Morbid Angel - Kingdoms Disdained

Review

MORBID ANGEL sparen sich Firlefanz wie Intros und steigen auf Album Nummer Eins nach dem insgesamt eher missglückten Experiment, David Vincent von der Leine zu lassen direkt mit „Piles Of Little Arms“ als Statement ein. Wieder dabei ist Sänger und Bassist Steve Tucker, der womöglich nicht den gleichen stimmlichen Ausdruck besitzt wie sein rivalisierender Counterpart, der aber den Alben mit seiner Beteiligung, allen voran dem legendären „Gateways To Annihilation“ von 2000, seinen ureigenen finsteren Stempel aufdrückte. Genau dieses Stilelement macht auch „Kingdoms Disdained“ zu sperrigem, aber erschließenswertem Material: MORBID ANGEL in ihrer Hochform spielen keinen normalen, gängigen Death Metal, sondern sie werfen dem Hörer einen apokalyptischen, verneinenden Brocken hin: Hier, niederes Volk, nehmt und kämpft damit.

Mit Räudigkeit und Technik (vor allem das wahnwitzige Spiel von Neu-Drummer Scott Fuller verdient besondere Erwähnung) kreieren die US-Death-Metal-Vorreiter ein Werk, dessen Wesentlichkeit sich weniger über die Songs erschließen lässt, sondern vielmehr über die zunächst beinahe monoton anmutende Atmosphäre. „Kingdoms Disdained“ öffnet die Tore zur Unterwelt und geht dabei nicht den Weg über stilfremde Experimente, sondern in erster Linie über Trey Azagthoths vertraute Gitarrenläufe und die aggressive direkte Intonierung Tuckers. Dabei wird dem Hörer etwas zugemutet: Drei bis vier Durchläufe sind nötig, um sich durch die gewundenen, beinahe furchteinflößenden Bergmassive hindurchzukämpfen und am Ende festzustellen, dass auch eine kompositorische Komponente in den einzelnen Songs greifbar ist. Das Album besitzt letztlich das große Plus, nach dem man in der heutigen Metal- und Musikwelt so häufig sucht, und das man so selten findet: Eine Individualität, vorgetragen von einer Band, die im Grunde jeglicher Vergleiche entbehrt. Ohne die vorhandene Klasse und Überzeugung von den eigenen Fähigkeiten wäre das nichts wert. Da diese aber zweifellos vorhanden sind, überzeugt „Kingdoms Disdained“ als eigenständiges und aussagekräftiges Werk, dass sich Kritik und Zurechtweisungen beinahe entzieht.

Auch die nüchterne, auf Produktion und Darbietung beschränkte Betrachtung führt zum Ergebnis, dass MORBID ANGEL sich wieder auf dem richtigen Pfad befinden: Erik Rutan, der Mann hinter der Scheibe, kennt die Band dank eigener Beteiligung auf einigen Platten aus dem Effeff, und soundtechnisch bleibt das Album dem musikalischen Grundgerüst treu: Es grummelt und wabert mächtig tief, und es macht dabei nicht mal den Versuch, Extremrekorde zu knacken. MORBID ANGELS künstlerische Vision ist der entscheidende Faktor bei ihrer Herangehensweise, und vielleicht unterscheidet das die großen, klassischen Death-Metal-Bands von den immer nach neuen Superlativen hetzenden neuen. Man nehme es sich zum Vorbild.

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10.12.2017

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42 Kommentare zu Morbid Angel - Kingdoms Disdained

  1. SaGi sagt:

    Der Sound dieser Platte ist für mich eine Frechheit.

  2. Miro sagt:

    Sehe ich auch so. Die Gitarren klingen, wie in Opas Keller im Haus nebenan aufgenommen…. Ganz grausam. Allein die Produktion ist für mich höchstens 3 Punkte wert. Rein musikalisch ist das Album durchweg Durchschnitt, was unterm Strich eine Wertung von 4-5 von meiner Seite ausmacht.

