Cebren-Khal - A Mass Despair

Review

BLACK SABBATH! Wie einst vor 40 Jahren auf dem selbstbetitelten Debütalbum der Pioniere aus Birmingham, leitet ein Gewitter mit unheilvollem Glockengeläut auch dieses Debütalbum namens „A Mass Despair“ der 2004 gegründeten Franzosen CEBREN-KHAL ein. Doch die musikalische Ausrichtung ist ansonsten doch eine recht verschiedene.

CEBREN-KHAL präsentieren uns eine sehr düstere Mischung aus epischem Death Doom und Melodic Black Metal mit leichtem Gothic-Einschlag. Dabei beschreitet die Band noch relativ wenig betretene Pfade, was ich sehr schön finde. Traurige, wirklich packende Gitarrenmelodien und drückende und dabei dennoch elegante Riffs sind allgegenwärtig, ebenso sphärische, geschmackvolle, teils orchestral anmutende Keyboardklänge, welche meist im Hintergrund agieren. In Sachen Geschwindigkeit kennt die Gruppe keine Grenzen, von schleppend über Midtempo mit viel Doublebass bis rasend ist alles vertreten, wobei den langsamen Temporegionen eindeutig der Vorzug gegeben wird. Bei den schnellen Blast-Beat-Passagen sägen dann auch die Gitarren in bester Schwarzmetall-Manier. Dementsprechend passt sich auch der Gesang an, von klar wehmütig klagend über tiefe, finstere Growls bis aggressive Screams, Sänger Yves scheint eine emotionale Achterbahnfahrt zu erleben. Und so pendelt auch die Atmosphäre von melancholisch bis wütend. Für Abwechslungsreichtum ist also gesorgt, wobei nichts aufgesetzt wirkt, die gut strukturieren und arrangierten Stücke haben einen guten Fluss und der Spannungsbogen wird stets gehalten. Mir fällt momentan keine Band ein, welche wirklich genauso klingt wie CEBREN-KHAL. Man könnte sich vielleicht vorstellen, dass MY DYING BRIDE den Proberaum von DIMMU BORGIR stürmen, um mit diesen zusammen eine Platte aufzunehmen.

„A Mass Despair“ ist eine emotionale Verschmelzung aus der Wildheit des (Melodic) Black Metals und der drückenden Schwere des melancholischen, verzweifelten Death Doom Metals. Finster, traurig, und doch von bitterer Süße. Zu den großen Meisterwerken der Überväter fehlt es zwar noch ein wenig, aber für ein Debütalbum schon ganz ausgezeichnet.

11.09.2010

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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