Belenos - Spicilège

Review

Das Ein-Mann-Projekt BELENOS aus Frankreich zählte für mich immer zu den Bands, die sich zwar im Underground über die Jahre Rang und Namen erspielt haben, denen jedoch nie der große Durchbruch gelang und leider wohl auch nicht mehr gelingen wird. Woran das liegen mag, kann ich nicht beurteilen, doch ich kann zumindest ausschließen, dass es der Qualität der Musik BELENOS‘ geschuldet ist. Das zeigt sich auch daran, dass sämtliche Frühwerke der Band restlos ausverkauft sind, weshalb Northern Silence Productions diese nun neu auflegen. “Errances Oniriques ” von 2001 und “L’Ancien Temps” von 2004 wurden in den vergangenen Jahren bereits erneut veröffentlicht, nun steht das 2002er Werk “Spiciège” auf dem Programm.

Als düster, trist und dennoch nicht zu kalt und abweisend lässt sich dieses Album, auf dem BELENOS einen großen Schritt vom Pagan Metal hin zum variablen, abwechslungsreichen Black Metal getan haben, beschreiben. Weniger süß und lieblich sind die Melodien, seltener der Einsatz von Flöten, Akustikgitarren und cleanem Gesang, häufiger der von Doublebass, brachialem Uptempo-Riffing und krächzenden Screams im Vergleich zu den vorherigen Werken. Doch Mastermind Loïc Cellier ist sich dennoch treu geblieben, sodass Fans der früheren BELENOS dieses Werk trotz der Veränderungen zu schätzen wussten, die Band jedoch zugleich zahlreiche neue Fans gewinnen konnte. Insbesondere ist der Franzose seinem in Sachen Songwriting eingeschlagenen Pfad konsequent gefolgt: Aufbau und Struktur der Songs sind komplex, jedoch dennoch nachvollziehbar und eingängig, die Arrangements geschickt, sodass sich auch in Rhythmus und Tempo völlig verschiedene Parts nahtlos aneinander fügen und zu einem homogenen Ganzen verschmelzen.

Als Bonus gibt’s auf dieser schicken Auflage im A5-Digipak zudem drei Live- sowie vier unveröffentlichte Versionen der Songs auf dem Album. Das ganze wurde zudem neu gemastert, kommt also in fetterem, klarerem jedoch auch nicht zu modernem Soundgewand daher. Wer die Originalauflage von “Spicilège” noch nicht im Regal stehen hat, sollte hier also unbedingt zuschlagen.

08.01.2012

Der metal.de Serviervorschlag

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