    Die Scheibe ist rundum eine Enttäuschung und da hilft auch die Marke Morbid Angel nicht mehr weiter…

    4/10
  3. Andreas sagt:

    Sorry, aber das Album ist eine herbe Enttäuschung.
    So übler Sound.
    Das sollte sich echt kein Fan gefallen lassen.
    Manchmal sollte man es einfach lassen.
    Frechheit einem so etwas mieses vorzusetzen.
    Morbid Angel hin oder her, das einzige was toll an der Platte ist, ist das Cover!!!

    2/10
  4. Miro sagt:

    Ja, das klingt auf den ersten Eindruck sehr hart, aber ich stimme dir vollkommen zu. DIese Platte ist für eine Band wie Morbid Angel regelrecht peinlich. Dabei hatte ich gehofft, dass nach Abgang von David Voncent endlich wieder Schwung in die Band kommt. Totale Enttäuschung.

  5. Gargamel sagt:

    Hm, wahrscheinlich hat man euch ne falsche Platte ins Cover gesteckt…

    1. Miro sagt:

      ich dachte tatsächlich erst, es handelt sich um einen Rough Mix, den ich zuerst hörte (Promo-Tracks), als dann aber das original Album im Player lag und ich merkte, dass das tatsächlich der Endmix ist, konnte ich es kaum glauben. DAS ist die aktuelle Arbeit von Erik Rutan? Puha, zurück in den Proberaum und vor allem ins Studio und den Nachholbedarf prüfen, würd ich sagen.

  6. Legatte sagt:

    „Man nehme es sich zum Vorbild“ und „Die neuen immer nach neuen Superlativen hetzenden (Bands)“. Nicht nur dass diese Platte Dreck ist und weit hinter dem Namen Morbid Angel zurückbleibt, auch soll man sich das noch zum Vorbild nehmen. Diese Seite wird immer lächerlicher. Innovation und sich um die Musik Gedanken machen ist mittlerweile auch schon verkehrt. Wacht endlich mal auf.

    2/10
  7. SaGi sagt:

    Ich habe mir jetzt die erwähnten 3-4 Durchläufe spendiert.
    Die Produktion kann man sich einfach nicht schön hören.
    Dazu kommt ein reichlich lustlos wirkender Azagthoth, der sich oft schlecht selbst kopiert.
    Und dann gibt es da noch „Declaring New Law“. 4 Minuten ein Riff zu hacken und dazu etwas zu knurren ist weit von einer hypnotischen Repetition entfernt. Ganz tief unter mies.
    Immolations Atonement zerreißt dieses Kleinod der Geldschneiderei in der Luft.

    2/10
  8. Saint Pauli sagt:

    ich schließe mich an. erbärmliche Platte, die gitarren sind kaum vernünftig zu hören. unterm kopfhörer klingt das alles sogar noch schlimmer als auf anlage.
    und, sorry… ein schlimmes schleimer-review.

    3/10
  9. daniel sagt:

    mmh krass was ihr so schreibt…ich hör die seit dem 3.dez. rauf und runter !! die platte ist brachial !! fette drums ballern einem die apokalypse um die ohren !! kein song ein lückenfüller !! ich bin restlos begeistert !! die platte kommt direkt aus der hölle !! ich hätte denen son brett nicht zugetraut !! aber ok ! so ist das mit dem musikgeschmack !! meine lieblingsplatten sind domination und die formulas fatal to the flesh. konnte mit der altars bisher nix anfangen..dafür werde ich warscheinlich von vielen geköpft. is halt meine subjektive wahrnehmung…so und nun geniesse ich zum x ten mal die beste death scheibe von 2017 !!! metallische grüsse !!!

    9/10
    1. Ben sagt:

      Jeder hat halt so seine Meinung.

