Enslavement of Beauty - Traces O`red

Review

Es gibt CDs, deren Aufmachung ist derart schön anzusehen, daß man fast schon überzeugt ist, die Musik könne nur gut sein. Auch die Dankeslistes dieses Duos spricht dafür: Da werden E.A. Poe und Shakespeare auf der lyrischen Seite und, unter anderem, J.S. Bach und Beethoven auf der musikalischen Seite erwähnt. Wie gesagt, die Aufmachung, das Cover und das Booklet sind, trotz exzessiven Gebrauchs eigener Portraitfotos, wunderschön gestaltet. Wenn dann noch die Bandbio eine Mischung aus Metal und Klassik hier zu finden wähnt, ist der Autor schon nicht mehr vor Vorfreude zu bremsen. Doch, der Leser ahnt es wohl bereits, die Enttäuschung folgt auf den Fuß. Schwedisch geprägter Metal ist wohl der Grundstock hier, der Gesang ist kratzig, die Gitarren melodisch und die Produktion gut. Lauter als die Gitarren ist noch das Keyboard, das teilweise äußerst billig klingt und wohl die „Klassik“ dieses Ensembles darstellen soll. Schlecht aufgezogen ist die ganze Chose nicht, nur sonderlich umwerfend ist es auch nicht gerade. Die Gitarre folgt oft der vom Keyboard vorgezeigten Melodie und findet somit zu keiner eigenen Note. Auch fällt mangelnde Abwechslung dem Hörer auf: alle Lieder ähneln sich so stark, daß eine Unterscheidung schwer scheint. Schlimmer noch sieht es da mit der „Lyrik“ aus: erwartet man bei einer Verneigung vor großen Literaten eine hohen Anspruch, so sieht man sich hier aufs Ärgste getäuscht: Platitüden über Sex und Tod, wie sie andere Bands schon tausendmal besser verbalistiert haben und dazu noch ständig ein „fuck“ machen nicht gerade ein gutes Gedicht, geschweige denn einen guten Text. Zusammenfassend läßt sich also attestieren, daß hier wieder mal die Aufmachung pures Blendwerk für eine recht durchschnittliche CD ist, die gerne besser gewesen wäre, es aber nicht ist. Die Protagonisten stolpern über ihren eigenen Anspruch und sollten sich dabei vielleicht mal kritischer mit ihrer Eigenkreation auseinandersetzen.

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31.10.1999

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4 Kommentare zu Enslavement of Beauty - Traces O`red

  1. boxhamster sagt:

    Du findest die Produktion gut? Also ich war vom Sound der Gitarre schon fast erschrocken, erinnert der Klang doch stark an diese NoName-Kombo-Verstärker, die man im 250,- Mark Gitarre+Verstärker-Set erhält. Die programmierten Drums hauen mich auch nicht gerade vom Hocker. Oder wie meinst Du das mit der Produktion? Zu deinem Fazit: Stimmt. Aber als ich im Booklet sah, dass dort ihr Hairstylist und Make Up-Mensch aufgeführt sind, war ich überzeugt, dass es sich bei der ganzen Sache um einen guten Scherz handeln muss. Ich meine, so eine CD zu produzieren ist als Duo mit Synthie heutzutage absolut kein Problem mehr, warum nicht mal einen kleinen Seitenhieb auf die Szene? Naja, und die Danksagungen an die klassischen Musiker führe ich auf das Instrumental zurück, das ursprünglich wohl als Fingerübungen für den Gitarristen diente. 😉 Obwohl… es sind Skandinavier… vielleicht meinen die es ja doch ernst??? gruß boxhamster

    5/10
  2. mf_Greg sagt:

    Ich finde die CD genial, auch wenn ich den Argumenten des Rezensenten nicht wirklich widersprechen kann – wobei ich nicht finde, dass sich das Keyboard billig anhört, und wenn dem (objektiverweise) doch so sei, dann gefällt es mir trotzdem ausserordentlich gut. Das ist aber wohl auch die Grundvoraussetzung für den Hörer, denn die Musik von EOB besteht, wie im Review richtig dargestellt, zu 90 % aus Keyboard. Ich finde die Melodien sehr gelungen, macht richtig Spass dem ganzen zu lauschen, erinnert vom Gesamteindruck vielleicht ein wenig an "Dismal Euphony". Das ganze ist bestimmt nicht sonderlich metallisch, aber ab und zu kann ich mir auch so eine schmalzig süsse CD wie diese geben. Für true Black Metaller sicherlich nichts, Leute, die auch mal Gefallen an übermässig viel Keyboard finden, sollten in die CD mal reinhören. .

    9/10
  3. samedi sagt:

    Sehr viel kann ich zu der Cd nicht sagen, da ich sie erst seit 3 Wochen in meinem CD Regal habe, aber der eindruck den ich habe ist sehr positiv und lässt das wirklich schlecht gelungene(bis auf die Bookletbeschreibung) Review mir nicht verständlich werden. Ich finde, dass die Band hier etwas starkes abliefert, wobei ich nicht zu schnell die Goldkrone herausholen will!

    8/10
  4. thoas sagt:

    das rebiew kann ich absolut nicht nachvollziehen. die band gehört schon seit zeiten zu meinen favourits. erst recht mit ihrem 2. album.

    das is guter melodischer metal der mitreisst. 5 punkte is nich grad viel produktion is manchma nich alles.

    8 punkte von mir!!!

    8/10