Arcanum - No Past,, No Future, SSDD

Review

Es gibt viele nette Dinge, die man mit einer solchen CD anstellen kann. Man kann sie als provisorischen Bierdeckel verwenden. Oder damit Frisbee spielen. Oder sie in die Mikrowelle stecken und das hübsche Feuerwerk genießen. Nur eines sollte man damit auf keinen Fall tun: Sie in den heimischen CD-Spieler verfrachten und anhören. Hinter dem extra-trashigen Cover-Design verbirgt sich ein Album, dessen Nervfaktor spätestens beim zweiten Hördurchgang die Grenze des Erträglichen deutlich überschreitet.

Im Grunde will man unbekannten Nachwuchs-Bands nichts böses und ist deshalb gewillt, deren in Eigenregie produzierte Erstlingswerke entsprechend wohlwollend zu betrachten. Im Falle von ARCANUM ist dieser Neuling-Bonus allerdings in windeseile verspielt und es macht sich bitterste Ernüchterung breit. Die Songs sind nicht nur lasch arrangiert, klischeebeladen und schwachbrüstig produziert, sondern zudem durchgehend langweilig und abwechslungsfrei. Lediglich „In The Darkness“ weist eine Melodiestruktur auf, aus der begabtere Künstler einen vernünftigen Song hätten stricken können.

Hinzu kommt die kraftlose Stimme von Sängerin Gabi, die nach billigstem Gothic Rock klingt und dabei nur schlecht zum klassischen Heavy-Metal-Sound passt, den die Instrumental-Fraktion wenig überzeugend von sich gibt. Da passen dann auch die teils kitschigen, teils einfach nur miesen englischen Texte ins Gesamtbild, die sich billigster Kindergarten-Lyrik bedienen. Immerhin wird es so – wenngleich unfreiwillig – extrem komisch, wenn die Sängerin in „Pixie“ von der kleinen Fee singt, die bei ihr zuhause unter der Treppe haust: „Sometimes she’s mean to me. Sometimes she’s only talking. She steals my shoes and eats my socks. It’s absolutely shocking! It is shocking!“ Dem kann man sich auch im Hinblick auf das gesamte Album eigentlich nur anschließen.

24.04.2010

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2 Kommentare zu Arcanum - No Past,, No Future, SSDD

  1. christian_k sagt:

    die cd muss ich haben!

  2. Anonymous sagt:

    Es gibt viele Sachen, die man mit solchen Ausgedruckten Kritiken machen kann. Man kann sie als WC Papier verwenden. Oder sogar als Witz-Blatt betrachten. Als Papierflieger würde sie sicher auch noch etwas hermachen. Beim "Bräteln" könnte man sie auch sehr gut verwenden zum Beispiel als Feueranzünder als Papieruntersatz. Definitiv kann man mit etwas Fantasy viel damit machen. Nur ernstnehmen kann man sie nicht.

    Ich möchte mich noch bedanken, dass du so schnell eine CD Kritik gemacht hast. Leider musste ich feststellen, dass die Qualität dadurch nicht gerade gefördert wurde. Zum Beispiel bei folgenden Punkten:

    Du gibst an, dass wir klassisches Heavy Metall spielen. Dies ist nicht ganz so die Wahrheit, da wir verschiedene Einflüsse haben, zum Beispiel auch Punk und Rock. Also verstehe ich schon, dass wir dem klassischen Heavy Metall nicht ganz gerecht werden.

    Was Pixie betrifft so muss ich leider feststellen, dass du den Song entweder nicht gehört oder nicht verstanden hast. Denn in diesem Song geht es hauptsächlich um Drogen. Aber ok vielleicht ist denn Englisch so gut wie meins und dann verstehe ich dich vollkommen.

    Zum Schluss muss ich noch sagen, wenn man deine Kriterien auf deine "CD-Kritik" anwenden würde, so müsste man schon das Malus System einführen, Denn diese Kritik ist eine persönliche Meinung und keine konstruktive Kritik.

    Aber ich rechne dir deinen Mut so etwas ins Internet zu stellen hoch an. Chapeau (Übersetzung für dich: „Hut ab“)