Hubi Meisel - Cut

Review

Es gibt nicht viele Musiker, die Coverversionen so gut arrangieren und neu gestalten können wie ein gewisser Münchener namens Hubi Meisel. Der junge Sänger, der damals in 1996 bei der Band Triple X seine Gesangskünste zur Verfügung stellte, demonstrierte schon auf Dreamscapes genialer Scheibe VERY, dass er eine fantastische Gabe hat, Klassiker neu zu interpretieren. Der Bonustrack „Dancing with tears in my eyes“ von Ultravox war nur ein Vorgeschmack auf dass, was Hubi uns jetzt mit seinem Soloalbum bietet. Sieben Hits der Achtziger bekommen auf CUT ein neues Gesicht, zurechtgeschnitten und „zerrockt“ von Hubi mit Hilfe seiner genialen Mitstreiter Franz Pfeffer, Frank Brunier und n-dee. Für die Silbersaiten war Marcel Coenen, Gitarrist der Ausnahmeprogger Lemur Voice zuständig, was der CD den entgültigen Qualitätssiegel gibt. Wer sich jedoch Progressive-Mucke von Hubis neuesten Ergüssen erwartet, wird nicht ohne Staunen davonkommen, denn CUT ist melodischer Rock, ja, man könnte es fast schon als AOR bezeichnen. Soundtechnisch kristallklar ist der Silberling, welcher erstaunlicherweise von Hubi selbst gemischt und produziert wurde und weiß, mit perfekt ausgeführten Instrumenten zu überzeugen. Cutting Crews „Just died in your arms tonight“, Real Lifes „Send me an Angel“, The Cars „Drive“ und Frankie goes to Hollywoods „Relax“ werden hier fantastisch mit Härte verbunden und klingen damit so, wie sich jeder Hard Rocker die Originale gewünscht hätte. Ahas „The sun always shines on TV“ ist mit gekonnter Syntharbeit und Hubis unverkennbarer Stimme, die um einiges rockiger klingt als auf seinen älteren Scheiben, noch einmal zu einem Hit geworden. Auch das obergeile „Broken Wings“ von Mr Mister und das geniale Rush-Cover „Red Sector A“ ist sehr professionell umgewandelt worden. Da ich mich ganz ehrlich gesagt nicht an alle Originale der vorhandenen Songs erinnern kann (bin wohl zu jung), kann ich CUT nicht nur Kennern der 80er Pop-Szene wärmstens empfehlen, sondern rate auch allen Fans des AOR und melodischen Rocks, diese geniale CD mal anzutesten. Und auch für tolerante Metaller wird Hubi Meisel sicherlich für eine gute halbe Stunde 1A-Unterhaltung sein. Kaufen!

26.12.2001

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8 Kommentare zu Hubi Meisel - Cut

  1. K.F.D. sagt:

    Wow! was fürn heißer Bubi! Aber leider nur 8 Punkte, weil er noch Klamotten trägt. Schade! Hätte wirklich Klasse werden können…

    8/10
  2. TheFiddler sagt:

    Na spitze, Lieder die die Welt nicht braucht. In schoener Regelmaessigkeit surfe ich ueber diese Seiten um mir die Reviews reinzufahren, maybe is ja was dabei was mir die Freunde in der Heimat rueberschicken koennen. Hier bin ich jetzt doch tatsaechlich nur haengengeblieben weil ich dachte, dass Inge’s Enkel Musik macht ( die hiess ja aber Meysel : Isser wohl dann nicht) . Mal ganz im Ernst : CD Laenge 30 ( in Worten dreissig ) Minuten. Donnerwetter, da hat sich ja jemand richtig angestrengt. Dann auch noch Coverversionen ??? Sind ja schon zwei gute Gruende die CD nicht zu kaufen. Das Cover ist ja wohl auch ein Witz, fuer die naechste Calvin Klein Werbung wohl besser geeignet. Wenn wir so nen Output unterstuetzen, dann wird es wohl nicht mehr lange dauern und man verkauft uns die MiniCD fuer den Preis einer "grossen" und es wird nur noch gecovert. Von Klassikern sollte man generell eh die FInger lassen, denn dann sinds ja eigentlich keine Klassiker mehr….Was bin ich froh, dass es hier keine Laeden gibt die Metal verkaufen, sonst wuerd ich am Ende noch reinhoeren und mir die CD vielleicht sogar gefallen. Sorry Hubi, Munich Zero Points alleine schon fuer die Idee …

