Red Fang & Whores.
Sommertour 2019

Konzertbericht

Billing: Red Fang und Whores.
Konzert vom 25.06.2019 | Universum, Stuttgart

Wenn es nach der Musik geht, müssten RED FANG eigentlich irgendwo aus dem Süden der USA kommen. Irgendwo, wo es viel Sand und Kakteen gibt, da müsste das Stoner Rock spielende Quartett beheimatet sein. Doch in Wirklichkeit kommen RED FANG aus Portland in Oregon an der Westküste der Vereinigten Staaten, der Hauptstadt der Hipster.

Wir haben ja aber alle genug Vorstellungskraft um uns die Band mitten ins Death Valley zu denken, denn damit wären wir schon bei Stuttgart und den momentanen Temperaturen im Kessel. Der kleine Nachbarclub vom Universum, das Goldmark’s, ist nicht dumm und öffnet seinen Biergarten wegen der Konzerte auch unter der Woche und so ist vor dem Einlass kaum noch ein Sitzplatz zu bekommen und dutzende bärtige Männer lassen sich das kühle Nass schmecken bevor es in das noch kühle Universum geht.

Red Fang Tour 2019

WHORES. legen los als wenn es kein Morgen gäbe

Dort warten schon die Opener in Form von WHORES. Das Trio aus Atlanta hat zwar erst ein Album veröffentlicht, sich aber auch schon einen guten Ruf erkämpft und so ist das Universum schon zu Beginn sehr gut gefüllt. Offiziell war es vor dem Konzert nicht ausverkauft, die Marke dürfte man aber im Laufe des Abends geschafft haben. WHORES. Legen gleich druckvoll los und vor allem Sänger und Gitarrist Christian Lembach ist nicht zu halten. Die Energie der Band überträgt sich direkt auf das Publikum und es wird gerockt und getanzt als wäre das Bier morgen alle. 40 Minuten Sludge, Noise und vielleicht auch etwas Post Grunge feuert die Band ins Publikum. Das kauft danach fleißig LPs am Merchandise-Stand, wo allerdings beide Bands jeweils nur zwei verschiedene T-Shirts anbieten.

RED FANG, das Ei und das Huhn

RED FANG hatten sogar ein Schild beim Merchandise liegen, dass sie nicht so ganz an das Konzept des Geldes glauben und man somit auch gerne etwas zum Tausch anbieten könnte. An das Konzept von guter Musik scheinen sie aber zu glauben und so spielen sie sich ohne große Pausen und Ansagen 70 Minuten durch ihre Bandgeschichte. Klar zünden die von den Videos bekannten Songs besser als der Rest, aber was war zuerst da? War der Song gut und man hat ein Video gemacht oder hat er sich durch das Video eingeprägt und wurde beliebt? Der Band merkt man auf jeden Fall, dass sie noch Bock hat aufzutreten und ihre Songs zu präsentieren. Auch wenn die Bärte immer weißer werden und der Abend in Stuttgart statt eines Saunabesuches angeboten werden kann, so kommt man auch beim nächsten Mal gerne wieder und verkürzt sich die Wartezeit mit einem weiteren Kaltgetränk im Biergarten.

30.06.2019

Schuld ist man immer nur selbst, alles andere ist Feigheit.

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