Hidden Timbre - Hidden Timbre

Review

Mit dem selbst betitelten Album von HIDDEN TIMBRE trudelt wieder einmal eine Promo in mein Haus, bei welcher der beiliegende Infozettel nur so von Superlativen strotzt. Das macht die zuständige Promoagentur im Prinzip auch gar nicht schlecht: Man muss seine Gruppen ja in einem möglichst guten Licht darstellen. Da mit dem Nonplusultra an Klasse zu kokettieren, ist im Grunde sicher nichts Falsches. Was ich jedoch manchmal so gar nicht nachvollziehen kann, sind die angeführten Vergleiche mit Referenzbands. Nebst DREAM THEATER werden da THE GATHERING oder auch KATE BUSH in den Raum geworfen. Auch wenn ich die letzten beiden nur von wenigen Stücken kenne, kann ich diese Vergleiche weitgehend absolut nicht bestätigen, ein bisschen DREAM THEATER steckt hier und da dann aber tatsächlich drin. Wie bei fast jeder Progmetalltruppe.

Kommen wir aber nun zu der Gruppe selbst. Als erstes weiß das Klanggewand sehr angenehm anzusprechen: Druckvoll, klar, ausgewogen und dabei immer noch absolut organisch. Tolle Produktion! Auch die Musik der Band braucht sich keinesfalls zu verstecken und dürfte ein Ohr bei allen finden, die auf spritzig gitarrenlastigen Prog Metal stehen, der mit einer gelungenen Balance aus Härte, Melodiosität und einigen Details mit viel Fingerspitzengefühl begeistert. Positiv tun sich die Gitarren hervor, auf denen auch der Schwerpunkt des Albums liegt: Mal sanfte Melodien säuselnd (man höre den zweiten Track „At The Crossroads“, der nach virtuosen Gitarrenpickings sanft umschmeichelt), mal typisch proggige Gitarrenläufe und mal rockige Riffings darbietend, begeistern sie immer wieder. Ziemlich eigenen Charakter hat es, wenn die Gitarrenläufe an einigen Parts sehr schräg daherkommen. Der Gesang der weiblichen Vokalistin Anja Bräutigam ist zwar durchweg ansprechend und schlägt sich an keiner Stelle negativ nieder, allerdings ist er auch nicht wirklich spektakulär. Die Rhythmen sind die ganze Zeit sehr komplex gehalten, abgerundet werden die Songs durch hin und wieder eingesetzte Elektroteile, die aber niemals aufdringlich werden.

So lässt sich abschließend also sagen, dass der Band mit „Hidden Timbre“ ein durchweg gutes Album gelungen ist, das vor allem mit seinen gelungenen Gitarrenläufen, vertrackter Rhythmik und einem runden Gesamtbild die meisten Liebhaber solcher Klänge ansprechen dürfte. Reinhören lohnt sich auf alle Fälle, auf der Webseite übrigens findet sich die komplette EP „Leave“ zum kostenlosen Download. Auf dem vorliegenden Album geben HIDDEN TIMBRE sich zwar gereifter und eigenständiger, vergleichbar ist das ältere Material allerdings dennoch.

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08.05.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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