weiß ich auch nicht…haha.

N: Harbringer ist schon ziemlich differenziert zu den älteren Sachen, wie ihr auch schon sagtet. Ist Harbringer ein Schritt zum neuen Album, ich denke der Titel war Crush The Insects, oder was denkt ihr?

A: Mit dem Titel liegst du ganz richtig, aber Harbringer ist sicherlich kein Schritt auf dem Weg zu diesem Album. Harbringer sollte ein ziemlich irreführendes Teil werden, aber nachdem die Leute es nach wie vor für ziemlich normalen Doom halten, mussten wir neue Wege finden, um unsere Fans zu terrorisieren…haha. Was wir da verbrochen haben, ist auf der Bonus-CD von Rectory angedeutet. Aber ich glaube ich sollte nicht zu viel verraten, wie Crush The Insects klingen wird, sonst macht das nicht wirklich viel Sinn. Es ist allerdings kein Geheimnis, dass das Album ziemlich straight sein wird.

V: Da kann ich mich nur anschließen. Viele haben Harbringer missverstanden als Entwicklung der Band. Fakt ist allerdings, dass einige der Songs schon ziemlich alt sind. Strange Horizon war zum Beispiel schon auf unserem Demo Slice Of Doom aus dem Jahre 1999. So vielen Alben und anderen Sachen, die bereits in Planung sind, wir haben einfach ne Menge Material, das nur darauf wartet, aufgenommen zu werden. Es wird also keine Entwicklung geben bei RB, alles ist schon fest geplant seit dem absoluten Anfang. Klar werden wir hier und da mal eine Split-Vinyl Scheibe veröffentlichen oder ein bis zwei Songs für eine Compilation aufnehmen, vielleicht nur um gewisse Leute zu nerven, aber diese Momente werden selten sein.

N: Na, wenn wir schon bei den Hörern sind, dann kommen wir mal auf die Worte zu sprechen, die ihr im Booklet von Harbringer an die alten Fans richtet. Was war der Grund dafür?

A: Ja das haben wir gemacht und vielleicht einfach nur, weil wir, wie ich schon sagte einfach unsere Hörer terrorisieren wollten…haha…und es ihnen nicht zu einfach machen wollten. Naja aber eigentlich war es so, als das Album fertig war, hab ich mich ein wenig komisch gefühlt, weil ich dachte, dass einige Fans die uns über die Jahre unterstützt hatten, könnten ein wenig enttäuscht sein. Aus diesem Grund haben wir diese Ansage im Booklet, auch wenn sie auf den ersten Blick recht sarkastisch und unfreundlich wirkt. Wir wissen jetzt, dass nicht wirklich so viele Personen enttäuscht waren. Aber ich sag dir eine Sache ist sicher, wenn die Leute unsere letzten Aufnahmen hören werden, müssen sie enttäuscht sein, oder es stimmt einfach etwas nicht mit dieser Welt…haha. Ich hasse es, wenn man schon im Vorhinein weiß, was als Nächstes kommen wird. Wenn man sich einfach hinsetzen kann, entspannen kann und sich den gleichen alten Kram anhören kann. Es müssen einfach Brocken voller Terror und Empörung vorhanden sein.

V: Man muss aber auch noch hinzufügen, dass unsere ursprünglichen Prinzipien die waren, dass wir den tiefsten Wurzeln des Doom-Metals konsequent folgen wollen, aus dem Grund die goldenen Tage des Doom-Metal zurückzuholen. Jetzt kennst du auch die schizophrene Welt des bizarren Geistlichen.

N: Ganz schön anstrengend, wenn ich das mal so sagen darf…haha. Aber mal zu dem neuen Werk voller Unsicherheit, Terror und Empörung. Wann soll denn Crush The Insect endlich hier aufschlagen und was wird uns jetzt erwarten, ich lasse mal nicht locker?

A: Ich hoffe wir schaffen es bis nächsten Frühling. Aber dieses Mal gibt es keine strikten Termine. Nach dem ganzen Scheiß, der passiert war, brauchen wir einfach mehr Zeit. Crush wird sich schon an etwas ziemlich Alten orientieren, aber es wird auch zugleich mächtiger und energiereicher als das was wir bis jetzt gemacht haben. Ich glaube Crush enthält die besten Songs, die wie je gemacht haben. Einige haben sogar Hitpotenzial.

V: Um es mal anders auszudrücken, es wird eine Art Mid-Tempo Heavy-Metal sein. Auf Rectory waren wir ziemlich am Saint Vitus und früheren Cathedral und Witchfinder Stil orientiert. Crush geht da eher in die Ecke von Pentagram und es gibt einige Manowar Momente.

N: Manowar…wer es glaubt…haha. Naja aber die Sache mit Saint Vitus ist mir auch aufgefallen. Ihr klingt stellenweise doch schon nach ihnen. Sind sie mit ein Grund dafür, warum ihr euch dem Doom-Metal verschrieben habt?

