Crobot - Rat Child

Review

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Die US-amerikanischen Rocker CROBOT sind zwei Jahre nach ihrem Album „Motherbrain“ (das unverständlicherweise auf unseren Seiten ignoriert wurde) wieder zurück: Zwar ist „Rat Child“ nur eine 4-Track-EP, aber die enthält eigentlich alle Trademarks, die man von der Band aus Pottsville, Pennsylvania kennt und liebt. Da wäre einmal das rifforientierte Songwriting, das deutlich in die Siebziger verweist, da ist die coole Stimme von Sänger Brandon Yeagley, und überhaupt ist CROBOT einfach eine lässige Band, die lässige Musik macht.

CROBOT ist eine lässige Band, die lässige Musik macht

Allerdings dauert es auf „Rat Child“ ein paar Momente, bis die Musik zündet: Der Opener „Mountain“ beginnt mit einem so schon dutzendfach gehörten Standardriff, das höchstens den kleinen Finger zucken lässt (auch wenn ANTHRAX-Gitarrist Frank Bello am Bass zupft): Da ist erst beim zweiten Hören Feuer drin. Besser macht es „Kiss It Goodbye“, bei dem Gitarrist Chris Bishop ganz lässig über die Saiten streicht und dem Song damit ein wenig Verrücktheit spendiert. Auch hier gibt es ein kleines Feature – diesmal ist LIGHT THE TORCH-Sänger Howard Jones mit von der Partie.

Allerdings sind es vor allem die letzten beiden Songs, mit denen CROBOT den Hörer gefangen nehmen: „Everyone Dies“, bei dem Stix Zadina von STEEL PANTHER am Flügel sitzt, überzeugt einerseits mit seinem großen Refrain, andererseits mit seiner im Text zur Schau gestellten Gelassenheit: „Nobody has to cry / if everyone dies“! DAS möchte man doch am liebsten lauthals mitsingen. Und der abschließende Titeltrack „Rat Child“ groovt sich mit Bongotrommeln hin zum mitreißenden Refrain, bei dem die Amerikaner mit Kavalierstart zum Überholen ansetzen.

„Rat Child“ setzt zum Überholen an

Unterm Strich liefern CROBOT mit „Rat Child“ also eine gelungene EP, die Lust auf mehr macht – Lust auf Liveshows und Lust auf ein neues Album. Dass ein solches noch ein kleines bisschen mehr Feuer entfacht, ist Hoffnung und Begründung für die Wertung: Sieben mit starker Tendenz nach oben.

21.07.2021

- Dreaming in Red -

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