      Ich finde die Scheibe auch eher Mau. Gerade die von dir beschriebenen „fetten Drums“ klingen in meinen Ohren grausig. Bis zu Unkenntlichkeit getriggertes – fast schon digital wirkendes Schlagzeug. Ich mag es da doch eher wenn es auch noch nach Schlagzeug klingt (wobei das heute leider viel zu selten der Fall ist!!!)

      Aber ich werde mir das Teil noch ein paar mal geben. Mal schauen ob sich da nochmal was tut…..

      3/10
  10. royale sagt:

    Hab die Scheibe nun vier- bis fünfmal gehört und finde sie ganz gut! den Drumsound finde ich auch nicht soo schlimm wie hier alle sagen, im Gegenteil! Für mich persönlich eine gute Morbidscheibe obwohl ich die Angel nur bis zur „blessed are the sick“ richtig gut fand.

    6/10
    1. Hugo Cabalero sagt:

      jo der drumsound ist unglücklich, weil zu dominant und plastisch, aber gerade noch so hörbar, dafür ist aber der gitarrensound völlig daneben.. viel zu dünn und kraftlos. viel zu verwaschen und zu sehr im hintergrund. geht gar nicht!

  11. Hugo Cabalero sagt:

    diese band erweckt den eindruck, als hätte sie (und besonders Trey Azagthoth) ihr pulver schon längst verschossen. die leben doch schon lange nur noch von ihrem großen namen.
    was kam denn nach covenant oder domination noch großartiges? nix! gar nix! danach alles nur mittelklassestoff.
    und kingdoms dingens ist die peinlichkeit schlechthin. musikalisch der abstieg in die komplette belanglosigkeit und soundmäßig im absolut inakzeptablen bereich für heutige ansprüche. selbst vor 20 oder 30 jahren hätten viele die nase gerümpft.

    2/10
  12. Gargamel sagt:

    Vielleicht ist es aber auch so, dass Morbid Angel genau diesen Sound haben wollten, der sich in der Tat von den meisten anderen Death Metal Produktionen der letzten Jahre deutlich unterscheidet. Mir gefällt Kingdoms Disdained ziemlich gut, ich kann aber auch andere Meinungen durchaus verstehen.

    8/10
  13. Krass sagt:

    Ich zähle ja eher zur Black Metal Fraktion und muss trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sagen, dass mir diese Platte absolut gefällt! gerade die Produktion empfinde ich als brachial, fantastisch, apocalyptisch. Die monotonen, wie eine Wand über einen zusammenbrechenden Riffs, sind einfach nur der Hammer. Ich kenne noch nicht so viel aus dem Death Metal Lager, die neue Cannibal Corpse finde ich auch ganz gut, aber das Teil hier ist absolut grandios, ich höre es rauf und runter. Die Kritiken kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber Death Metal ist auch nicht mein Steckenpferd, ich kann das nicht wirklich beurteilen. Für mich klingt das Teil so gut, ich kann mir kaum besseren Death Metal vorstellen. Freue mich schon drauf, langsam in deren Discographie einzutauschen. Vorsichtige 9 Punkte, wobei ich fast gerne 10 geben würde.

    9/10
    1. daniel sagt:

      dann hör dir formulas fatal to the flesh und domination an !! und die letzten beiden scheiben von immolation !! lg daniel !!

      1. Krass sagt:

        Danke für die Tipps, werden ich Mal checken.

      2. Krass sagt:

        Immolation habe ich mir jetzt mal besorgt. Gefällt mir ziemlich gut, ist aber auf der anderen Seite auch recht brav, sowohl was die Musik angeht und auch die Produktion. Die Produktion kann man nur als „warm“, fast schon „gemütlich“ bezeichnen. Apocalyptisch, fordernd, brachial, ist etwas anderes, nämlich das, was Morbid Angel hier fabriziert haben. Immolation gefällt mir trotzdem ganz gut, je nach Stimmungslage halt und trotz des nervigen Labels, welches ich gar nich abhaben kann.