A: Danke für das Kompliment, es freut mich, wenn du sagst, dass wir ein wenig nach Saint Vitus klingen. Sie waren schon immer eine große Inspirationsqualle für uns. Die Lust Doom zu spielen kommt allerdings einfach daher, dass ich schon immer ein Doom Verrückter war. Es war also klar, dass ich irgendwann mein eigenes Doom Projekt starten werde. Ich mache ja schon seit den frühen 90ern Musik.

V: Saint Vitus haben in den frühen 80ern den Doom Metal zu dem gemacht, was er jetzt ist. Sie haben nicht nur uns beeinflusst sondern die ganze Doom Szene.

N: Das Debüt war wie ein Erdbeben, das unzählige positive Reaktionen der Presse hervorrief. Ich kann mich da noch an die Aussage eines Journalisten erinnern, der sagte, dass euer Debüt auf einer Stufe mit Forest Of Equilibrium von Cathedral stehen würde. Was sagt ihr dazu?

A: Diese Frage wurde uns schon oft gestellt. Natürlich bin ich sehr geehrt, wenn man sowas sagt, aber ich sag dir Forest of Equilibrium ist so eine wichtige Platte für die neuzeitliche Doom Bewegung, dass sie eigentlich gar nicht überboten werden kann. Möglicherweise ist unser Album für die etwas jüngere Doom Generation etwas Besonderes, da sie die Wurzeln nicht wirklich kennen. Bei uns verhielt es sich mit Forest ähnlich. Klar gibt es auch wirklich einige Parallelen zwischen den beiden Alben, von denen einige sicher gewollt waren.

V: Albert ist da recht diplomatisch. In meinen Augen braucht diese Vergleiche kein Mensch. Was gibt es zu überbieten?. Forest hatte großen Einfluss auf die Szene, etwa zehn Jahre, bevor es uns gab. Ich würde sagen wir sind eben jemand der daraus entstanden ist. Was die Jungs jetzt machen, mag ich persönlich nicht sonderlich, aber ihre früheren Sachen sind einfach unglaublich. Cathedral sind ihren Weg gegangen und genau den werden wir auch gehen.

N: Auch wenn ihr euch ein wenig davon distanziert, so war das Debüt doch außergewöhnlich. Habt ihr trotzdem etwas Respekt vor den Erwartungen, die in euch gelegt werden.

A: Der einzige Druck, den wir uns machen kommt aus dem Inneren. Ich habe genaue Pläne, wie es weiter gehen soll. Es ist mir egal was die Leute schreiben, nichts wird den Plan verändern.

V: So sieht es aus wir haben unsere eigene Mission.

N: Dass ihr euch nicht immer ganz einig seit haben wir ja schon ein wenig mitbekommen. Ich habe aber auch schon gehört, dass ihr noch einen Schritt weiter geht und euch eigentlich gar nicht mögt. Für recht unverständlich, wenn man solche intensive Musik hört.

A: Wir müssen uns nicht mögen um eine der wohl schwersten und intensivsten Musik zu spielen. Ein klein wenig Hass kann kann die Sachen auch leichter machen. Ich spiele, schreibe und nehme Musik nicht zum Spaß auf. Ich mache es, weil ich muss. Ich mach es um die Ideen in meinem Kopf zu befreien. Es ist mir vollkommen egal ob dies ein Prozess voller Frustration und Schmerz ist. Ich tue eben, was sich tun muss. Die einzige Sache, die mich hier in dieser Welt hält ist die kreative Arbeit, die ich mache und der Umstand, dass ich den wenigen Menschen, die mir am Herzen liegen nicht noch mehr Schmerz bereiten will.

V: Ich kann dazu nur sagen: Wut ist ein Geschenk

N: Dann ist es eben kein Job für euch, oder?

A: Nein eben eher eine Mission

V: Eben, sowas kann man nie als Job haben.

N: Aber zurück zu Harbringer. Was bewegt euch zu Songs wie From The Void. Eben dieser Song hat gar Funeral Doom Anleihen und steht etwas neben dem restlichen Album.

A: Ich weiß nicht wirklich viel über diesen Funeral Doom oder wie er auch immer heißt. Dieser Song spukte einfach nur in meinem Kopf herum und ich musste ihn veröffentlichen. Er ist sicher ziemlich anders als all die anderen Songs, die wir bisher gemacht haben. Aber manchmal müssen wir einfach noch tiefer in die Dunkelheit eintauchen, um das Licht zu sehen.

V: Außerdem kann es uns auch darauf an, dass einige Menschen, die nicht ganz so vertraut mit der Tradition des Doom Metal sind, die überwältigende dunkle Atmosphäre des Stückes genießen können.

N: Für das Cover von Harbringer habt ihr ein altes Burzum Cover verwendet. Fürchtet ihr negative Reaktionen auf das Cover, nicht zuletzt durch die faschistischen Äußerungen die Varg ab und an vom Stapel lässt.

