Unleashed
Arnhem Metal Meeting 2007

Konzertbericht

Billing: Asphyx, Cruachan, Cypher, God Dethroned, Haemorrhage, Hollenthon, Holy Moses, Marduk, Nifelheim, Obsidian, Panchrysia, Primordial, Severe Torture, Sodom, Unleashed und Vreid
Konzert vom 2007-12-01 | Musis Sacrum, Arnheim

MARDUK

Ja, was soll ich sagen. Das ich sie jetzt erst zum ersten mal sehe tut mir in der Seele weh, denn nun gibt es nicht mehr den sympathischen Herren am Mikro. Ganz im Gegenteil. Da rennt so ein kleiner, dünner Stinkstiebel auf der Bühne rum, den man am liebsten mit Bierbechern bewerfen möchte. Jetzt mal ernsthaft. MARDUK in dieser Besetzung will doch wirklich keiner mehr sehen, jedenfalls mal niemand den ich kenne. So war ihr Auftritt für mich eine langweilige Sache, da ich den Sänger absolut nicht überzeugend fand. So hat es sich wirklich nicht gelohnt diesen Auftritt bis zum Ende zu sehen, wobei das Publikum das wohl etwas anders gesehen hat, da die Halle doch relativ gut gefüllt war. So bin ich mir sicher, das es dem ein oder anderen doch ganz gut gefallen hat.
Aber schon aus Prinzip: Legion forever!

Unleashed

HAEMORRHAGE

Noch eine Band, die vor gar nicht all zu langer Zeit erst gesehen habe und so war der Auftritt hier in Holland fast gleich zu dem in Bad Berka. Gut, der Sänger hatte jetzt nicht so viele Requisiten dabei, aber die Sprüche waren dann doch wieder die Selben, in tollem Spanglish. „Cool People in Holland. How many Morticians are here? Ah, two millions.“
Jedoch war ihr Auftritt solide und der ein oder andere Krachfetischist wird seine helle Freude gehabt haben.

Unleashed

HOLLENTHON

Diese Band sieht man ja nicht allzuoft live und umso mehr freut es mich, dass ich sie nun endlich einmal gesehen habe. Auch wenn ich noch in tiefer Trauer um die Auflösung der Vorzeigezipfelklatschern PUNGENT STENCH war und bin, erfreut es mich doch, das El Chonchio doch nicht von der musikalischen Bildfläche verschwindet. Mit seiner orchestralen Death Metal-Band ist er nämlich produktiv unterwegs und kündigt schon mal ein neues Album an.
Der Gig an sich war erstklassig, für mich live sogar besser als auf Platte. Auch das El Conchio eine so ausgezeichnete Stimme hat um klar zu singen, hätte ich nicht erwartet. Auf jeden Fall eine Band, bei der man sich freuen würde, wenn sie mal etwas mehr Live präsent wären.

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SODOM

„The Saw is the law!“, so heißt es ja auch schon in einer Single von SODOM aus den frühen 90ern. Tja, und so war es dann auch. Denn wie eine Kettensäge im Unterholz kommt auch Tom Angelrippers erste Aussage an das Publikum rüber, die nämlich lautete: „Hallo Holland! Könnt ihr Deutsch?“ Leider konnte man die Antwort nicht so gut verstehen, aber ich musste arg schmunzeln, wurde ich doch erst kurz vorher von einem Holländer angepöbelt ich solle doch ihre Sprache lernen, wenn ich schon in ihr Land komme.
Aber jetzt zum eigentlichen Auftritt. Auch wenn man den Eindruck hatte, das Herr Angelripper in Wirklichkeit gar kein Bass spielt, sondern durchgehend irgendetwas auf seiner E-Saite schrabbelt und er obendrein ein solches Timing-Problem hatte, das sich andere Bands, die so lange im Geschäft sind, schämen würden, sieht man bei SODOM doch gelassen über solche Dinge hinweg. So wirkt es doch, dass Bernemann und Bobby durchgehend immer auf ihren Frontkeifer achten müssen und eben die Einsätze seinem Spiel anpassen. Mein Gott, ich hab noch nie eine so geile Version von „Outbreak of Evil“ gehört. (*öff, öff* ins Fäustchen hust)
Aber trotzdem war es geil und für mich eine der coolsten Bands des Festivals. Einfach nur Old School As Fuck!

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NIFELHEIM

Die kultigste und gleichzeitig hässlichste Band durfte dann als letztes spielen. Wobei man merkte, dass die meisten zu dieser Stunde entweder besoffen unterm Tresen lagen oder schon nach Hause gegangen waren, da vor der Bühne dann doch nicht mehr so viel los war, wie es die Band vielleicht verdient hätte.
Die fiese, übelste Mischung aus früh-neunziger Black Metal und achtziger Thrash Metal konnte den letzten, meist kuttentragenden Headbangern aber noch die letzten Kraftreserven aus den Knochen locken.
Lautstarker, rumpelnder Abschluss, für ein cooles Arnhem Metal Meeting 2007.

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13.01.2008

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