    2. hypnos sagt:

      du bezeichnest die Produktion hier tatsächlich als brachial? Der Sound hier ist nicht besser als auf dem Level einer miesen Demoaufnahme. Für mich ist es ein Rätsel wie Erik Rutan es hinbekommt etwas derart druckloses und undynamisches zu produzieren

      3/10
      1. Krass sagt:

        Ich würde die Produktion als undifferenziert bezeichnen, Details gehen ziemlich unter, dadurch wirkt alles noch monotoner, als es ohnehin der Fall ist. Manche mögen das als Laienhaft bezeichnen, kann ich sogar etwas nachvollziehen. Ich finde es gut, dass bei dem Album nicht nur die Musik selbst und die Vocals herausfordernd sind, sondern die Produktion selbst auch. Es ist die gleiche Diskussion wie beim Black Metal, es gibt Leute die mögen es, wenn die Produktion kratzt und „blechert“ – und das ist hier der Fall. Von einem Demo Sound aber immer noch meilenweit entfernt. Ob es von der Band genau so gewünscht ist, wage ich nicht zu beurteilen, dazu kenne ich zu wenig von Ihnen. Aber eine so altgediegene Band wie Morbid Angel wird wissen welche Produktion Sie wollen und das auch genau so bekommen.

  14. Bluttaufe sagt:

    Habe mir das Ding jetzt auch mehrmals angehört – und zum Glück nicht gekauft.
    Ist für mich musikalisch auch nur solider Durchschnitt und die Produktion ist unter aller Kanone.
    Erik Rutan hat ja schon die „Conjuring The Dead“ von BELPHEGOR einen Demo Sound Deluxe verpasst aber hier schießt er echt den Vogel ab. Dann soll er lieber Bands wie GOATWHORE produzieren denn da passt seine Produktion irgendwie.
    Das Album würde ich mir nicht mal als Fan von MORBID ANGEL kaufen, geschweige geschenkt bekommen.
    Mies!

    3/10
  15. Doomcor3 sagt:

    Also ich weiss auch nicht was gemeckert wird! Der Sound ist einfach genial. Rutan hat absoluten Morbid Angel Sound hinbekommen. Die Scheibe klingt einfach nur böse! Die Jungs werden sich schon was dabei gedacht haben ! Finde den Sound von allen MA Scheiben bis jetz am besten. Hört euch mal Heretic an. Das is so ein Sound wie man ihn nicht haben sollte!

    8/10
    1. backinblack sagt:

      Für mich sind die Sound-Diskussionen Schein-Diskussionen.

      Ihr Meckerer: Gefallen Euch die Songs, oder nicht? Wenn nicht, dann ist auch die Qualität der Produktion komplett egal. Und wenn doch, dann kann ein guter Song auch nicht durch eine miese Produktion „zerstört“ werden.

      Mir gefallen sowohl die Songs als auch die – in meinen Ohren – kräftige und differenzierte Produktion. Zum Glück ist Musikhören immer noch subjektiv. Was nicht subjektiv ist, ist der Anstand anderen durch ständiges „fachkundiges“ und oberlehrerhaftes Gemecker den Spaß verderben zu wollen. Aber das ist im Internet-Zeitalter ohnehin leider keine Tugend mehr.

      Trollt ruhig weiter.

      1. Krass sagt:

        Sorry, aber was Du schreibst backinblack, halte ich für kompletten Unsinn. Es gibt auch produktionstechnisch Vorlieben und wenn eine Produktion nicht so klingt, wie man es mag, dann kann das natürlich den ganzen Hörgenuss zerstören. Die Soundproduktion ist auch ein Stilmitteln, welches es zu bewerten gibt, genau so wie die Musik selbst. Wenn Darkthrone anfangen auf eine Borgir Produktion auf ihren Alben zu usetzen, dann kannst Du die Musik komplett vergessen, völlig egal wie gut die Songs sind.
        Ich sehe hier daher niemanden trollen. Es mag höchstens sein, dass einige nicht ehrlich genung sind einfach zu schreiben, dass die Produktion nicht ihren Geschmack trifft. Wenn jemand schreibt, dass gleicht einer Demo Prodution, dann haben diese Person wohl noch recht wenige Demo Alben in der Hand gehabt.

