Antropomorphia - Merciless Savagery

Review

Soundcheck April 2019# 7

ANTROPOMORPHIA konnten ja bereits mit ihrem letzten Album „Sermon Ov Wrath“ richtig gut bei uns punkten, und das auch völlig zu recht. Dementsprechend hoch ist natürlich die Erwartungshaltung an den nun vorliegenden Nachfolger „Merciless Savagery“, und man kann es vorweg nehmen, die wird absolut erfüllt.

ANTROPOMORPHIA etablieren sich auf hohem Niveau

Die Niederländer haben sich mittlerweile auf einem hohen Niveau fest gebissen und nur ein paar Feineinstellungen vorgenommen. Am auffälligsten ist sicher, dass ANTROPOMORPHIA den Anteil der bereits auf dem Vorgänger vorhandenen BEHEMOTH-Elemente spürbar erhöht haben. Und das steht der Scheibe prima zu Gesicht und verleiht ihr eine feine bedrückende Schwere und Finsternis. Das der geneigte Hörer außerdem in jedem Song Parts mit Wiedererkennungswert findet, wertet die ganze Geschichte natürlich zusätzlich auf.

Es ist auf „Merciless Savagery“vor allem die wirklich gelungene Mixtur, die absolut zu überzeugen weiß. ANTROPOMORPHIA verlieren sich eben nicht in möglichst hartem Geknüppel, obwohl die Band das absolut beherrscht, siehe „Apocalyptic Scourge“. Und die Jungs setzen auch nicht ausnahmslos auf ausgefeilte und komplexe Strukturen wie in „Wailing Chorus Ov The Damned“, auch wenn die ihnen ebenfalls sehr gut zu Gesicht stehen. Hier macht es ganz einfach die gekonnte und ausgewogene Mischung, Death Metal mit Stil halt. Wo es passt, drücken die Jungs mächtig auf die Tube, nur um kurz darauf an ebenfalls passender Stelle wieder zu bremsen und sich auf andere Stilelemente zu konzentrieren.

Erdrückende Wucht und dunkle Macht

In jedem Song findet man diese feinen Harmonien, die sich unbarmherzig in die Gehörwindungen einfräsen. Und die Herren konzentrieren sich sehr gut auf das, was sie beherrschen und wissen ihre Fähigkeiten gekonnt einzusetzen. Sie können einprägsame Refrains schreiben („Merciless Savagery“) oder auch ganz gekonnt solieren („Requiem Diabolica“). Und die Jungs mixen die bereits als Referenz genannten BEHEMOTH mit MORBID ANGEL in „Cathedral Ov Thombs“ als sei es das Natürlichste der Welt. ANTROPOMORPHIA haben echt einiges an Mühe vor allem in die Details gesteckt und punkten über die komplette Distanz mit erdrückender Wucht und dunkler Macht.

Die Niederländer haben sich mit ihrem fünften Longplayer endgültig im Premiumbereich des düsteren Death Metal etabliert. Mit „Merciless Savagery“ braucht man sich vor kaum einem Konkurrenten verstecken, und agiert absolut auf Augenhöhe mit den Könnern. Die ganze Scheibe ist herrlich homogen auf einem hohen Niveau. ANTROPOMORPHIA haben scheinbar endgültig ihren Stil gefunden und sich dabei für eine verdammt coole Mischung entschieden.

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01.04.2019

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1 Kommentar zu Antropomorphia - Merciless Savagery

  1. ClutchNixon sagt:

    Der Song ist okay und klingt für mich misikalisch eher nach räudigeren Abysmal Dawn als nach Behemoth, deren Vocal lines und Phrasierung zugegebenermaßen aufs genaueste studiert und adaptiert wurden. Das Solo ist hihgegen der gleiche Schrott wie auf den frühen Vader Releases und komplett überflüssig. Ich nehme an es soll genau wie das hochnotpeinliche Corpsepaint und Video das chaosmagische Element der Mucke unterstreichen. Naja, mal sehen was das ganze Album zu bieten hat. Gespannt bin ich alle mal.