Bolt Thrower - Mercenary

Review

Galerie mit 22 Bildern: Bolt Thrower - Summer Breeze 2011

Schon fast gestorben und begraben wähnte ich diese Band – eine der wohl wichtigsten, intensivsten und einfach besten Death Metal Bands dieses Planeten. Doch jetzt liegt sie vor mir, die neue Platte von BOLT THROWER und versucht die Bandhistorie um ein weiteres schweres Geschütz zu erweitern.

Das Erbe könnte nicht schwerer sein: Alle BOLT THROWER Platten waren ein Steigerung des ureigenen Stils, wurden intensiver und moderner. Durch den Kurzeinstieg von Martin van Drunen befürchtete man schon einen Stilwandel, sah allerdings auch die Chance in einer Weiterentwicklung. Karl Willets ist aber wieder zurück an Bord des Kriegsschiffes, was in meinen Augen auch besser so für den Sound ist, paßt doch einfach die Stimme von Karl am besten zu dem basslastigen Geballer.

Somit sind wieder alle Trademarks am Start: Der tiefe und schwere Sound, die simplen, teils melodischen Gitarrenriffs, die bollernden und treibenden Drums und das tiefe, aber verständliche Geröchel von Herrn Willets.

Die Songs knüpfen nahtlose an alte Klassiker an, „No Guts, No Glory“ stellt die Hymne dieser CD dar. Die Produktion ist erneut eine Steigerung, diesen fetten Sound kann man nur schwer überbieten. Über all diesem schwebt allerdings ein fürchterliches ABER: Die Band vollzieht keine Entwicklung mehr, sie verlässt sich auf sich selbst und ihr Material, welches durchaus wieder einmal überragend ist, aber zu wenig Abwechslung bietet. Die Songs hätten genauso gut auf „…For Victory“ oder „The Fourth Crusade“ stehen können, die Anschaffung lohnt sich somit nur für Neueinsteiger und eingefleischte Fans.

Ich liebe den Sound von BOLT THROWER, brauche aber keine weiteren zehn Platten im gleichen, nicht veränderten, Stil. Die Band sollte sich überlegen, ob sie sich wirklich ständig wiederholen will und ob die Zukunft von BOLT THROWER die Vergangenheit sein soll.

Ein solides Album liegt mit „Mercenary“ aber auf alle Fälle vor, nach dem sich viele Fans die Finger lecken werden, auch wenn „…For Victory“ nicht getoppt werden konnte.

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17.09.1998

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7 Kommentare zu Bolt Thrower - Mercenary

  1. Counterforce sagt:

    Wenn ich’s so recht überlege sind 4 Jahre schon ne verdammt lange Zeit. Das sie ihr bisheriges Schaffen nicht toppen werden war nicht zu erwarten. Genauso wenig wie ein Comeback von BT. Doch nun sind wieder back in business. Vom Sound her, wer vielleicht sogar die "For Victory" etwas fetter. Trotzdem wieder alle Trademarks am Start. Ich hoffe nur, daß das nicht alles gewesen sein soll und das eine Weiterentwicklung noch stattfindet. Sieht aber vom zeitlichen Rahmen nicht so aus. Immerhin sind inzwischen schon wieder 3 Jahre verstrichen und still ist’s!

    8/10
  2. Necroking sagt:

    Geile Scheibe, ohne Frage, aber im Vergleich zu "…For victory" und "IVth Crusade" doch eher ein Rückschritt (hätten beide 10 Punkte von mir gekriegt). Irgendwie gehen die Songs einfach etwas weniger gut ab. Und ich finde den Sound auch schlechter als vorher. Die weiterentwicklung ist mir wurst, hauptsache die Songs sind richtig geil. Sind sie hier auch, aber im Vergleich zu vorher halt etwas weniger…

    7/10
  3. Anonymus sagt:

    Vor zwei Monaten hätte ich noch 10 Punkte gegeben, jetzt wo "Honour – Valour – Pride" da ist muß leider abgewertet werden… hähähä…*diabolischgrins* 🙂

    9/10
  4. shadowofdeath sagt:

    *Daumen-nach-oben Death Metal, wie er im BT Handbuch steht! *bang

    9/10
  5. Anonymous sagt:

    von der Hit-Dichte eindeutig das beste BT-Werk! Im Prinzip kann man BT-Scheiben ja schon bewerten, bevor sie herauskommen, da keine großen Experimente zu erwarten sind und wieder 100% Killer-Riffs zum Einsatz kommen… bin ja mal gespannt wie sich Mr. Willets wieder macht auf dem baldig erscheinenden Album "Those Once Loyal"…

    10/10
  6. blotgroppe 0 sagt:

    Diese Platte stellt in meinen Augen nicht nur Bolt Throwers-Meistwerk, sondern schlichtweg auch noch das Monument des langsamen, wuchtigen Death Metals dar, der zwar nicht die größten Technikorgien, dafür aber eine Atmosphäre puren Zermalmens bietet.
    Natürlich unterscheidet sich dieses Album nicht fundamental von anderen Scheiben der Briten, obwohl man hier etwas schneller walzt und Karl Willets besonders menschenverachtend klingt.
    Wer also nur ein Werk dieser Traditionsfabrik im Schrank stehen haben möchte, sollte hier schnellstmöglich zugreifen, alle anderen haben das Teil eh schon.
    Falsch machen kann man mit dem Kauf nichts, wenn man brutale Musik nicht ausschließlich über Geschwindigkeit definiert.

    10/10