Red Fang - Arrows

Review

Galerie mit 8 Bildern: Red Fang - Stoned From The Underground 2012

RED FANG, die sympathischen und trinkfesten Amerikaner, melden sich fünf Jahre nach „Only Ghosts“ mit „Arrows“ zurück. Allerdings soll mit dem neuesten Werk ein wenig der Weg zurück zu ihrem Debüt „Murder The Mountains“ und der dazugehörigen „Wir machen das worauf wir Bock haben“-Haltung laut Promoschnack gehen. Das kann schon einmal so bestätigt werden. Neben dem wohl bislang experimentellstem Album der Karriere ist „Arrows“ trotzdem genauso unbeschwert in Bezug auf musikalischen Ausdruck unterwegs wie das Erstlingswerk. Aber immer der Reihe nach.

„Arrows“ ist das wohl bislang vielschichtigste RED FANG-Album

Eröffnendes Intro „Take It Back“ startet überraschend düster und elektronisch, baut ganz auf einen grummeligen Bass und Spoken-Word-Passagen, was den ein oder anderen Fan der Stoner-Rocker erst einmal vor den Kopf stoßen könnte. Sind das noch die relaxten, gemütlichen RED FANG von früher, die noch das Dusch-Bier im „Hank Is Dead“-Video etabliert haben (was der Rezensent auch probiert zu normalisieren in der deutschen Bad-Kultur)?

Trotzdem wurde in den Jahren seit dem letzten Album deftiges Riffing nicht vergessen, wie kurz darauf „Unreal Estate“ klar macht. Dieser Track schafft es aber gleichzeitig, dem Sound von RED FANG mittels Fade-In-Intro und weiteren kleinen Spielereien neue Facetten im Bandsound zu verleihen, die auf den ersten Hör noch wie Fremdkörper wirken, sich aber mit jeder neuen Umdrehung immer organischer einfügen.

Trotz hörbarem Spaß an der Musik ist „Arrows“ auch düsterer ausgefallen

Beim Titeltrack „Arrows“ sind dann wieder (nebst passendem Video) die spaßigen RED FANG an Bord, samt „Ohh, ohh“-Chorus, den es vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. „My Disaster“ ist flotter und rockiger unterwegs und endet genau so schnell, wie es angefangen hat. „Interop-Mod“ präsentiert sich als Noise-Intermezzo bzw. Amp-Vergewaltigung, je nachdem wie der persönliche Geschmack ist.

„Fonzi-Scheme“ ist überraschend atmosphärisch mit Cello-Unterstützung ausgefallen, aber suhlt sich immer noch herrlich im Low-End.  „Days Collide“ lässt sich Zeit und hat beinahe etwas von Doom-Gefilden, ehe der Song im Mittelteil anzieht und vom ebenfalls kurzweiligen und punkigen „Rabbits In Hives“ abgelöst wird. Auch das abgefahrene „Mr. Owl“ und der eingängige Rausschmeißer „Funeral Coach“ machen Spaß.

Da ist es auch nicht ganz so schlimm, dass sich mit „Two High“, „Anodyne“ oder „Why“ ein paar durchschnittlichere Tracks eingefunden haben. Ob die weniger sludge-ige und groovige Ausrichtung von „Arrows“, die gerade auf dem Vorgänger „Only Ghosts“ zu hören war, jedem Fan schmecken wird sei einmal dahin gestellt. RED FANG präsentieren sich sperriger, weniger unbeschwert, aber gleichzeitig auch mit interessanten neuen Einfällen auf „Arrows“. Reinhören angeraten, eintüten bei Gefallen ebenfalls.

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30.05.2021

"You can't spell Funeral without Fun!"

Der metal.de Serviervorschlag

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