Banane Metalik - Nice To Meat You

Review

Wortspiele sind eine tolle Sache, solange sie sich über Unterstufenniveau bewegen. Leider haben BANANE METALIK den Bogen noch nicht so ganz raus, und präsentieren ihr drittes Album mit dem (gut gemeinten) Titel „Nice To Meat You“.

Dabei ist der Name der Band doch schon obskur genug, wobei mir persönlich bis jetzt nur die elektrische Banane („Mellow Yellow“) ein Begriff war. Doch offenbar treiben die Horrorpunks schon seit 1992 ihr Unwesen, und erfreuen sich in gewissen (internationalen) Kreisen auch einiger Beliebtheit.
Aber warum, stellt sich die berechtigte Frage, haben es die Franzosen dann erst auf drei Veröffentlichungen gebracht? Auch dafür gibt es natürlich eine Erklärung: Nach dem Erfolg des Debüts „Requiem De La Dépravation“, der bestimmt auch der aufwändigen Liveshow mit Verkleidung und Go-Go-Tänzerinnen zuzuschreiben ist, löste sich die Band ein Jahr später sang- und klanglos auf. Erst im Jahr 2005 tauchten BANANE METALIK dann wieder aus der Versenkung auf und lieferten den Debütnachfolger „Sex, Blood And Gore’n’Roll“ ab.
Womit wir auch schon beim Thema wären: Gore’n’Roll. So betitelt die Band ihren Stil nämlich selbst. Ihre Inspiration beziehen die Musiker aus Horrorfilmen, um Rock’n’Roll mit morbider Atmosphäre zu erschaffen.

Auf „Nice To Meat You“ gelingt ihnen das auch ziemlich gut. Mal schlägt einem das volle Punkbrett entgegen („Murder Party“), mal lassen es die Jungs etwas entspannter angehen, wie im psychobillylastigen „Strip Or Die“. Ganz unterschwellig schwingt dabei aber immer eine „gruselige“ Stimmung mit, die durch den großzügigen Einsatz von eher außergewöhnlichen Instrumenten wie Theremin, Geige Trompete und Orgel erreicht wird.
Was mir hingegen nicht ganz so gut gefällt, ist der Gesang. Zwar gibt es an der rauhen Stimme nicht viel zu kritisieren, doch die Sprache des Rock’n’Rolls ist und bleibt für mich nun einmal Englisch, was innerhalb der französischen Texte aber nur sehr selten und dann auch noch in inakzeptabler Aussprache vorkommt.
Zudem fehlt es den ordentlich vorwärts gehenden Songs oft etwas an Hitpotential. Und dass die Songs gut im Ohr hängen bleiben, ist für diese Musikrichtung einfach Pflicht.

Trotz des einen oder anderen Makels dürfte „Nice To Meat You“ für Freunde der Materie aber ein gefundenes Fressen sein. Und sollten BANANE METALIK einmal in eurer Gegend aufspielen, empfehle ich, diese Gelegenheit unbedingt zu nutzen.

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23.08.2009

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