Devil In Me - On The Grind

Review

DEVIL IN ME aus Lissabon haben sich bereits 2004 gegründet und machten sich seitdem bereits einen Namen in der europäischen und internationalen Hardcore Szene. Nach einer längeren Pause veröffentlichen sie jetzt ihr fünftes Album “On The Grind” und klingen deutlich aggressiver als zuvor. Vollgepackt mit messerscharfen Riffs, wütenden Vocals, groovigen Basslinien und Power-Drums klingt “On The Grind” wie eine 90er-Crossover-Platte mit einer großartigen modernen Produktion.

TERROR lässt grüßen

Die Band sollte außerdem jetzt im Januar auf Europatournee mit COMEBACK KID gehen, aber auch diese ist leider bereits abgesagt und fällt wieder einmal dem Virus zum Opfer. Sehr schade… Aufgenommen wurde das Album in den Eyeball Studios, von der Band produziert und von Carlos Rocha gemischt und gemastert. Das Album enthält außerdem wie auf dem Vorgänger einen Vocal-Gastbeitrag. Diesmal mal nicht von FREDDY CRICIEN von MADBALL, sondern vom TERROR-Sänger SCOTT VOGEL beim Song “D.L.T.”.

On The Grind – ein stetes auf und ab

Es gibt eine Menge Abwechslung und man hat sich jetzt gänzlich von den punkigen Zutaten der Anfangstage verabschiedet und mehr metallische Einflüsse zugelassen. Tempo und Rhythmus variieren über das ganze Album hinweg. Der erste Track heißt “Will” und geht gut nach vorne mit vielen typischen, galoppierenden Hardcore Rhythmen.

Beim zweiten Track “Awake” schaltet man dann einen Gang zurück, der eher mittelschnell und mehr groove-lastig ist. Das Album geht in dieser Art und Weise weiter, jeder Track steht für sich und unterstreicht das abwechslungsreiche Songwriting der Portugiesen. Es ist genau das, was man von einer Band erwartet, die eine Hommage an den Hardcore der 90er zelebriert. Die Vocals sind außerdem sehr gut akzentuiert und verständlich. Sie bieten eine nette Mischung aus Härte und Melodie und das ist sehr gut auszumachen auf Tracks wie “In Loving Memory” und “Never Give In”.

Die üblichen Hardcore-Zutaten dürfen nicht fehlen

Es gibt auch in den Tracks eine Menge an den obligatorischen Gang-Shouts, ohne die kein Hardcore-Album komplett ist. Es ist zwar nur etwas mehr als 24 Minuten lang, aber dafür beschert es einen heftige Tritte in die Magengrube, und ist einfach sehr unterhaltsam. Ist es ein Versuch, an die Grenzen zu gehen oder versucht man sogar in diesem Genre einzigartig zu sein? Nein, nicht wirklich, denn diese Mischung aus Hardcore- und Metal-Einflüssen ist sicher nicht neu oder besonders originell, aber hier sehr gut umgesetzt.

Abwechslung und Wiedererkennungswert

Neben der druckvollen Produktion besticht das Album vor allem durch die kraftvollen Riffs, die packenden Melodien, die hohe Dynamik und die musikalische Eigenständigkeit. Man ist überrascht, wie modern und gleichzeitig retro jeder einzelne Song ganz mühelos klingt. Die Gitarren klingen zwar nach der damaligen Zeit, aber sie klingen deutlich besser, als man es von damals gewohnt wäre. Auch der Mix ist sehr gelungen, Alle Instrumente sind deutlich auszumachen. Auch gesanglich stimmt es. Die Stimme von Poli hat einen hohen Wiedererkennungswert. Sie klingt nicht so, als würde er sich zu sehr anstrengen, aber sie ist auch tonal, so dass er es anscheinend mühelos schafft aggressiven Gesang mit eingängigen Singalongs abzuliefern. Das ist sehr schöner Hardcore.

8 Songs plus drei kurze Zwischenspiele

DEVIL IN ME liefern mit “On The Grind” ordentlich ab. Sie warten immer wieder mit geradlinigen, energiegeladenen Knallern auf, die auf dem klassischen Hardcore-Fundament basieren und immer mit ihren eigenen Zutaten und dem Gespür für Melodie angereichert sind. Einziges Manko ist tatsächlich nur die geringe Menge von acht Songs und die sehr kurze Spielzeit.

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22.01.2022

Der metal.de Serviervorschlag

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