Reload Festival
Bericht vom Reload Festival 2011 in Sulingen
Konzertbericht
Mehr oder minder ausgeschlafen kann sich dieses bereits am späten Samstagmittag wieder an regionalen Bands aus dem Hardcore-Lager (UNTIL I SLEEP, WATCH OUT STAMPEDE) und der DAMPFMASCHINE aus Osnabrück erfreuen. Allerdings wird das Areal vor der Bühne zu diesem Zeitpunkt noch recht stiefmütterlich frequentiert, was sich auch bei THE GHOST INSIDE und DEEZ NUTZ wenig ändert.

Erst bei 4LYN beginnt es am frühen Abend voller zu werden. Die Hamburger Jungs um Sänger Ron Cazzato wissen dies zu schätzen und sind bemüht, den Platz belebt zu halten. Das gelingt ihnen mit ihrem kurzweiligen Crossover auch ganz gut, allerdings hat zum Ende des Gigs das schlechte Wetter das Festival wieder in seinem feuchten Schwitzkasten.

Doch spätestens ab ILL NINO ist das egal – die Fangemeinde des Nu Metal hat sich zahlreich versammelt und das Gelände fest im Griff. Denn neben den Latino-Metallern aus New Jersey gilt es schließlich, den NuMetal-Größen (neben KORN versteht sich) schlechthin zu huldigen. Doch der Reihe nach: ILL NINO eröffnen mit „My Resurrection“ einen handwerklich durchweg soliden Auftritt, lassen hier und da ordentlich Spaß an der Freude aufkommen und beweisen sich bis zum letzten Song „Liar“ als durchaus würdig, für den Headliner des Tages das Warmup zu bestreiten.

Über diesen wurde in der Vergangenheit viel diskutiert, dessen Frontmann wusste stets zu polarisieren, und so ist es auch kein Wunder, dass sich die kommerziell erfolgreichste NuMetal-Band überhaupt nicht überall Freunde machte. Umso erfreulicher ist es, dass sie mit ihrem langersehnten neuen Longplayer „Gold Cobra“ jetzt ein Comeback feierte, welches die Kritiker im Kollektiv frohlocken lässt… Vorhang auf für LIMP BIZKIT! Alte Besetzung, alte Schule, altbekannter Stagehabitus – der (natürlich) rotbekappte Fred Durst begrüßt zunächst die johlende Menge mit dem gezielten Einsatz seiner beiden Mittelfinger, bevor Wes Borland die Riffs zum Opener „Hot Dog“ in den Sulinger Nachthimmel bläst – standesgemäß gehüllt in Pelz und mit leuchtender Tauerbrille vorm Gesicht… nun, wer’s tragen kann… Wie zu erwarten liefert der Fünfer aus Jacksonville eher altes Material ab, quasi die Greatest Hits aus den guten alten Tagen um die Jahrtausendwende. „My Generation“ darf selbstredend ebenso wenig fehlen wie „My Way“, „Nookie“, „Break Stuff“ oder das George-Michael-Cover „Faith“ vom 97er-Debut „Three Dollar Bill, Yall$“. Vom neuen Album gibt es neben dem Titelsong lediglich noch „Why Try“ und „Douche Bag“, während das borlandfreie Kapitel bis auf das unumgängliche „Behind Blue Eyes“ schlichtweg ignoriert wird. Zu beobachten ist derweil die Tatsache, dass die Feinabstimmung mit Band und Publikum (rund 8000 Besucher zählt des Gelände wohl zu diesem Moment) besonders bei den Jump-Parts fehlt – ein Phänomen, welches sich jedoch wie ein roter Faden durch das gesamte Festival schlängelt… sie sind halt erdverwachsen, die Niedersachsen. Mit einem Axel-F.-Intermezzo von DJ Lethal und „Rollin´“ endet ein routiniert gespieltes, aber auch nahezu emotionsfreies Set, welches auch ruhig noch den einen oder anderen Titel mehr verkraftet hätte. Wie dem auch sei – LIMP BIZKIT machen auch anno 2011 noch Spaß und lassen gar auf mehr in naher Zukunft hoffen.

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