Hexorcist - Evil Reaping Death

Review

HEXORCIST sind eine der vielen Zusammenschlüsse, die namentlich mit dem Titel des Teufelsaustreibers spielen, musikalisch aber vielleicht viel eher eine Art Katalysator denn Bekämpfer sein mögen. Zusammen mit dem anstehenden neuen Album „Cruficial Imprecations“ wird nun unter deren aktuellem Label Invictus Productions auch das Debütalbum „Evil Reaping Death“ aus dem Jahr 2021 neu aufgelegt. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Band ausschließlich aus vier nicht näher benamten Individuen, die sich archaischen Black-/Death-Metal aus den Anfangstagen des Genres zur Aufgabe gemacht haben und dies bemerkenswert kompromisslos verfolgten.

Schönheitspreis ade!

Die kernige Spielzeit von guten 35 Minuten hat man noch mit ein paar klanglich ähnlich angesiedelten Demo-Aufnahmen aufgemotzt, sodass hier nun eine gute Dreiviertelstunde Prügel mit dem nassen Handtuch auf der Tagesordnung stehen. Und das darf man durchaus ernst nehmen, denn „Evil Reaping Death“ bewirbt sich nicht um einen Schönheitspreis. Pate haben hier vornehmlich Holzschuhtreter gestanden, als sich Black-/Death- und Thrash Metal gerade zeitlich voneinander abgrenzten und die Bühne Horden wie VENOM, POSSESSED oder SARCÓFAGO gehörte.

Besonders ins Ohr sticht direkt das fast schon plakativ wirkende Holzhackdrumming sowie die bewusst völlig unakzentuierten Vocals, die zielsicher unterstreichen, dass HEXORCIST nicht versehentlich so etwas wie Hörgenuss auslösen wollen. Hinter diesem Betonschleier aus Abweisung verbergen sich dann aber schon ein paar angriffslustige Klanglandschaften aus vorpreschenden Riffs. Nimmt „Evil Reaping Death“ an einer beliebigen Stelle etwas Tempo heraus, um einen Song Wirkung entfalten zu lassen, dann folgt auch schnell der Rotstift mittels Hochvoltsoli, die einem jedes Haar zu Berge steigen lassen.

Humorloser Vorschlaghammer

Vieles aus Lack und Leder zerfällt bei einem derart humorlosen Werk wie „Evil Reaping Death“ natürlich zu Staub – Neuwerke von VENOM wie „Into Oblivion“ werden zum zahnlosen Tiger, dennoch müssen sich HEXORCIST gefallen lassen, dass selbst in der Schnittmenge aus Death- und Thrash Metal ein solcher Vorschlaghammer kein Dinner für jeden ist. Hier kann man sich auch nichts erarbeiten – entweder du hältst die Fresse hin, oder eben nicht.

19.07.2026

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 38616 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Off Topic
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Kommentare