Fargo - Strangers D'Amour

Review

FARGO aus Hannover veröffentlichen ihren sechsten Longplayer. Das Debüt „Wishing Well“ kam 1979 auf den Markt. Es folgten noch drei weitere Scheiben bis 1982 und dann war erstmal Schluss. 2018 liefern Peter Knorn und seine Mitstreiter „Constellation“ und drei Jahre später folgt „Strangers D’Amour“. Hier stellt sich die Frage, was denn in den 34 Jahren zwischen 1983 und 2017 passiert ist.

„Strangers D’Amour“ – Knorn kehrt zu seinen Wurzeln zurück

FARGO lösten sich 1984 auf und um die lokale Größe Peter Knorn sammelten sich vier weitere Musiker, welche in der Retrospektive die deutlich bekanntere Band VICTORY ins Leben riefen. 2011 verließ Knorn VICTORY und gemeinsam mit Peter Ladwig reanimierte er FARGO. Während VICTORY zwischen Hard Rock und Metal unterwegs sind und waren, stand und stehen FARGO für den klassischen Rock der 70er und 80er Jahre.

Treibt der Opener „Rain Of Champagne“ mit galoppierenden Rhythmen und leichtem Ohrwurm-Refrain den Hörer noch vor sich her, nimmt die Intensität mit fast jedem Tack ab. Rhythmus und Saitenarbeit bei „Gimme That Bone“ ähneln seinem Vorgänger, „Closer To The Sun“ bewegt sich nahe dem Stadionrock der 80er Jahre. „Time“ kommt als solider Song mit leicht progressivem Touch daher, die Saitenfraktion erhält Freiheiten für das ein oder andere Soli. „Mary Says“ und „Law Of The Jungle“ rocken sich im Style von „Gimme That Bone“ vorwärts. Die Rock-Ballade „Homesick“ ist klassische Rock-Stangenware, „Dear Miss Donna Vetter“ und „No Reason To Cry“ bleiben im Mid-Tempo zwischen Pop und AOR. Etwas mehr Durchschlagskraft haben die Gitarren bei „Car Expert“ und „Why Don’t You“. Aber ohne die notwendige Dynamik schleppen sich die Nummern in Richtung Scheibenende.

FARGO verschießen das wenige Pulver zu früh

FARGO liefern mit „Strangers D’Amour“ ein Werk zwischen Classic Rock und AOR, bei dem sich zu schnell Abnutzungserscheinungen einstellen. So sind sich ähnelnde Songs gruppiert und sorgen für Ermüdung beim Hören. Die eher kraftvollen Tracks sind am Anfang der LP zu finden, so dass die Dynamik mit jeder Umdrehung abnimmt. Positive Ausreißer wie „Time“ findet man leider nur einmal. Hat ein derartiges Langeisen in den 80ern eventuell noch gereicht, um in der noch nicht vorhandenen Masse der Neuerscheinungen aufzufallen, versinkt man 40 Jahre später mit einem solchen Output im Mittelmaß.

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18.06.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

Der metal.de Serviervorschlag

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