      2. SaGi sagt:

        Wenn ich mich anstrengen muss, die dünnen Gitarren unter dem alles zubollernden Schlagzeug rauszuhören, dann sprech ich sehr wohl von besch…eidener Produktion.
        Wäre die Produktion in meinen Ohren zu höhen- oder basslastig, würde ich von persönlichem Geschmack sprechen.
        Hier scheint jedoch das Mastering komplett in die Hose gegangen zu sein.
        Ich kann dir ja mal „Fall Fro Grace“ auf einem Casio Keyboard von ’90 auf 2 Kanälen aufnehmen und du sagst mir dann, dass der Song doch richtig geil klingt.
        Und natürlich ist der Sound von der Band abhängig, keine Frage. Aber auch bei BM-Hochtonproduktionen gibt es Mist. Nämlich dann, wenn man glaubt, man hätte anstatt der Anlage den Fön eingeschaltet.

  16. Krass sagt:

    „die dünnen Gitarren unter dem alles zubollernden Schlagzeug rauszuhören“.
    Ich finde die Produktion auch nicht besonders differenziert, aber vielleicht war das auch nicht das Ziel der Band, vielleicht ging es ihnen mehr um die Gesamtwirkung und die klingt in dieser Form – meiner Meinung nach – ziemlich brachial. Um Mal einen weit hergeholten Vergleich zu bemühen. Wenn Du Dir einen Whisky käufst und die ganze Komplexität rausschmecken möchtest, dann besorgst Du Dir einen alten Whisky, ohne Rauchnote. Wenn Du es aber heftig haben möchtest, dann käufst Du Dir einen jungen Islay Whiskly, mit kräftiger Rauchnote, wo Du Schwierigkeiten haben wirst noch irgendwelche Nuancen rauszuschmecken. Ist der junge, rauchige Whisky deswegen schlechter, weil durch den Rauchgeschmack die ganze Komplexität verloren geht? Nein, er ist einfach nur anders und heftiger, halt so wie der Trinker es im spezilen Fall haben möchte. Die Morbid Angel Produktion auf diesem Album ist einfach eine Wand die Dich zermürbt, vielleicht genau das, was die Band erreichen wollte

    1. SaGi sagt:

      Und genau das seh ich anders. Eine Wand, die nur die Hälfte hören und erkennen lässt, zermürbt bei mir nichts.
      Als positives Gegenbeispiel nenn ich jetzt einfach mal die Platte von Spectral Voice. Die hat sicherlich auch keine Produktion, bei der einem Soundfanatiker die Ohren freudig leuchten. Aber da bollert dir die ganze Band die Ohren voll.
      Aber nochmal, davon ab find ich auch Treys anscheinende Lust- und Kreativlosigkeit für MA mehr als bescheiden.

      1. Krass sagt:

        Ok, aber wenn ich mir Spectral Voices anhören (sehr geil übrigens!! https://www.youtube.com/watch?v=O9oNQHbp0pA), dann sehe ich hier einen komplet anderen Ansatz. Produktionstechnisch hätte ich das eher zum Doom Metal zugeordnet, das kann man durchaus auch als „Wand“ bezeichnen ;-), ist aber doch deutlich „geerdeter“. Aber interessant verschiedene Meinungen dazu zu hören. Letztlich erzeugen verschiedene Geschmäcker auch verschiedene Stilrichtungen – und Vielfalt ist immer willkommen!!
        Mal eine andere Frage und weg vom DM, wie würdest Du denn diese Produktion einordnen? 😉
        https://www.youtube.com/watch?v=OvaZWnJL7xI

