Casket Grinder - Fall Into Dementia

Review

CASKET GRINDER pflügen vom Start weg durch diese gute halbe Stunde „Fall Into Dementia“, allerdings ohne ausschließlich zu hetzen, man nimmt sich dennoch genug Zeit für viele kleine Schmankerl. Für die nicht todesmetallisch geschulten Ohren klingen vermutlich die meisten Lieder gleich oder zumindest verdammt ähnlich. Der geneigte Fan hingegen erkennt und schätzt aber natürlich die zahlreichen Details.

Wie ein Schwarm Heuschrecken brechen Songs wie „Re-Sonator“ oder aber „Buzzing Frenzy“ aus dem Nichts über einen herein und sorgen für wohliges Entsetzen. „Fall Into Dementia“ geht also gleich mal ohne Umschweife voll rein ins Getümmel, CASKET GRINDER lärmen Death Metal mit einer angenehmen Portion Thrash im Gepäck. Wildes Geknüppel, feines Gegrunze, Bass und Gitarren duellieren sich bis aufs Messer. Das ist so richtig schön räudig, dennoch sauber gezockt und kurz und knackig ins Ziel gepfeffert.

CASKET GRINDER sind erfrischend nicht perfekt unterwegs

Vor allem die Äxte schwirren herrlich, mal wie ein wild gewordener Bienenschwarm (Einstieg von „Buzzing Frenzy“), mal in Form sehr gekonnter Soli („The Portal“ als ein Beispiel von vielen). Bands wie VADER oder IMMOLATION werden von CASKET GRINDER immer wieder in kleinen Dosen verabreicht.

Dass es die Kolumbianer auch anders können, zeigt „What Lies Across“ und wirkt wie eine dezent melodische Variante von NAPALM DEATH oder TERRORIZER. Und auch CANNIBAL CORPSE lassen in manchen Passagen („Partially Digested“) recht fein grüßen. „The Final Summoning“ hingegen weißt deutlich die markanten Züge von MORBID ANGEL auf. Die Kombination dieser verschiedenen Einflüsse haben CASKET GRINDER richtig fein umgesetzt.

„Fall Into Dementia“ ist oft pure und ansteckende Hektik

Death Metal kann so herrlich direkt und genial sein. Was nicht heißt, dass dieses Debüt hier simpel oder primitiv wäre, nicht die Bohne. „Fall Into Dementia“ ist eine Scheibe, die herrlich alt klingt, nicht altbacken, sondern frisch serviert. Man spürt den Enthusiasmus von CASKET GRINDER in jeder Note. Auch wenn das Timing noch nicht immer zu 100% stimmt und noch nicht alles bis ins letzte Detail sitzt, die Jungs sind dennoch schon verdammt weit und machen mit dieser Scheibe Bock auf mehr, ganz klar.

Und wenn die Jungs diese Scheibe am Stück durchzocken, hat sicher danach jeder das eine oder andere Pfund verloren. „Fall Into Dementia“ ist also ein richtig starkes Debüt geworden, CASKET GRINDER dürfen gerne wiederkommen!

03.07.2020

Der metal.de Serviervorschlag

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