Galvano - Trail Of The Serpent

Review

GALVANO aus Göteborg dürfen meiner Meinung nach gerne beim Kollegen Protzak für eine nachträgliche Aufnahme in die Liste der 10 (+1) lauten Rock-Duos, die man kennen sollte, vorschreien. Die Herrschaften Noojd und Kall entstammen zwar jener Stadt, die vor allem als Keimzelle des Melodic (Gothenburg) Death Metal bekannt ist, klingen aber, als hätte das sumpfige Mississippidelta um New Orleans sie hervorgewürgt. Das Zweitwerk der Band, das auf das 2012er-Album „Two Titans“ folgt, enthält vier überlange und tonnenschwere Songmonolithen, die nicht zuletzt durch immer wieder subtil eingeflochtene Melodien zu überzeugen wissen.

Die Songs auf „Trail Of The Serpent“ sind zweifelsohne stark von wichtigen Sludge-Pionieren wie DOWN, CROWBAR und CORROSION OF CONFORMITY inspiriert. Noojd brüllt wie Kirk Windstein und der drückende, walzenartige Louisiana-Sound ist definitiv „state of the art“. Verantwortlich dafür zeigt sich Mike Moebius, der den Mix von „Trail Of The Serpent“ beaufsichtigte.

Aber „Trail Of The Serpent“ ist mehr. Bei allem Einfluss aus Übersee, kriegen GALVANO das eindeutig Schwedische nicht aus ihrem Sound. Der Hardcore-Einschlag schnellerer EYEHATEGOD-Songs fehlt vollends, stattdessen gibt es schwermütige Momente wie unmittelbar nach dem Intro von „Following The Trail“. Die rohen Harmonien erinnern bisweilen an die frühen OPETH-Werke „Orchid“ und „Morningrise“.

Was die Herrschaften auf ihrem zweiten Studioalbum mit ihrer reduzierten Besetzung auf die Beine stellen, ist beeindruckend. Vier ausufernde Songs, die weder wirklich progressiv sind, noch minutenlang auf einem einzigen Riff herumreiten, fett und lebendig produziert und voller Atmosphäre. Man kann diesen Kompositionen aufmerksam folgen oder sie primär um der verbreiteten Grundstimmung willen im Hintergrund rumpeln lassen. Beides funktioniert vorzüglich. Ein Festmahl für Doom-und Sludge-Freunde und von erstaunlicher Zugänglichkeit obendrein.

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21.05.2015

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