  3. Shiva sagt:

    Dreist. In Relation zu anderen Bewertungen ist diese einfach nur noch dreist und mehr fällt mir dazu auch nicht ein. *koppschüttel*

  4. Anja sagt:

    Ich finde die CD genial. Genauso hätten sie schon vor ca. 15 Jahren sein müssen. Er hat meine damaligen Lieblingssongs super umgesetzt. Selbst ein Freund von mir, der absolut auf 80er Mucke steht, findet die Umsetzung sehr gut. Also nichts mit " einfach nur covern" Das kann ja jeder Musiker. Nein, so einfach hat er es sich nicht gemacht. Hört einfach mal selbst rein und bildet euch ne Meinung.

    10/10
  5. Alex sagt:

    als mir neulich ein kumpel die erste soloscheibe von metalshouter hubi meisel vorgespielt hat, war ich erst sehr skeptisch: coverversionen von berühmten 80‘s popsongs? da musste ich zuerst an waltari, atrocity oder kid rock denken. aber nach dem ich ein ohr reingeworfen hatte wurde ich schnell vom gegenteil überzeugt! die songs gefalllen mir besser als die originale! die songs sind kräftig überarbeitet worden, und er hat es geschafft den songs einen völlig neuen charakter zu verpassen! nicht einfach nur wie popsong + metalgitarre! nee, da wurde viel subtiler rangegangen… schwer zu beschreiben, die songs haben eine neue aussage und eine ganz andere stimmung ohne sich zu sehr vom original zu entfernen. „send me an angel“ zu beispiel ist im original eher depressiv und schleppend, aber hier hat er total power und eine große spannung. oder „drive“: bleibt am anfang sehr nahe am original bis es plötzlich in einem heavygitarrenriff und immer agressiver werdenden vocals total explodiert ! wie gesagt ist sehr schwer zu beschreiben, muß man einfach anhören. auf alle fälle hat meisel den ollen popsongs das rocken beigebracht, power und feeling pur! Irgendie sind die songs ganz schön komplex und man muß sie öfter anhören um auch die feinheiten mitzukriegen… aber andererseits sind die songs auch sehr eingängig , einfach nur abmoshen und mitgröhlen! Sowohl allen Hardrock- als auch Metal/Prog-fans und allen die einfach geile gitarren lieben, kann ich diese sehr interessante und geile scheibe nur empfehlen! Insgesam `ne sehr runde sache: ausgezeichnete musiker, ultrafette produktion und dazu eine außergewöhnliche stimme. Diesmal zieht meisel alle register: von seiner typischen klaren „progstimme“ über stöhnen a la Coverdale, schreien, dreckiger rockstimme (Bon Scott läßt grüßen) bis hin zum fiesesten metalgegröhle!!…irgendwie wird mir der Typ unheimlich… schizo?!?! Highlights: send me an angel (YES!!), the sun always shines on tv kritik: broken wings hätte vielleicht noch ein bißchen mehr powergitarren vertragen können, ist der einzige song der mir persönlich etwas zu balladenmäßig ist…naja, woll mer mal nicht so sein…meine Freundin soll auch noch was davon haben, hehe!

    10/10
  6. Marc sagt:

    Hab mir den Silberling auch schon zugelegt! Geiles Teil, da stimme ich nephil voll und ganz zu! Rockt wie Sau und macht echt Laune! Schade, dass nur 7 metallisierte versions drauf sind, aber dafür kostet die EP auch nicht viel. Bei Amazon gerade mal knapp 10 EURO… is echt O.K., find ich. Lohnt sich wirklich!

    9/10
  7. Anonymous sagt:

    Wir (Circle of Darkness) hatten ebenfalls schon die Ehre das Album zu reviewen und für mich gibt’s da nur ein Urteil: GEILE SCHEIBE!!! Vergesst die Originale, diese Versionen sind einfach besser!!! Gruß, Chris Circle of Darkness

    10/10
  8. Metalhead sagt:

    Mahlzeit Eindeutig zu kurz die Scheibe, aber ansonsten cooles Teil. 2 Punkte Abzug für den gelangweilten drummer… da hätte er lieber ma seine alten Dreamscape Kollegen ranlassen sollen

    10/10