ASP - Akoasma - Horror Vacui Live

Review

Galerie mit 30 Bildern: ASP - Pentagrammophon "20 Jahre ASP" Tour 2019

Eines dürfen alle Anhänger von ASP dieses Jahr nicht tun: Sich beschweren, dass es nicht genügend Veröffentlichungen und Konzerte gab. Nicht nur mit dem neuen Epos „Zaubererbruder – Der Krabat Liederzyklus“ präsentierten ASP ein kleines Meisterwerk, das zudem im Rahmen einer Unplugged-Tour zu bewundern war, auch mit der randvollen Best-Of-Zusammenstellung „Horror Vacui“ blickten ASP eindrucksvoll auf ihre bisherige Bandgeschichte zurück. Natürlich durfte auch hierzu eine große Tour nicht fehlen, die alle Hits der Band somit auf die Bühnen brachte. Das war ASP aber anscheinend noch immer nicht genug, denn mit „Akoasma“ folgt nun das passende Album zur „Horror Vacui“-Tour.

23 Songs auf zwei CDs, dazu wieder ein gelungenes Artwork und vor allem emotionale Live-Aufnahmen der beliebtesten ASP-Songs, die die einzigartige Atmosphäre eines ASP-Konzerts von der ersten Minute an einfangen. Beginnend mit dem „Intro“ bis zum letzen Song und ASP-Klassiker „Ich will brennen“ strotzen ASP nur so vor Energie und dass das Publikum der Band dies mehr als dankt, ist unüberhörbar. Die Songs wurden in verschiedenen Städten Deutschlands aufgenommen und umfassen dabei Songs aus den Anfangstagen der Band („Schwarzer Schmetterling“, „Sing Child“) bis hin zum letzten Album „Zaubererbruder“, von dem allerdings nur der Song „Krabat“ vertreten ist. Dafür dürfen natürlich weitere Klassiker wie „Und wir tanzten“, „Duett“ und „Die kleine Ballade“ genauso wenig fehlen wie das kultige Duett „Nie mehr“ mit Gastsängerin LAHANNYA.

Und so fällt dann nach fast exakt zwei Stunden Live-Genuss der letzte Vorhang für ASP und lässt die wahren Fans beglückt zurück. Vor allem für die ist „Akoasma“ eine wunderbare Ergänzung zu „Horror Vacui“ und das lange ersehnte Live-Album ihrer Lieblinge. Ob der Normalbürger diesen Nachschlag nun dringend braucht, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Meines Empfindens nach muss man als solcher nicht unbedingt „Horror Vacui“ UND „Akoasma“ besitzen, sondern kann sich hier völlig beruhigt zwischen einer dieser beiden Veröffentlichungen entscheiden, je nachdem ob man mehr auf Studio- oder Liveaufnahmen steht.

16.12.2008

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