Burden Of Grief - Fields Of Salvation

Review

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Lange haben sich BURDEN OF GRIEF für ihr Drittwerk Zeit gelassen. Fast drei Jahre sind seit „On Darker Trails“ ins Land gezogen. Diese Zeitspanne hört man den neun neuen Stücken aber ohne Zweifel an, denn man kann sie getrost als das songschreiberisch dichteste und reifste Material bezeichnen, das die nordhessische Vorzeigecombo in ihrer knapp zehnjährigen Karriere (im Spätsommer ist Jubiläum) auf Konserve gebannt hat. Großartige Stilbrüche darf man deswegen aber nicht erwarten, nein, die fünf Jungs aus Kassel spielen immer noch gutklassigen Melodic Death Metal, der seinen schwedischen Pendants in nichts nachsteht. Im Vergleich zu „On Darker Trails“ gibt es nur folgende vier kleine Änderungen: 1. Man hat nicht mehr in Andy Classens renommiertem Stage One Studio aufgenommen, sondern ist ins relativ unbekannte Metal Sound Studio zu Torsten Sauerbrey gewechselt. Produktionstechnischer Rückschritt? Fehlanzeige! 2. War der Vorgänger noch etwas rifforientierter, sind auf „Fields Of Salvation“ Melodien und filigrane bis zerbrechliche Gitarrenläufe gleichberechtigter Partner. Diese beiden Extreme werden z.B. in „Dead Soul Decline“ oder „The Silent Killing“ sehr gut umrissen. Aber keine Angst, es gibt auch durchgängig ordentlich auf die Mütze („Yearning For Salvation“ oder „Don’t Fear The Creeper“). Allerdings diesmal mehr im reinen Todesblei verwurzelt mit zurück geschraubtem Thrashfaktor. 3. BURDEN OF GRIEF klangen noch nie so melancholisch und verzweifelt wie auf diesem Album. Man höre nur das Titeltrackinstrumental oder einzelne anklagende Melodiearrangements (z.B. in „Engaged With Destiny“) und seelischer Schmerz wird förmlich greifbar. 4. Diesmal fehlt die Coverversion eines Metalklassikers. Schade, ich hatte gehofft, dass dies eine Art Tradition dieser Band wird. „Prowler“ und „Master Of Puppets“ konnten nämlich durch und durch überzeugen. Was bleibt also, wenn diese knapp 40 Minuten vorüber sind? Ein weiteres, äußerst gelungenes Melodic Death-Album aus dem Hause BURDEN OF GRIEF, das keinen ihrer Fans enttäuschen wird, auch wenn vielleicht ein Megaohrwurm der Marke „Cold Fire“ fehlt. Trotzdem ist dieses Quintett gut gerüstet für den Kampf gegen die schier übermächtige Konkurrenz der nächsten Monate (HYPOCRISY, EXODUS, CANNIBAL CORPSE, FLESHCRAWL, etc.).

25.01.2004

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