Red Fang - Whales And Leeches

Review

Galerie mit 8 Bildern: Red Fang - Stoned From The Underground 2012

RED FANG liefern mit „Whales And Leeches“ das wegweisende dritte Album ab und treten dem Hörer mit ihrem erdigen Stoner Metal ordentlich auf die Poperze. Wenige Bands schaffen es dem Genre Kreativität einzuhauchen, ohne sich zu weit von dessen Merkmalen zu entfernen. RED FANG erinnern mich sehr häufig an NiRVANAs „Bleach“ und treten damit bei mir offene Türen ein. Dafür ist der Blues-Anteil relativ gering, was wiederum dafür sorgt dass die Musik der Amerikaner niemals unnötig ausschweifend wird und sich selten in den instrumentalen Parts verheddert.

„Whales And Leeches“ reizt alle Tempomöglichkeiten vollends aus. Während die ersten Stücke „DOEN“, „Blood Like Cream“ und „No Hope“ noch Schmackes haben und den Hörer in die rockige Spirale ziehen, wird es in der Mitte etwas gediegener und klingt zum Ende hin schon mächtig doomig aus. Produktionstechnisch liefern RED FANG diesmal die perfekte Illusion und in zwanzig Jahren weiß sicher keiner mehr so genau, ob die Platte 2013 oder nicht doch zwei Jahrzehnte vorher erschienen ist. Das macht die nebelige Atmosphäre natürlich noch authentischer und gibt „Whales And Leeches“ einen Hauch Mystik, sehr häufig wird das Kopfkino angeregt und RED FANG fordern zum ekstatischen Zappeln auf. Da stört es auch nicht, dass die prägnanten Refrains zum Ende hin immer weniger werden und dafür die ausdrucksstarken Riffs das Kommando übernehmen, denn auch beim Hörer setzt eine wohlige Trägheit ein. RED FANG stiefeln ungestüm durch jeden Song, drehen die Stücke ohne Vorwarnung komplett und Aaron Beam singt häufig derart intensiv, dass man das Gefühl hat er wird von mehreren Männern zurückgehalten, weil er sonst durch die Boxen kommt und dir ins Gesicht springt.

Zu Stücken wie „Dawn Rising“ kann man auch nicht mehr tun, als die niederwalzenden Sounds auf sich einwirken zu lassen und sich lässig zurückzulehnen. Die Zeit derart anzuhalten und trotzdem in Bewegung zu bleiben hat schon eine gewisse Faszination und hohen Unterhaltungswert. Mit „Failure“ packen RED FANG durch  hohen Gesang und Basslauf sogar noch eine Spur Erotik obendrauf, während in „Every Little Twist“ eine Menge kuriose Geräusche zum Einsatz kommen. Einzig die düstere Grundausrichtung fällt mir als kleiner Unterschied zu den Vorgängeralben auf, ansonsten bleibt festzuhalten: „Whales And Leeches“ hat Fuzz, Wah-Wah, massig Melodien, ordentlich Dreck und RED FANG haben die Hürde mit Bravour gemeistert!

26.10.2013

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1 Kommentar zu Red Fang - Whales And Leeches

  1. Anton Kostudis sagt:

    100 % deiner Meinung. Geiles Teil!

    8/10