  17. DieBlindeGardine sagt:

    Faszinierend wie sehr ein Album von Morbid Angel doch nocht polarisieren kann. Wo die Pressestimmen zum großen Teil recht positiv sind, schlägt man sich in den Kommentarspalten fast gegenseitig die Köpfe ein. Vielleicht muss ich mir das Ding doch mal anhören, auch wenn ich nie wirklich ein Fan von Morbid Angel war 🙂

    1. Kirk sagt:

      Also ich seh hier nirgends, dass sich jemand die Köpfe einschlägt. Hier wird diskutiert, ja, aber mitunter haben Diskussionen auch einen etwas kräftigeren Ton, normal. Man muss nicht gleich alles ins „Getrolle“ oder „sich die Köpfe einschlagen“ münzen. SOWAS heizt ein und nicht die Diskussion an sich.

      Aber davon ab. Ich find das Album ziemlich belanglos. Der Sound ist übel, die Songs völlig durchschnittlich. Höchstens 5/10

      Ach ja, doch noch ein Wort zum (Gitarren-)Sound. Dafür, dass bei MA die Gitarren immer mit am wichtigsten waren, ist das hier ein schlechter Witz. Ideenlose Riffs und vor allem kaum (heraus)hörbar.
      Für mich hat die Band nun endgültig ausgedient. Die großen Morbid Angel waren einmal…

      4/10
      1. DieBlindeGardine sagt:

        Hier geht es ja auch noch ziemlich sachlich zu, von „Getrolle“ hab ich außerdem nie was gesagt. Das mit dem „Köpfe einschlagen“ ist auch nicht ganz so ernst gemeint, wie du es vielleicht verstanden hast. Um es konkreter zu formulieren: die Meinungen gehen teilweise drastisch auseinander 🙂

      2. Krass sagt:

        Warumwartet ein Kommentar hier von mit auf Freischaltung??? Das man keine Youtube Videos verlinken?

  18. hypnos sagt:

    hätte die Scheibe eine Vernünftige Produktion gäbs von mir noch 2 Punkte mehr auf eine 5/10. An den schwachen Songs ändert das freilich nichts. Die sind ideenlos und nichtssagend ob mit gutem oder schlechtem Sound

    3/10
  19. DieBlindeGardine sagt:

    So, hab es jetzt auch mal gehört. Fand es weder so gut wie viele Kritiken es beschreiben, noch so schlecht wie viele es hier teilsweise verreißen. Alles in allem ein höchst durchschnittlicher Brocken Death Metal. Kann man mal hören, muss man aber nicht. Von einer Band wie Morbid Angel ist das vielleicht etwas zu wenig, besser al die „Illud Divinum Insanus“ ist es aber allemal.
    Über den Sound lässt sich freilich streiten, ist halt ne ziemliche Wand, ob das Songmaterial mit einer akzentuierteren Produktion jedoch deutlich besser wäre ist fraglich.

    6/10
  20. John Keski sagt:

    Das ist der Hammer! So kann nur Morbid Angel, niemand sonst! Das Fleisch gewordene BÖSE und das pünktlich zu Weihnachten! Die Scheibe lässt nur die Höchstnote zu! Zu den negativen Rezessionen sag ich mal nix.

    10/10
    1. Bimsa sagt:

      na komm, mal nicht übertreiben.
      Dieses überzogene Bassgebrummel die ganze Zeit und dass man die Gitarren oft nur erahnen kann, ist echt arm für Morbid.

      2/10
    2. Doktor von Pain sagt:

      Eine Rezession ist immer negativ, weil das der Begriff für ein Wirtschaftstief ist. Im Gegensatz zu Rezensionen. Aber selbst davon gibt’s hier nur eine, der Rest sind Kommentare. Das war ja wohl mal nix, John.

