Bruce Springsteen - Magic

Review

The Boss is back! Oder besser: The Boss and the guys! BRUCE SPRINGSTEEN hat sich, nach dem letzten gemeinsamen Album „The Rising“ aus dem Jahre 2002, wieder mit „seiner“ E-Street Band zusammen getan und ein Album veröffentlicht. „Magic“ nennt sich die Scheibe und zeigt den Boss wie nach einer Frischzellenkur. Wenn man sich vor Augen hält, dass die letzten Alben von BRUCE SPRINGSTEEN mehr in Richtung seiner früheren Werke gingen, nämlich sehr ruhig und bis auf wenige Ausnahmen vordergründig auf Gesang und Gitarre reduziert, wird die E-Street Band einen großen Anteil daran haben, dass „Magic“ wieder deutlich schwungvoller klingt.

Natürlich darf nach über 20 Jahren niemand erwarten, dass es nochmal ein zweites „Born In The U.S.A.“ geben wird. Die Zeiten sind vorbei und der Boss hat sich verändert. Er ist nicht nur älter geworden, sondern auch reifer und (musikalisch) ruhiger. Dennoch klingt „Magic“ überraschenderweise erfrischend rockig und, wie es sich für die Band gehört, ursprünglich amerikanisch, was natürlich auch an der markanten Stimme BRUCE SPRINGSTEENs liegt.

Die E-Street Band reizt ihre Vorzüge in vollen Zügen aus und neben kernigen, flüssigen Beats gibt es jede Menge emotional-melodische Gitarrenarbeit, ein dezent aber passend eingesetztes Saxophon und unterstützende Background Vocals. An den Melodieführungen und am Harmonieverlauf in den Songs erkennt man sofort die eindeutige Handschrift und man wird nach verklingen des letzten Tons förmlich dazu gedrängt (zumindest erging es mir so), „Born In The U.S.A.“ aus dem gut sortierten Regal zu fischen und mal wieder die Sau raus zu lassen.

Mit dabei ist auch wieder Steven Van Zandt, der sympathische Gitarrist der E-Street Band, der in den 80ern und 90ern als LITTLE STEVEN Solo-Alben veröffentlichte und sich damals mit dem Album „Sun City“ und dem Motto „Artists United Against Apartheid“ einen guten Namen machte.

„Magic“ ist also als rundum gelungene Wiederkehr anzusehen, ein BRUCE-SPRINGSTEEN-Album, wie es sich viele schon sehr lange mal wieder gewünscht haben. Auch wenn es deutlich zahmer und über weite Strecken nicht ganz so eingängig erscheint wie besagtes Überwerk (ich stelle die Assoziation mit „Born In The U.S.A.“ hier öfter an, weil es halt DAS Album mit der E-Street Band war), ist es trotzdem ein gelungenes, musikalisch schönes Album geworden. Die Zeiten sind halt nicht mehr dieselben und die Musik demnach logischerweise auch nicht. Betrachtet man „Magic“ ohne ständig zurück zu blicken, bleibt ein rundes und wohlklingendes Stück Musik über.

Über die Produktion braucht man bei einem langjährig erfahrenen Mann wie BRUCE SPRINGSTEEN eigentlich nicht mehr sprechen. Diesbezüglich stimmt selbstverständlich alles bis ins Detail, etwas anderes kann er sich auch überhaupt nicht erlauben. „Magic“ ist einfach eine feine Sache geworden und dürfte besonders für all jene reizvoll sein, die den Boss gerne mit etwas mehr Schwung in den Hüften sehen und natürlich logischerweise hören. Welcome back!

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08.10.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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