Ektomorf - Black Flag

Review

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Okay, okay, ich bin ja selbst Schuld: Da dachte ich doch nach dem Akustikalbum, welches die Ungarn früher dieses Jahr veröffentlicht haben, glatt, es wäre EKTOMORF endlich langweilig geworden, immer und immer wieder dasselbe Album aufzunehmen – zumal ja mit der zehnten Langrille aus dem Studio ein Jubiläum ansteht. Doch weit gefehlt: Die vier EKTOMORFer rund um Sänger und Gitarrist Zoltán Farkas machen immer noch das, was sie immer gemacht haben, Veränderungen und Weiterentwicklungen gibt es nur in Nuancen.

Aber andererseits: Never change a winning team! Und so machen EKTOMORF auf „Black Flag“ nicht nur das, was sie schon immer gemacht haben, sondern auch das, was sie schon immer am besten gemacht haben: Die Grooves walzen dich um, die Drums stampfen, die Texte handeln überwiegend über die von Intoleranz und Hass bestimmte Roma-Vergangenheit des Farkas-Zoltán, welcher übrigens immer noch nicht so wirklich Ahnung von englischer Aussprache hat, was je nach Geschmack entweder peinlich oder charmant klingt. (Wobei ich diesmal in nicht-gebrüllten Passagen wie zum Beispiel in „Kill It“ oder ganz besonders dem FOO-FIGHTERS-Cover „The Pretender“ ganz eindeutig eher zu „peinlich“ tendiere.)

Und sonst so? Nüscht eigentlich. Ich habe ein bisschen das Gefühl, diesmal würde Zoltán am Mikro öfter mal auf Sprechgesang und hier und da auch mal auf melodisch setzen, was zwar Abwechslung bringt, aber auch Passagen, die wirklich ganz, ganz große Geschmackssache sind. Siehe das bereits angesprochene „The Pretender“ – irgendwo nett, ja, aber … die Fans müssen das für sich selbst entscheiden.

„Black Flag“ ist eine Platte, bei dem jeder weiß, was er bekommt: Fans werden wohl auch den neunten Aufguss des ersten Albums lieben, Gegner werden sich mal wieder draufstürzen. Aber, und das kann man EKTOMORF nicht nehmen, dieses Gespür für Dampfwalzen-Riffs, Aggression bei gleichzeitig hoher Eingängigkeit, das muss ihnen erstmal jemand nachmachen (außer SOULFLY natürlich). Die sechs Punkte, die ich hiermit verteile, sind übrigens ganz persönlich und – man muss ja drauf hinweisen – wie immer höchst subjektiv. Wer alle anderen EKTOMORF-Alben mochte, kann gerne zwei Punkte drauftun und diese Review als Kauftipp verstehen. Und der Rest – na ja, haters gonna hate.

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23.08.2012

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