  21. harald sagt:

    Unterhaltsam und kurzweilig

    7/10
    1. Ingo sagt:

      Hallo lieb Metal Gemeinde.
      Die Diskussionen über das neue Album erinnern mich sehr stark an die damalige Veröffentlichung von dem Formulas … Album. Dieses war damals auch sehr umstritten und ich gehörte schon zu der Zeit zu den Fans dieses Albums. Diese Begeisterung –auch zu den 2 weiteren „Tucker“ Alben, hält bei mir bis heute an und gehören definitiv zu meinen Lieblingsalben von MA. Ich gönne jedem seine Meinung, jedoch wird z.B. oft eine Kleinigkeit vergessen, nämlich die Qualität des Audiogerätes, worüber man ( z.B.) die CD hört. Will damit sagen, das wenn ich die neue MA auf meinen alten „Kasi“ höre, klingt sie wie ne rottige Proberaumaufnahme. Statt dessen abgespielt auf CD in meiner „Anlage“ samt geiler Boxen mega fetter Sound und man entdeckt/ hört da doch Meilenweite Soundunterschiede heraus…Nur mal so am Rande erwähnt..– Mir persönlich gefällt die neue Platte sehr gut und man darf bitte auch nicht vergessen, das die Herren nunmal auch älter werden und dafür ein absolut respektvolles Scheibchen abgeliefert haben. Bin sehr froh, dass Hr.Tucker wieder am Mikro steht und freue mich persönlich riesig auf die Tour. –
      Bezüglich des Shitstorms über die mehrmalig abgesagten Euroconcys; war/bin auch enttäuscht gewesen, aber manchmal gibt es evtl. auch private Gründe, die keinem Fan was angehen, die dazu führen und man nicht immer gleich alles glauben muss, was da über das Management verlautet wird; wg. dem Visa/ Reisepass,etc. Problemen. Das wird bestimmt einen signifikanten Grund haben und nicht ebend das, was als Begründung verlautet wurde, da ja MA eigentlich einiges zur Rückgewinnung/Besänftigung der Fans in Zusammenhang mit dem Illud… Album tun müsste und bestimmt auch wollen!…
      Hoffe die neuen Songs mal irgendwann live zu hören und schätze mal, das der Pit voll wird; trotz der mal mehr–mal weniger fundierten/sachlichen Kritik und man jene auch dort antreffen wird und auch sie werden jene Songs abfeiern!!
      Wems Album nicht gefällt: verkaufs doch einfach wieder und jut is…
      Solides MA Album und jut!!
      See you in the pit ?

      8/10
      1. SaGi sagt:

        Ich wollt es ja verkaufen, will nur keiner. 🙁 😀

  22. SOMMER sagt:

    Ich höre das Teil ja jetzt schon einige Monate und in letzter Zeit gab es ja einige nette Death Metal Veröffentlichungen, aber dieses Album ist für mich das absolut Beste, der totale Wahnsinn! Und ja ich gebe zu, gerade weil die Produktion so ist, wie sie ist. Ich finde sogar ganz ehrlich, dass die Produktion des letzte Cannibal Corpse Albums im Vergleich, relativ langweilig ist. Was MA aber auf Kingdoms Disdained fabrizieren ist ein Juwel, brachiale Drumms, brachiale Riffs, brachiale Produktion – ich bin beim Hören immer sofort von 0 auf 100, infiziert und werde schlichtweg niedergewalzt. Dabei sind die Songs gar nicht chaotisch, sondern wohl strukturiert, machen aber keine Gefangenen und gehen voll auf die 100, ohne auf unzähmbare Blastbeats oder deratiges angewiesen zu sein.
    Also vielleicht sollte man hier einfach akzeptieren, dass MA mit diesem Album einen bestimmten polarisierenden Nerv getroffen haben, die einen lieben es, die anderen hassen es. Ich gehöre zu den Leuten die es lieben und wenn man sieht, was in diesem Studio schon alles produziert wurde, dann kann man mit Sicherheit sagen, dass alles zu 100% so gewollt ist. Und für diesen Mut kann ich MA nur meinen höchsten Respekt zollen. Für mich eines der absoluten Sperrspitze Alben in 2017! Ich kann eher die hohen Wertungen für das letzte CB Album nicht ganz nachvollziehen, mir ist die Musik fast zu brav.

    9/10