Excruciation - Angels To Some, Demons To Others

Review

Galerie mit 17 Bildern: Excruciation auf dem Malta Doom Metal Fest 2017

Manche Bands gehen schon seltsame Wege. EXCRUCIATION aus der Schweiz wurden 1984 gegründet, veröffentlichten einige Tapes sowie eine MLP und eine CD, um sich im Jahre 1991 wieder aufzulösen. Nach vierzehn Jahren „Pause“ trafen sich die etwas in die Jahre gekommenen Jungs wieder und beschlossen, fortan wieder gemeinsame Sache zu machen. Nun liegt also der neueste Output „Angels To Some, Demons To Others“ vor. Die Eidgenossen haben sich dem Doom Metal verschrieben, in welchem sich aber auch einige Death Metal und Core-Elemente eingeschlichen haben.

Das Sextett mit gleich drei Gitarristen, deren quantitative Anwesenheit man aber kaum wahrnimmt, geht sehr schleppend und groovig, dabei aber immer kontrolliert und auch recht extrem zu Werke. Die schwermütigen, düsteren und zähen Epen werden sehr wuchtig und energisch gespielt. Die kraftvolle, erdige und dynamische Musik gleicht dabei der sprichwörtlichen Walze, welche den geneigten Hörer zu überrollen scheint. Neben den typischen drückenden Lava-Riffs tragen auch Einige dabei ganz klar die Handschrift des Thrash Metal Genres. Das Schlagzeugspiel ist passend ebenfalls sehr wuchtig und dabei treibend, der Bass pumpt zähflüssig mit. Nicht nur der raue und tiefe Gesang, abgesehen vom Sprechgesang und der weiblichen Stimme natürlich, lässt hier und da ein wenig Erinnerungen an CROWBAR aufkommen. Daneben kann man Ähnlichkeiten zu MORBUS, ENCHANTMENT, uralten PARADISE LOST, MY DYING BRIDE und mit einigen Abstrichen auch CELTIC FROST erkennen. Leider fehlen ein wenig die echten Highlights, und manches klingt doch recht vorhersehbar. Trotzdem haben wir es hier mit einem intensiven Stück Doom Metal zu tun, welches mit einem glasklaren und dabei doch druckvollem Sound versehen wurde.

„Angels To Some, Demons To Others“ ist ein herrlich morbides, melancholisches und kitschfreies Album mit einigen tollen Riffs und zurückhaltenden Melodien, jedoch auch mit einigen Schwächen und Hängern. Trotzdem darf man hier durchaus von einem gelungenen Comeback sprechen!

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10.01.2007

Geschäftsführender Redakteur (Konzertakkreditierungen, News, Test Audioprodukte)

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