Avulsed - Altar Of Disembowelment

Review

Die Schuster des Todes AVULSED bleiben bei ihren Leisten und veröffentlichen mit „Altar Of Disembowelment“ eine EP, die auf den ersten Blick als nahtlose Fortsetzung des Vorgängeralbums „Ritual Zombi“ durchgehen könnte. Abermals steuerte Juanjo Castellano das augenzwinkernde Gore-Artwork bei, Death-Metal-Tausendsassa Rogga Johansson übernahm die textliche Gestaltung nicht nur eines sondern gleich aller Songs und der Opener „To Sacrifice And Devour“ führt diesen modrigen wie melodischen Schweden-Charme ins Feld, der schon „Ritual Zombi“ zu einem Gutteil durchzog. So weit, so bekannt, so gutklassig also, wie man es von AVULSED erwarten kann.

Die Änderungen verstecken sich denn auch mehr im Detail. Von den überregionalen Todesblei-Merkmalen behielten AVULSED die skandinavische als einen ihrer prägenden Einflüsse bei, müssen aber in den letzten zwei Jahren im heimischen Keller vermehrt BOLT THROWER auf Dauerrotation gehört haben: „Red Viscera Serology“ und „Tremble In Darkness“ sind in den Hauptmelodien unüberhörbar von der britischen Planierraupe genährt. Die gutturalen Growls von Dave Rotten stellen immer noch eines der Markenzeichen AVULSEDs aber das charakteristisch abgehakte Artikulieren einzelner Silben sowie repetitives, langgezogenes Ausspeien seines Lieblingsimperativs „Die!“ sind merklich reduziert worden. Dafür wildern AVULSED nicht mehr maßgeblich nur im Midtempo, ein Eindruck, die auch die kurze Spielzeit von 22 Minuten suggerieren mag. Nicht ganz unschuldig an der gestiegenen Schlagzahl ist die lange Cover-Tradition, der dieses Mal BLACK SABBATHs „Neon Knights“ zum Opfer fiel, wie wohl manche sagen würden. Es dauert eine Weile, bis sich die Adaption als solche offenbart aber sie avanciert zum mitreißendsten Track der EP, sofern diese arg beschleunigte Version nicht gleich als Sakrileg gegeißelt wird.

Daneben wartet „Altar Of Dismebowelment“ mit der bis dato fülligsten Produktion einer AVULSED-Veröffentlichung auf, an der erneut Dan Swanö maßgeblichen Anteil hatte. Einen Preis für die größte Kreativ- und Innovationsleistung gewinnen AVULSED zwar auch damit nicht. Dafür überzeugt aber das altbewährt gehobene Niveau mit Wiedererkennungswert, für Fans und Sammler vor allem dann, wenn es im viel zu selten bemühten 10″-Vinyl-Format angeboten wird.

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17.10.2015

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