Great Master - Thy Harbour Inn

Review

Seit mehr als 20 Jahren existieren GREAT MASTER aus Mestre, einem Stadtteil von Venedig. Die Nähe zur See scheint Inspiration genug zu sein, um diverse Piratengeschichten und angelsächsische Shanty-Nummern in einem Power-Metal-Gewand zu verpacken. Das Ergebnis nennt sich „Thy Harbour Inn” und folgt auf „Skull And Bones – Tales From Over The Seas“ aus dem Jahre 2019.

„Thy Harbour Inn“ – Piraten-Metal aus Italien

Das Leben der Piraten metallisch zu würdigen ist nicht neu. Der bekannteste deutsche Act dürfte RUNNING WILD sein. Während RUNNING WILD zum klassischen Metal der 80er und 90er gezählt wird, bewegen sich GREAT MASTER im klassischen italienischen Metal. So treffen Shanty-Songs auf Euro-Power-Metal. “Randy Dandy Oh” ist ca. 200 Jahre alt, im Power- und Folk-Metal-Gewand klingt es nach der biologischen Kreuzung von ALESTORM und RHAPSODY. In dem Tonfall geht es mit „All For Me Grog“ und „Here’s A Health To The Company” weiter, das Augenmerk liegt auf tanzbarer Eingängigkeit. “Leave Her Johnny” wird anfänglich akustisch aufgearbeitet bevor es im Piraten-Folk-Power-Metal-Takt weiter geht.

„Rolling Down To Old Maui“ kommt als Halbballade mit einem größeren Fokus auf Folk Rock daher, „Skull & Bones“ vom 2019er Langeisen wird als reine Akustikversion präsentiert und sorgt für Abwechselung. „The Shantyman’s Rundown“ beendet das akustische Intermezzo und das Tanzbein darf zu einem bunten Mix vieler bekannter Melodien geschwungen werden. „Treasure Island“ dürfte eventuell vom Album „Pile Of Skulls“ aus dem Jahre 1992 von RUNNING WILD bekannt sein. Die Italiener interpretieren die Nummer rein akustisch und die Version kann sich durchaus hören lassen. Eine weitere Neuinterpretation eines Tracks des 2019er Werks als Radio Version beendet die Scheibe. „Long John Silver“ geht zum vorherrschenden Sound des Werks zurück und es gibt leicht folkig angehauchter Power Metal zu hören. Nach einem kurzen Break folgt das Outro und sorgt für eine Überraschung: mit a cappella Klängen huldigt die Truppe mit viel Augenzwinkern piratengerecht den Rum.

GREAT MASTER stehen für Unterhaltungsmusik

Wer hochklassige und technischen ausgefeilte Musik sucht, der ist bei GREAT MASTER und „Thy Harbour Inn“ am falschen Platz. Die Truppe aus Venedig steht für musikalisch verpackte Geschichten um Seefahrt und Piraten, welche den Zuhörer dazu einlädt, das Tanzbein zu schwingen. Die beiden akustischen Interpretationen sorgen für Farbtupfer und Abwechselung. Wer sowohl Bands in Richtung ALESTORM als auch RHAPSODY und italienischen Power Metal zu seinen Favoriten zählt, dürfte von GREAT MASTER gut unterhalten werden.

13.06.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Thy Harbour Inn' von Great Master mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Thy Harbour Inn" gefällt.

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 33752 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare