Ektomorf - Kalyi Jag

Review

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Wer hätte das jemals für möglich gehalten? Obwohl sich Sepultura durch ihre Lyrics mehrfach gegen die Biotechnologie ausgesprochen haben, sind sie nun gar soweit gegangen sich selbst clonen zu lassen. Ihre Duplikate haben sich eine Existenz in Ungarn aufgebaut, dort kämpfen die drei Jungs von Ektomorf im Untergrund gegen die Unterdrückung der Roma, die in Ungarn immer noch eine geschundenen und mißverstandene Minderheit darstellen… Nun, es ist wirklich unglaublich wie sehr diese Gruppe in manchen Momenten genau wie ihre grossen Vorbilder klingen. Das vorliegende Scheibchen mit dem Titel „Kalyi Jag“, was soviel wie schwarzes Feuer bedeutet, ist der dritte Longplayer der Band, und ich würde es als ein Gemisch aus Sepultura irgendwo zwischen Chaos A.D und Roots beschreiben, durchmischt von sehr, ähm, exotisch anmutenden Roma-Folk-Gesängen. Ob das wirklich sein muss, sei dahingestellt, ist nicht so mein Ding, verleiht dem ganzen aber eine grausige Authentizität. Die Songs „Son of Fire“ und „Brothersong“ fallen durch ihre einprägsamen Hooklines besonders positiv auf und sind echte Ohrwürmer. Ich spreche der jungen Band weder Seriosität noch musikalisches Talent an, nur die Tatsache, dass es die Herren vom Amazonas eben schon vor ihnen gab macht es mir unmöglich , ihnen mehr als 7 Punkte zu bescheinigen. Hier fehlt eben die Originalität und Eigenständigkeit zu sehr. Die Spielzeit ist angenehm ausgedehnt, fast 70 Minuten Musik sind eine nette Geste an die Zuhörer. Wer die Brasilianer kennt und auch ihre neuen Werke schätzt, der muss sich diese Scheibe besorgen und sein eigenes Urteil fällen. Ich hab jedenfalls immer noch lieber eine authentische Kopie aus dem Underground als wenn der feine Herr Cavalera sich mit Soulfly selbst kopiert und die Fans verarscht. In diesem Sinne!

08.07.2000

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