A: Ich fürchte nichts. Was kommt, soll kommen. Wenn ein paar Idioten nicht das Gedankengut und die großartige Musik, die diese Person macht auseinander halten können, schert mich das einen großen Scheiß.

N: Hm darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber was der Grund eben dieses Artwork zu nehmen und was war der Grund für die Kinderzeichnungen in der Mitte des Booklets? Obwohl es zwei Gegensätze sind, gibt es da für euch vielleicht eine Verbindung?

A: Ich mag eben das Artwork sehr und da es prima zum Titel passt, war alles klar. Diese kindliche Zeichnerei hatte ich an meiner Wand hängen und als es an der Zeit war das Design zu Ende zu bringen kam mir die Idee, man könnte es als zentrales Bild verwenden. Eigentlich ganz einfach – oder? Die Verbindung ist die, dass ich starke Kontraste liebe: gut – böse, Licht – Dunkelheit, Stille – Lärm, extreme und perverse Sexualität – Zölibat, naja und so weiter.

N: Viele eurer Texte haben einen biblischen Hintergrund. Bist du besonders religiös in welcher Art auch immer, oder warum spielen diese Themen in den Texten so eine große Rolle.

A: In einer gewissen Weise bin ich religiös, aber ich bin kein Christ. Ich war schon immer interessiert in religiösen Angelegenheiten, auch das Christentum hat mich beschäftigt. Religion kann viel Gewalt und Zerstörung hervorrufen und ist eine enorm mächtige politische Waffe. Für mich bedeutet Religion, einen Kult in seiner besonderen Form zu verstehen und zu kennen. Genau das tue ich. Für mich sind Wälder, Seen, der Himmel, Wind, die Liebe und purer Hass sowie viele andere Dinge in gewissen Situationen heilig.

V: Hier hab ich auch etwas beizutragen und zwar bin ich im Gegensatz zu Albert ein sehr weltlicher Mensch. Für mich gibt es weder Priester noch andere Menschen, die religiöse Botschaften verbreiten, für mich gibt es nur die Leere. Für mich liegt alles Wissen am Erleben jeden Tages. Daher bin ich strikt gegen die Glorifizierung und Verherrlichung von irgendwelchen Naturdingen, wenn man sie auf der anderen Seite perverserweise zum Leben missbraucht. Für mich ist das Wort Kult oder Religion nur eine Rechtfertigung für die Weltanschauung eines Menschen. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht einige religiöse Menschen gibt, die ehrlich an ihre Ideale glauben. Viele viele grausame Taten sind bisher mit dem Namen Gottes gerechtfertigt worden. Wir verwenden das Christentum hauptsächlich als Referenz für die Tradition des Doom. Außerdem ist die christliche Welt nicht die Welt des Lichts. Eigentlich ist es eher eine Welt extremster Dunkelheit. Nicht die Dunkelheit eines Waldes, sondern die Dunkelheit in den Sinnen der Menschen, die einen Kontrast zu der eigentlichen Dunkelheit dargestellt, der Nacht oder der Farbe Schwarz als etwas Bedrohliches im Vergleich zu der Schönheit des Lichts, des Tages und der Farbe Weis.

N: Was denkt Ihr über die Doom Szene?

A: Wenn um die so genannte Doom Szene geht, respektiere ich jeden der darin involviert ist. Es läuft denk ich ganz gut. Allerdings habe ich manchmal den Eindruck, dass viele in der Szene gar nicht wissen, worum es beim Doom eigentlich geht.

V: Das fasst es glaub ich ganz gut zusammen. Es gibt eine Menge Leute, die den Doom-Metal mit langsamen Death-Metal verwechseln. Ich habe nichts gegen langsamen Death-Metal, aber er ist eben kein Doom. Es ist echt unglaubliche wie viele unterschiedliche Meinungen man aus so einem recht simplen Theme generieren kann.

N: Werdet ihr in Zukunft einige Konzerte außerhalb von Finnland spielen?

A: Ja! Einige in UK dazu kommen noch welche in Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

N: Zum Abschluss aber noch ein paar Worte zu eurer Zukunft. Wie wird es weiter gehen?

A: Wir werden neue Alben und EPs aufnehmen, ein paar Konzerte hier und da spielen und mit einigen Leuten in vdie Zukunft zu sagen. Wir werden alle geplanten Schreiben machen egal wie. Vielleicht werden wir größer vielleicht geraten wir auch in Vergessenheit. Mir ist es ziemlich egal. Klar wär es schön, wenn wir einige neue Leser gewinnen könnten, aber wir brauchen sie nicht, da wir eine treue Anhängerschaft im Rücken haben, die genau weiß um was es beim Metal geht. Das ist sehr wichtig

N: Vielen Dank für das aufschlussreiche Interview – die letzten Worte gehören euch.

A: Many thanks to you Norman! And to all of you out there: Keep the Doom alive! See you in gigs!

V: Spread the word and stay true to yourselves. That is all.

11.08.2004

Geschäftsführung

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 30701 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare