Endstille - Verführer

Review

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Eine Band wie ENDSTILLE zieht zweifellos das öffentliche Interesse (zumindest in der Metalwelt) auf sich. Innerhalb weniger Jahre haben es die Kieler geschafft, zu einer festen Größe im deutschen Black Metal aufzusteigen und ständig für Diskussionen zu sorgen. Die Musik stand dabei nicht immer unbedingt im Vordergrund, sorgten doch Artwork und Titel der Alben für genügend Aufruhr, ganz zu schweigen von den Merchandising-Produkten die die Kommerzdiskussion ständig neu entfachten.

Aber etwas ist anders an “Verführer“. Beginnen wir beim augenscheinlichsten Bestandteil: der Titel “Verführer“, das Cover ziert eine französische Karikatur des preussischen Kaisers Wilhelm II., in Blut getränkt mit Schlachterbeil in der Hand. Moment mal, Farbe auf einem ENDSTILLE-Cover? Richtig gehört und gesehen, keine reine Schwarz-Weiß-Malerei oder Sepiatöne diesmal. Im Hintergrund ein Ausschnitt einer Landkarte, wohl in Preussen anzusiedeln. Die Aussage des Artworks wage ich dennoch nicht (öffentlich) zu deuten. Optisch also ist ein Unterschied zu den Vorgängeralben erkennbar. Was aber betrifft die Musik?

Natürlich haben’s die Jungs immer noch nicht so mit der Innovation, aber eine konsequente Verbesserung ist deutlich zu spüren und zu hören. Melodien, Harmonien, fette Produktion, Abwechslung, Samples – Ja, ich schreibe immer noch an einem Review von ENDSTILLE! Mich beschleicht trotz Black Metal-widriger Umstände (Frühling, Sonnenschein und guter Laune) das Gefühl, “Verführer“ ist ein ziemlich gutes Album geworden.

Die absoluten Highspeed-Attacken wurden etwas zurückgeschraubt, dafür dürfen jetzt mehr flächige, mittelschnelle und sogar atmosphärische Stücke auf die Platte. Als Anspieltipps seinen “Ursprung“ und “Endstille (Verführer)“ genannt. Das Drumming ist immer noch sensationell, das Gekrächz immer noch sehr giftig, aber monoton und ohne Variation. JAK hat bei der Produktion wieder saubere Arbeit geleistet, denn trotz (wegen?) der Transparenz klingt “Verführer“ a) immer noch nach ENDSTILLE, b) durchschlagskräftig und c) roh genug, um eisig und lebensfeindlich zu wirken.

Ein paar Füller haben es leider dennoch auf das Album geschafft, so dass der überaus positive Eindruck von “Ursprung“, “Dead“, “Endstille (Verführer)“ und ein paar weiteren starken Tracks ein wenig verwässert wird. Trotzdem: mir gefällts um Einiges besser als GORGOROTH, mit welchen ENDSTILLE öfters mal verglichen werden.

08.05.2009

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